Noticias sobre la política peruana

El Estado del Perú es una república democrática, social, independiente y soberana. Representa una unidad y es indivisible. El Estado es representativo, descentralizado y organizado según el principio de la separación de poderes. La posición del presidente dentro del poder ejecutivo dispone desde la enmienda constitucional de 1993 de poderes de gran alcance. El Presidente del Estado es Jefe de Estado, Comandante en Jefe de las Fuerzas Armadas y Jefe de Gobierno.

tokapus

22. Febrero 2026

Las posibles consecuencias del cambio de poder en Perú para los inversores y los mercados

Politische Instabilität und wirtschaftliche Unsicherheit

Obststand in Markthalle Arequipas

Der erneute Machtwechsel in Peru – ausgelöst durch das Misstrauensvotum gegen José Jerí und die anschließende Wahl von José María Balcázar – ist nicht nur ein politisches Ereignis. Er hat unmittelbare wirtschaftliche Implikationen.

Auch wenn der Prozess verfassungsgemäß verlief, verstärkt er ein zentrales Problem der peruanischen Wirtschaft: chronische politische Unsicherheit.

Zunächst einmal gibt es jedoch keinen Impakt auf den Wechselkurs. Auf den ersten Blick zeigen sich die Wirtschaftssubjekte vom Geschehenen unbeeindruckt.

19. Febrero 2026

Moción de censura contra José Jerí y elección de José María Balcázar como nuevo presidente.

Machtverschiebung im Eiltempo

Obststand in Markthalle Arequipas

Peru hat erneut einen Präsidentenwechsel erlebt – nicht durch Wahlen, sondern durch parlamentarische Dynamik. Nach dem Misstrauensvotum gegen José Jerí wählte der Kongress José María Balcázar zum neuen Parlamentspräsidenten. Aufgrund der verfassungsrechtlichen Nachfolgeregelung übernimmt dieser damit zugleich die Präsidentschaft der Republik.

Was formal als verfassungsgemäßer Prozess erscheint, wirft politisch grundlegende Fragen über Legitimität, Stabilität und das institutionelle Gleichgewicht im peruanischen Staat auf.

11. Febrero 2026

Invertir en Peru con Peru Vision

Analyse und Einordnung von Peru-Vision

Obststand in Markthalle Arequipas

Peru steht 2026 an einem wirtschaftspolitischen Wendepunkt.
Zwischen Infrastrukturmodernisierung, Energiewende, Rohstoffstrategie und institutionellen Reformprozessen entstehen neue Handlungsräume für internationale Akteure.

Für deutsche Unternehmen stellt sich nicht die Frage, ob Peru Potenzial bietet – sondern unter welchen strategischen Voraussetzungen Engagement nachhaltig erfolgreich sein kann.

Peru-Vision versteht sich als deutsch-peruanischer Think-Tank, der wirtschaftliche Entwicklungen analysiert, Investitionstrends einordnet und Entscheidern strategische Orientierung bietet.

11. Febrero 2026

Alemania y Perú 2026: una alianza estratégica con futuro

Aus einem Interview der deutschen Botschafterin Sabine Bloch

Obststand in Markthalle Arequipas

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Peru sind historisch gewachsen, politisch gefestigt und wirtschaftlich dynamisch. Im Jahr 2026 zeigt sich die bilaterale Partnerschaft so vielfältig wie nie zuvor: von milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen über ambitionierte Klimaprojekte bis hin zu intensiven Bildungs- und Kulturaustauschen.

Die jüngsten Entwicklungen verdeutlichen: Deutschland versteht sich nicht nur als Handelspartner, sondern als strategischer Begleiter Perus in zentralen Transformationsprozessen – ökologisch, wirtschaftlich und institutionell.

Aus einem Interview der deutschen Botschafterin in Peru, Sabine Bloch, mit der Revista Economía (Zeitschrift Economía).

26. Enero 2026

¿Ganará un outsider en 2026?

