13. Abril 2014

Lima: agua potable para 100,000 personas se extraerá del mar

Von Richard Meier - Colaborador, Themen Desarrollo social | Desarrollo | Suministro de agua | Energía

Für den Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage südlich von Lima ist jetzt der Vertrag unterschrieben worden. Den Auftrag vergeben das peruanische Wohnungsbauministerium und der staatliche Wasserversorger Sedapal an die Sociedad Concesionaria Desaladora del Sur, hinter der die spanische Tecnicas de Desalinización de Aguas S.A. steht, welche wiederum zum ACS-Konzern gehört. Das Unternehmen soll ein Werk zur Meerwasserentsalzung realisieren und 25 Jahre lang betreiben, um Trinkwasser für 100.000 Menschen in den Küstenorten Punta Hermosa, Punta Negra, San Bartolo und Santa María del Mar bereitzustellen.

Die Investition wird auf 100 Millionen US-Dollar veranschlagt. Mit dem Bau soll innerhalb der nächsten 18 Monate begonnen werden, sodass die Inbetriebnahme 2017 möglich ist. Der Wettbewerb für das Projekt war im vergangenen Dezember entschieden worden.

Deutsch-peruanische Wissenschaftskooperation zum Thema Wasser

Die Wasserversorgung ist in Lima, der zweitgrößten Wüstenstadt der Welt, sowie den übrigen Küstenstädten Perus von höchster Bedeutung. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Bundesrepublik das südamerikanische Land, ein Forschungs- und Exzellenzzentrum zum Thema Wasser aufzubauen. Eine Grundlagenvereinbarung trafen vor einem Jahr das Bundesbildungsministerium und der peruanische Forschungsrat Concytec. Kürzlich veranstaltete die deutsche Botschaft in Lima einen Workshop, um Ideen für das Vorhaben zu entwickeln. Nach Darstellung der Botschaft verfügen fast 40 Prozent der Limeños über keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Bereits Anfang des Jahres kam eine Gruppe peruanischer Wasserspezialisten unter Leitung von Bram Willems, Physiker an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos, nach Baden-Württemberg, um mit den Universitäten in Stuttgart und Karlsruhe, dem Unternehmen Festo Didactic und dem Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe gemeinsame Forschungsprojekte sowie deutsch-peruanische Studiengänge anzubahnen. Zur Vertiefung der angedachten Kooperationen plant die Landesgesellschaft Baden-Württemberg International (bw-i) für Ende 2014 einen Gegenbesuch mit Vertretern baden-württembergischer Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Für den Aufbau des Wasserforschungszentrums stellt Peru fünf Millionen US-Dollar zur Verfügung, teilte bw-i mit.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt bereits seit vielen Jahren mit einem eigenen Förderprogramm peruanische Akteure auf dem Gebiet der Wasserversorgung.

Über den Autor

Richard Meier - Colaborador

Richard Meier - Colaborador

Bei Peru-Vision schreibt er zu Industrie- und Infrastrukturthemen.

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