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Newsletter - 30. Januar 2026

INKA21 Januar 2026

Liebe Peru-Interessierte,

Gleich zu Beginn des neuen Jahres richtet sich der Blick von Peru-Vision auf die Kräfte, die Peru prägen - leise wie laut, traditionsreich wie konfliktreich.

Wir erzählen von den Picanteras Arequipas, deren Küchen ein kulturelles Erbe am Leben halten, und stellen mit Alfredo Hidalgo Gonzales eine literarische Stimme vor, die Identität und Herkunft eindringlich verhandelt..

Zugleich analysieren wir die politischen Spannungen des Jahres 2026: die Möglichkeit eines unerwarteten Wahlsiegs jenseits der etablierten Kräfte und eine Staatshaushaltskrise, die zur Belastungsprobe für Demokratie und Gesellschaft werden könnte. Kultur, Politik und Gegenwart im Dialog - willkommen zur Januar-Ausgabe 2026.

Wir wünschen Ihnen inspirierende Eindrücke und viel Freude bei der Lektüre!

Gerardo Basurco
Guerlio Peralta


Estimados amigos del Perú,

Al comenzar el nuevo año, Peru-Vision dirige la mirada a las fuerzas que moldean al Perú, discretas y visibles a la vez, tan arraigadas en la tradición como marcadas por el conflicto.

Contamos la historia de las picanteras de Arequipa, cuyas cocinas mantienen vivo un patrimonio cultural, y presentamos a Alfredo Hidalgo Gonzales, una voz literaria que aborda con fuerza la identidad y el origen.

Al mismo tiempo, analizamos las tensiones políticas del año 2026: la posibilidad de una victoria electoral inesperada al margen de las fuerzas establecidas y una crisis del presupuesto estatal que podría convertirse en una dura prueba para la democracia y la sociedad. Cultura, política y actualidad en diálogo: bienvenidos a la edición de enero de 2026.

¡Les deseamos una lectura inspiradora y muy agradable!

Gerardo Basurco
Guerlio Peralta


29. Januar 2026

Das Feuer, das nicht erlischt: Die Picanteras von Arequipa

Das Feuer, das nicht erlischt: Die Picanteras von Arequipa

In Arequipa wird Geschichte nicht nur in Sillarstein und im Rhythmus der Vulkanausbrüche geschrieben. In Arequipa hat das Feuer ein Gedächtnis. Es glimmt langsam in den Herden der Picanterías (*), genährt von Holz, Ají und Jahrhunderten weiblicher Weisheit. Dort, zwischen Rauchschwaden und dem dichten Murmeln der Chicha (**), haben die Picanteras (*) eine Geschichte verfasst, die selten Schlagzeilen macht, aber unversehrt im Geschmackssinn und im kollektiven Gedächtnis weiterlebt.

Die Picantería ist nicht nur ein Ort des Essens: Sie ist ein von Frauen regiertes Territorium. Frauen, die Rezepte erbten wie ein heiliges Vermächtnis, weitergegeben von Mutter zu Tochter, von Großmutter zu Enkelin. Mónica Huerta, an der Spitze von La Nueva Palomino, ist Teil dieser Linie. Ihre Küche ahmt die Vergangenheit nicht nach - sie hält sie lebendig. Jedes Gericht ist gelebte Erinnerung, jeder Arbeitstag eine stille Bekräftigung von Identität und Handwerk.

28. Januar 2026

El fuego que no se apaga: Picanteras de Arequipa

El fuego que no se apaga: Picanteras de Arequipa

En Arequipa, la historia no solo se escribe en sillar y volcanes. En Arequipa, el fuego tiene memoria. Arde lento en los fogones de las picanterías, alimentado por leña, ají y siglos de sabiduría femenina. Allí, entre el humo y el murmullo espeso de la chicha, las picanteras han escrito una historia que rara vez ocupa titulares, pero que vive intacta en el paladar y en la memoria colectiva.

La picantería no es solo un lugar donde se come: es un territorio gobernado por mujeres. Mujeres que heredaron recetas como quien recibe un legado sagrado, transmitido de madre a hija, de abuela a nieta. Mónica Huerta, al frente de La Nueva Palomino, es parte de esa estirpe. Su cocina no imita el pasado: lo mantiene vivo. Cada plato es memoria activa, cada jornada una reafirmación silenciosa de identidad y oficio.