Peruanische Politik und Präsidentschaftswahlen

¿Ganará un outsider en 2026?

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung folgendes Artikel (Erstveröffentlichung bei Blog Tuesta am 25.01.2026) in abgeänderten Form in Peru-Vision.com zu veröffentlichen.

Es sind weniger als 75 Tage bis zu den Präsidentschafts- und Kongresswahlen und die Favoriten erreichen in den Umfragen Werte von bis zu 10 %, während der Anteil der Unentschlossenen fast 60 % beträgt. Dies führt zu der Überlegung, ob es diesmal wieder einen Außenseiter geben könnte.

In vielen Ländern sind politische Outsider seltene Erscheinungen – in Peru hingegen gehören sie seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil nahezu jeder Wahl. Kaum beginnt ein Wahlprozess, versuchen mehrere Kandidaten, sich als Outsider zu präsentieren – überzeugt davon, dass diese Eigenschaft, ob echt oder gezielt inszeniert, ihnen einen strategischen Vorteil verschaffen kann.

Doch was genau bedeutet es, in der peruanischen Politik ein Outsider zu sein?

16. Noviembre 2025

El partido del fugitivo Vladimir Cerrón y Keiko Fujimori se preparan para las elecciones de 2026.

Wahlkampagne in Peru

El partido del fugitivo Vladimir Cerrón y Keiko Fujimori se preparan para las elecciones de 2026.

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung folgende Artikel (Erstveröffentlichung bei Blog Tuesta am 03.11.  und am 10.11.2025) in Peru-Vision.com zu veröffentlichen.

Im ersten Artikel geht Tuesta Soldevilla auf den Gründer der Partei "Peru Libre" ,Vladimir Cerrón ein. Einst versprach diesePartei Freiheit und Gerechtigkeit. Heute steht die Bewegung für Chaos, Machtspiele und einen flüchtigen Anführer. Die Geschichte eines politischen Traums, der in Rekordzeit zum Albtraum wurde.

Im zweiten Artikel befasst sich Tuesta mit Keiko Fujimori, der Tochter des eins allmächtigen Diktators Alberto Fujimori. Frau Fujimori wagt nach drei Niederlagen den vierten Anlauf auf das Präsidentenamt. Was motiviert diese beispiellose Ausdauer und wie wirkt sich das Erbe der Fujimoris auf Perus Politik aus? Der folgende Beitrag beleuchtet die Chancen und Risiken der "Keiko 4.0".

Beide Parteien treten bei den im April nächsten Jahres stattfindenden Präsidentschafts- und Kongresswahlen an.

27. Octubre 2025

Generación recargada

Aktuelle Entwicklungen

Generación recargada

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung folgende Artikel (Erstveröffentlichung bei Diario Peru21 am 15.10.  und Blog Tuesta 6.10.2025) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen.

Der 1. Artikel beschreibt die Rolle der Jugend der Generation Z in den jüngsten Protesten in Peru. Diese jungen Menschen, geboren zwischen den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren, machen 25,17 % der Wähler aus und sind von der digitalen Welt geprägt. Sie lehnen traditionelle Parteien ab, unterstützen aber Themen wie Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und Antikorruption.

In Peru haben sie eine besondere Erfahrung: Sie erlebten sechs Präsidenten, politische Instabilität, Korruptionsskandale wie Lava Jato, die Pandemie und die Auflösung des Kongresses. Der zweite Artikel geht auf die Demonstration vom 15. Oktober ein, bei der ein Mensch getötet und hunderte weitere verletzt wurden.

28. Febrero 2025

Peru glänzt auf der Ambiente 2025: Messe für Kunsthandwerk und Innovation

Messe Frankfurt vom 07.-11.02.2025

Dirk Hoffmann, CEO der Messe Berlin, bei der Eröffnung

Die Ambiente 2025 in Frankfurt, eine der weltweit bedeutendsten Messen für Dekoration, Wohnen und Geschenke, bringt in diesem Jahr mehr als 4.500 Aussteller aus 170 Ländern zusammen. Unter ihnen hebt sich Peru mit seiner Kunst und Tradition durch 11 Unternehmen und 4 Zentren für technologische Innovation für Handwerk und Tourismus (CITE) unter der Marke „Artesanías del Perú“ hervor, die vom MINCETUR gefördert wird.

