19. September 2015

Hersteller von PVC-Rohren planen neue Fabriken in Peru

Von Richard Meier - Freier Mitarbeiter, Themen Chemie | Wasserversorgung | Investition geplant | Newsletter - 2015 - 10 Oktober | Maschinen / Anlagen

Hersteller von PVC-Rohren planen neue Fabriken in Peru

In Peru planen derzeit mehrere Hersteller von Kunststoffrohren den Ausbau ihrer Produktionsstätten. So will das Unternehmen InyctoPlast in Arequipa im kommenden Jahr ein neues Werk errichten und zudem seine Kapazitäten in Lima erweitern. Vor einem Jahr habe man damit begonnen, die bestehende Fabrik mit Maschinen aus den USA zu modernisieren, sagt Firmenchef Marcel Maccagno in der Zeitung Gestion. Derzeit prüfe man Käufe in Italien, Österreich und Deutschland, um die Fertigung zu verbessern und die Produktpalette aus PVC-Rohren, entsprechendem Zubehör und Klebstoffen zu erweitern.

Auch der Industrierohre-Fabrikant T&T ist in diesem Jahr dabei, durch neue Maschinen seine Produktion in Lima um 30 Prozent zu steigern und den Exporte auf weitere Nachbarländer auszudehnen, wie Verkaufsleiter Renato Torres dem Blatt mitteilte. Ein weiteres Beispiel ist die peruanische Gesellschaft von Mexichem. Sie beabsichtigt, von Mitte 2016 an in Chiclayo eine Fabrik zu errichten, die die beiden Standorte in Lima und Arequipa ergänzt. Den diesjährigen Verkaufsumsatz mit Plastikrohren und Zubehör schätzt Geschäftsführer Carlos Campillo auf 90 Millionen US-Dollar; die Hälfte davon wird in Gebäuden, 40 Prozent im öffentlichen Wasserleitungsnetz und der Rest im Bergbau sowie in der Landwirtschaft eingesetzt.

Die Firma Tuboplast will an ihrem Standort in Lurín eine neue Produktionslinie für Rohre aus PVC, Polyethylen und Polypropylen einrichten und dadurch ihren Ausstoß verdreifachen. Die Investitionen beziffert Geschäftsführer Carlos Allen Tesei auf 100 Millionen Soles (30 Mio. Euro), die Inbetriebnahme strebt er für Ende 2016 an. Der Markt für PVC-Rohre hat nach seinen Angaben in Peru ein Volumen von 560 Millionen Soles (155 Mio. Euro), bei einem Wachstum von etwa fünf Prozent im vergangenen Jahr. Der eigene Anteil liege bei 13 Prozent. Zusammen mit den übrigen Produkten werde man im laufenden Jahr bis zu 100 Millionen Soles umsetzen. Der ebenfalls in Lurin ansässige Konkurrent Koplast kündigte im April in der Zeitung an, um den Jahreswechsel 2016/2017 eine zweite Fabrik zu eröffnen, unter anderem um nach Bolivien zu exportieren.

Schließlich will der spanische Hersteller Molecor, der seit drei Jahren in Peru seine Rohre aus molekular orientiertem PVC verkauft, zusammen mit dem Partner Cidelsa eine eigene Fertigung im Land aufbauen. Für das Werk in Chilca rechnet Antonio Benedicto, Lateinamerika-Chef von Molecor, mit Investitionen von 15 Millionen US-Dollar. Im kommenden Jahr könnte der Bau beginnen. (Quellen: Gestion über InyctoPlastT&T, Mexichem, Tuboplast, Koplast, Molecor.)

Über den Autor

Richard Meier - Freier Mitarbeiter

Richard Meier - Freier Mitarbeiter

Bei Peru-Vision schreibt er zu Industrie- und Infrastrukturthemen.

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