27. Januar 2026

"Cuando la sangre traiciona" de Alfredo Hidalgo Gonzales

El precio del egoísmo, la envidia y la traición

Teresa Ruiz Rosas, Copyright Sebastian Winterson

"Cuando la sangre traiciona" de Alfredo Hidalgo Gonzales es una novela íntima que disecciona los hilos frágiles de los lazos familiares. La historia comienza con un prólogo que conmueve de inmediato: Daniel recibe a las cinco y diecisiete la llamada de su madre —su padre está muriendo y su hermano Lucas ha desaparecido sin dejar rastro. Ese instante lo devuelve a una casa llena de heridas no dichas, donde el silencio pesa más que las palabras.

Con su primer libro en castellano (también publicado en alemán e inglés), Alfredo Hidalgo Gonzales marca un hito significativo: es el creador del Realismo Psicológico Cinemático, una innovadora corriente narrativa y fílmica del siglo XXI originada en Alemania. Desde 2014, el autor peruano reside en Heidelberg, donde desarrolló este enfoque único que combina profundidad psicológica con técnicas narrativas de alcance cinematográfico.

26. Januar 2026

Wird 2026 ein Outsider gewinnen?

Peruanische Politik und Präsidentschaftswahlen

Wird 2026 ein Outsider gewinnen?

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung folgendes Artikel (Erstveröffentlichung bei Blog Tuesta am 25.01.2026) in abgeänderten Form in Peru-Vision.com zu veröffentlichen.

Es sind weniger als 75 Tage bis zu den Präsidentschafts- und Kongresswahlen und die Favoriten erreichen in den Umfragen Werte von bis zu 10 %, während der Anteil der Unentschlossenen fast 60 % beträgt. Dies führt zu der Überlegung, ob es diesmal wieder einen Außenseiter geben könnte.

In vielen Ländern sind politische Outsider seltene Erscheinungen – in Peru hingegen gehören sie seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil nahezu jeder Wahl. Kaum beginnt ein Wahlprozess, versuchen mehrere Kandidaten, sich als Outsider zu präsentieren – überzeugt davon, dass diese Eigenschaft, ob echt oder gezielt inszeniert, ihnen einen strategischen Vorteil verschaffen kann.

Doch was genau bedeutet es, in der peruanischen Politik ein Outsider zu sein?

26. Januar 2026

Die Staatshaushaltskrise 2026 – eine tickende Zeitbombe in Peru

Aus: Hildebrandt en sus 13 (Ausgabe 12.12.2025)

Im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos (19.–23. Januar 2026) wies der Präsident der Zentralbank Perus, Julio Velarde, auf die Stärke der peruanischen Währung, den Stand der internationalen Währungsreserven (28 % des BIP) sowie auf die niedrige und stabile Inflation und die ausgewogene Fiskalpolitik mit stabilen Staatsfinanzen und niedrigen Schulden hin (vgl: Wirtschaftslage 2025 nach Julio Velarde). Er fügte hinzu, dass dies trotz politischer Krisen und ständiger Regierungswechsel – neun Präsidenten in zwei Jahrzehnten – gelungen sei.

Hinsichtlich der Fiskalpolitik wird der peruanische Kongress jedoch durch die Verabschiedung zahlreicher Gesetze zu einer übermäßigen Steigerung der Staatsausgaben führen. Diese könnten zukünftig teils durch Verschuldung gedeckt werden, was zu einer kritischen Situation führen könnte.

In den nächsten Ausführungen werden wir uns mit dieser Problematik befassen und dabei auch den kritischen Stimmen in Peru Gehör schenken.

22. Januar 2026

"Wenn das Blut verrät“ von Alfredo Hidalgo Gonzales

Der Preis des Egoismus, des Neids und des Verrats

Teresa Ruiz Rosas, Copyright Sebastian Winterson

„Wenn das Blut verrät“ von Alfredo Hidalgo Gonzales ist ein intimer Roman, der die zerbrechlichen Fäden familiärer Bindungen seziert. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der sofort unter die Haut geht: Daniel erhält um fünf Uhr siebzehn den Anruf seiner Mutter – sein Vater liegt im Sterben, sein Bruder Lucas ist spurlos verschwunden. Dieser Moment katapultiert ihn zurück in ein Haus voller unausgesprochener Wunden, wo Schweigen schwerer wiegt als Worte.

Alfredo Hidalgo Gonzales hat mit seinem ersten Werk auf Deutsch eine bedeutende Marke gesetzt: Er ist der Schöpfer des Cinematischen Psychologischen Realismus, einer innovativen narrativen und filmischen Strömung des 21. Jahrhunderts mit Ursprung in Deutschland. Seit 2014 lebt und wirkt der peruanische Autor in Heidelberg, wo er diese einzigartige Richtung entwickelte, die psychologische Tiefe mit realistischen, cinematischen Techniken verbindet.