Die peruanische Delegation, die im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt wurde, setzt sich aus Unternehmen aus Lima, Amazonas, Ayacucho, Arequipa, Puno und Piura zusammen. Sie stellen Stücke aus, die Innovation und kulturelles Erbe miteinander verbinden: dekorative Textilien, Keramik aus Chulucanas und Ayacucho, Spiegel, Bilder und handgefertigte Kleidungsstücke.

Die Eröffnung des peruanischen Pavillons fand in Anwesenheit des peruanischen Generalkonsuls in Frankfurt, Carlos Linares, des Vizepräsidenten der Messe Frankfurt, Stephan Kursawski, des Vertreters von PromPerú in Deutschland, Erick García, und des Direktors für handwerkliche Entwicklung des MINCETUR, Rusbel Omar, statt. Diese Anerkennung spiegelt die gemeinsamen Bemühungen der peruanischen Unternehmen und des Teams der Messe Frankfurt in Peru wider, die sich mit Leidenschaft für die nationale Präsenz auf dieser globalen Plattform einsetzen.

28. Febrero 2025

Perú deslumbra en la Feria Ambiente 2025: Artesanía e Innovación

Messe Frankfurt del 7 al 11 de Febrero 2025

Dirk Hoffmann, CEO der Messe Berlin, bei der Eröffnung

La Feria “Ambiente 2025” en Frankfurt, una de las más prestigiosas del mundo en artículos de decoración, hogar y regalo, reúne este año a más de 4,500 expositores de 170 países. Entre ellos, Perú destaca con su arte y tradición a través de 11 empresas y 4 Centros de Innovación Tecnológica de Artesanía y Turismo (CITE), bajo la marca “Artesanías del Perú”, impulsada por MINCETUR.

La delegación peruana, seleccionada mediante concurso público, está integrada por empresas de Lima, Amazonas, Ayacucho, Arequipa, Puno y Piura. Exhiben piezas que fusionan innovación y herencia cultural: textiles decorativos, cerámica de Chulucanas y Ayacucho, espejos, imaginería y prendas artesanales.

La inauguración del pabellón peruano contó con la distinguida presencia del Cónsul General de Perú en Frankfurt, Carlos Linares; el vicepresidente de Messe Frankfurt, Stephan Kursawski; el representante de PromPerú en Alemania, Erick García; y el director de Desarrollo Artesanal de MINCETUR, Rusbel Omar. Este reconocimiento refleja el esfuerzo conjunto entre las empresas peruanas y el equipo de Messe Frankfurt en Perú, quienes impulsan con pasión la presencia nacional en esta plataforma global.

27. Febrero 2025

18. Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft

Eine strategische Brücke zwischen Deutschland und Lateinamerika

Dirk Hoffmann, CEO der Messe Berlin, bei der Eröffnung

Die 18. Lateinamerikakonferenz der Deutschen Wirtschaft fand am 4. Februar 2025 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt und hat sich als wichtiges Forum zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Lateinamerikas und der Karibik etabliert. Die von der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft (LAI) organisierte Veranstaltung zog namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Diplomatie und Wirtschaft an. In diesem Zusammenhang erlangten die Wirtschafts- und Handelsblöcke Mercosur und die Pazifik-Allianz besondere Bedeutung.

Bemerkenswert war die Anwesenheit von Botschaftern und Vertretern wichtiger Organisationen wie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und den deutschen Außenhandelskammern in Lateinamerika und der Karibik (AHK) sowie von hochrangigen Vertretern der Mercosur-Länder, darunter Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Der Botschafter von Peru, S.E. Augusto David Teodoro Arzubiaga Scheuch, spielte eine wichtige Rolle in den Diskussionen über Handels- und Investitionsmöglichkeiten in der Region.

