Die Wirtschaftskommission des Kongresses lud im Oktober 2025 den Zentralbankdirektor Julio Velarde ein, um den internationalen Kontext, die Lage der peruanischen Volkswirtschaft und konkrete Politikempfehlungen für 2025–2026 darzustellen.
Velarde sagt, die Weltwirtschaft wächst langsam, aber stetig. Peru hat im Vergleich zu anderen Ländern in der Region eine starke Wirtschaft (2025 rund 3,2% und 2026 etwa 2,9%). Er sagt, dass Peru hohe Reserven (um 86 Mrd. US Dollar), einen stabilen Wechselkurs (in den letzten 25 Jahren real um etwa 5% aufgewertet) und niedrige Inflationsraten (2025: 1,7-2 %) hat. Das liegt an den hohen Rohstoffpreisen, den starken Exporten und der guten Finanzpolitik.
Ferner sagt er, dass Private Investitionen wieder wachsen, sind aber gefährdet durch Regeln, Politik und Eingriffe wie Pensionsrückzügen oder Zinsobergrenzen. Er sagt, dass die großen Risiken weniger von der allgemeinen Wirtschaftslage kommen, sondern von der Qualität der Institutionen und der Vorhersehbarkeit wirtschaftspolitischer Entscheidungen.
Zum Schluss gibt er Empfehlungen. Die Regeln für Steuern und Eigentum schützen, den Rechtsstaat stärken, Genehmigungen einfacher machen und die Zentralbank unabhängig halten. Peru kann seine Position als relativ stabiler Anker in der Region sichern, wenn es neue Instrumente wie eine digitale Zentralbankwährung einsetzt.