26. Febrero 2025

18ª Conferencia Latinoamericana de la Economía Alemana

Un puente estratégico entre Alemania y América Latina

Dirk Hoffmann, CEO der Messe Berlin, bei der Eröffnung

La 18ª Conferencia Latinoamericana de la Economía Alemana se llevó a cabo el 4 de febrero de 2025 en Haus der Deutschen Wirtschaft en Berlín, consolidándose como un foro clave para el fortalecimiento de las relaciones económicas entre Alemania y los países de América Latina y el Caribe. El evento, organizado por la Iniciativa Latinoamericana de la Economía Alemana (LAI), atrajo a distinguidas personalidades del ámbito político, diplomático y empresarial. En este contexto, los bloques económicos y comerciales Mercosur y la Alianza del Pacífico adquirieron especial relevancia.

Destacada fue la presencia de embajadores y representantes de organismos clave como la Cámara de Comercio e Industria Alemana (DIHK) y las Cámaras de Comercio Exterior de Alemania en América Latina y el Caribe (AHK), además de funcionarios de alto nivel provenientes de los países del Mercosur, entre ellos Brasil, Argentina, Paraguay y Uruguay. El embajador del Perú, S.E. Augusto David Teodoro Arzubiaga Scheuch, tuvo una participación relevante en las discusiones sobre las oportunidades comerciales y de inversión en la región.

06. Junio 2024

Si no puedo ganarte, te desaparezco

Die politische Krise in Peru setzt sich fort

Si no puedo ganarte, te desaparezco

Der kaum legitimierte peruanische Kongress (laut Umfragen nur 6% Zustimmung) ist in den letzten Wochen sehr aktiv in Reformen und Verfassungsänderungen, die darauf abzielen, die autonomen Institutionen zu beeinflussen, um parteipolitische Interessen durchzusetzen. So die Ergänzung der Legislative durch eine 2. Kammer, einen Senat, die Ersetzung des Nationalen Richterrates JNJ, der u.a. Richter, Staatsanwälte und den Leiter der Wahlbehörde ONPE wählt, durch andere Institutionen. Der peruanische Kongress hat nun in einer ersten Abstimmung der Abschaffung der regionalen Bewegungen zugestimmt. Damit setzt er seine Einflussnahme auf die autonomen Institutionen fort.
Peru-Vision dankt Fernando Tuesta Soldevilla für die Erlaubnis, den folgenden Artikel über die Abschaffung der regionalen Bewegungen durch den Kongress in voller Länge auf Peru-Vision.com zu veröffentlichen (Nach der jüngsten Umfrage sind 61% der Befragten dagegen.) .

14. Marzo 2023

Legitimidad en porcentajes

Die politische Krise in Peru setzt sich fort

Legitimidad en porcentajes

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung den folgenden Artikel (Erstveröffentlichung bei El Comercio am 27.02.2023) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen. Unruhen dauern In Peru an und die Demonstrierenden fordern Neuwahlen.  

Umfragen ermöglichen, die Meinungen der Bürger näher kennenzulernen. Sie sind besonders nützlich für die Kontextualisierung und Entscheidungsfindung. Die jüngsten Veröffentlichungen geben Aufschluss darüber, was im Land geschieht und wie es von den Bürgern wahrgenommen wird. Dabei handelt es sich um Meinungen, die nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen, sondern dem, was in den Köpfen und Wahrnehmungen der Menschen - also der Realität - vorgeht. Auf dieser Grundlage handeln die Menschen. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass die Meinungsbildung ein komplexer Prozess ist und sich nicht auf das beschränken lässt, was die Medien liefern.

04. Marzo 2023

Perú. Historia y política desde 1821

Ein Buch von Michael Hahn

Perú. Historia y política desde 1821

Michael Hahn, Autor und Herausgeber eines umfangreichen Handbuchs zur Geschichte Perus in drei Bänden bzw. fünf Halbbänden mit insgesamt knapp 2.700 Seiten, hat aufbauend auf dem Material des dritten Bandes „Von der Kolonialzeit ins 21. Jahrhundert“, erschienen 2016, das hier vorliegende Buch „Peru. Geschichte und Politik seit 1821“ verfasst. Es „beschreibt die Geschichte Perus der letzten zwei Jahrhunderte, angefangen bei den Wirren der Unabhängigkeitskämpfe bis hin zur Gegenwart.“

Nach einer Darstellung der geografischen und klimatischen Ausgangslage des Landes schildert Hahn in elf Kapiteln kenntnis- und detailreich die peruanische Geschichte:

01. Febrero 2023

¿Y ahora qué?

Abstimmung im Kongress über Wahlvorverlegung 2023

¿Y ahora qué?

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung den folgenden Artikel (Erstveröffentlichung bei El Comercio am 30.01.2023) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen. Unruhen dauern In Peru an und die Demonstrierenden fordern Neuwahlen. Am 1. februar soll im Kongress über vorgezogenen Wahlen in diesem Jahr abgestimmt werden. 

Die Zahl der Toten ist höher als die Zahl der Tage dieser Regierung. Der erschreckenden Zahl von 57 Toten - die meisten von ihnen infolge der Repression -, Hunderten von Verletzten und einem enormen wirtschaftlichen Schaden stehen keine politischen Lösungen gegenüber, die diesem in der jüngeren peruanischen Geschichte beispiellosen Strudel der Gewalt ein Ende setzen könnten. Der Ernst der Lage im Lande erfordert dringend politische Lösungen.
Wahlen sind der einzige Weg, um den Konflikt zu bearbeiten. Den Aufrufen zu Dialog, Konsens und Ordnung fehlt es an Kraft, da sie von der Regierung (17 % Zustimmung) und dem Kongress (7 %) ausgehen, deren Legitimität gering ist.

30. Enero 2023

Callejon sin salida en Perú

Regierungsrede der Präsidentin Dina Boluarte am 29.01.2023 im peruanischen Fernsehen

Peru erlebt einen der kritischsten Momente seiner jüngsten Geschichte. In nicht mal zwei Monaten ist der gewählte Präsident Pedro Castillo nach einem versuchten Selbstputsch vom Kongress abgesetzt und ist verfassungsmäßig von der Vize-Präsidentin Dina Boluarte abgelöst worden. Danach fanden Demonstrationen landesweit statt, die den tragischen Tod von mehr als 60 Personen und Tausenden verletzten mit sich gebracht haben.

Die Situation scheint nicht unter Kontrolle zu sein und die Demonstranten fordern den Rücktritt Boluartes, das Abhalten sofortiger Neuwahlen und neue Verfassung. Die Wahlen könnten noch in diesem Jahr stattfinden, wenn der Kongress in zwei Legislaturperioden mit Zweidrittelmehrheit dies zustimmt. Die Abstimmung im Plenum am 27./28 Januar scheiterte. Die Präsidentin trat am Sonntag, den 29. Januar im Fernsehen und verkündete das Einreichen von Gesetzesvorlagen zu den Wahlen und zur neuen Verfassung. Hiermit möchte sie Druck auf den Kongress ausüben.

Demonstrationen in Lima (am 29. 01. gab es wieder ein Todesopfer) und -vor allem- im Süden des Landes klingen aber nicht ab. Die Straßenblockaden, die die Versorgung der größeren Städte und Exporte erschweren, halten an.

17. Enero 2023

Propuesta de elecciones adelantadas en Perú

Eskalation der Konflikte in Peru

Propuesta de elecciones adelantadas en Perú

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung den folgenden Artikel (Erstveröffentlichung bei El Comercio) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen. In Anbetracht der Eskalation der Demonstrationen, bedauerliche Todesfälle und Ausrufen des Ausnahmezustand in Lima, mehren sich die Stimmen die ein schnelleres Durchführen von allgemeinen Wahlen fordern. Der Politologe Tuesta zeigt im folgenden Artikel einen möglichen Ausweg.

Laut Ipsos und IEP erreicht die Zustimmung zu Dina Boluarte nur ein Fünftel der Peruaner. Im Gegensatz dazu liegt ihre Ablehnung bei überwältigenden 71 Prozent. Was den Kongress betrifft, so ist die Ablehnung durchschlagend. Sie liegt bei 80 %. Mit anderen Worten: Die Vertretungsorgane haben eine geringe Legitimität, so dass ihre Maßnahmen kaum eine Chance haben, akzeptiert zu werden. Es ist für jede Regierung schwierig, sich auf diese Weise zu erhalten. Die Spannung und die Wut der Demonstrationen - mit bedauerlichen Toten und Verletzten und der Zerstörung von öffentlichem und privatem Eigentum - müssen durch einen geordneten und rechtsstaatlichen Verkehr kanalisiert werden. Andernfalls kann sie außer Kontrolle geraten und den Extremismus mit antidemokratischen Ansätzen stärken.

04. Enero 2023

Lo imprescindible de la reforma política

Einrichtung eines Zweikammersystems

Lo imprescindible de la reforma política

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung den folgenden Artikel (Erstveröffentlichung bei El Comercio) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen. Der Autor dieses Artikels berät die für Verfassungsänderungen zuständige Kommission des aktuellen Kongresses. 

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Keine politische Reform wird sich gravierend auf die Qualität der Institutionen und der Vertretung auswirken, die im Jahr 2024 gewählt werden. Der bereits seit Jahren andauernde Verfall der peruanischen Politik ist so tiefgreifend, dass es einige Zeit dauern wird, sie wiederaufzubauen. Es kann bessere Regeln und institutionelle Strukturen geben, aber selbst dann gibt es keine Garantie, dass sich die Qualität der Politiker verbessert. Es ist so, als würde man ein modernes und intelligentes Gebäude mit Standards für die Bewohner errichten, aber nichts garantiert seine ordnungsgemäße Nutzung und Instandhaltung.

12. Diciembre 2022

Los dilemas mayúsculos

Zwischen Selbstputsch, Präsidentin und Demonstrationen

Los dilemas mayúsculos

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung den folgenden Artikel (Erstveröffentlichung bei El Comercio) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen. Letzte Woche überraschte ein Selbstputsch des Ex-Präsidenten Pedro Castillo die öffentliche Meinung. Für den gleichen Tag war eine Abstimmung über Amtsenthebung des Präsidenten im Plenum des Kongresses vorgesehen. Innerhalb von Stunden wurde der Präsident abgesetzt, Castillo gefangen genommen und die erste Präsidentin Perus, Dina Boluarte, vereidigt. Im folgenden Artikel zeigt uns Fernado Tuesta Soldevilla mögliche künftige Szenarien. 

Die politische Krise wird weitergehen, und es wurden neue breite Öffnungen (boquerón) aufgedeckt. Der Putschversuch eines gescheiterten Präsidenten war nur die letzte Episode in der neuesten Staffel des Dramas, das nicht erst im letzten Jahr begonnen hat. Wie alle breite Öffnungen kann sie nicht mit Kieselsteinen zugedeckt werden, da die Unsicherheit der Politik extrem ist. Auch wenn ein Putschversuch vereitelt wurde, dessen Protagonist für seine Dreistigkeit büßen muss, ist dies in Wahrheit nichts anderes als der Triumph antidemokratischer Kräfte, die bereit sind, die ohnehin schwachen Institutionen zu sabotieren und zu bombardieren.

29. Noviembre 2022

El desequilibrio se sufrirá mañana

Zur aktuellen Lage in Peru

El desequilibrio se sufrirá mañana

Peru-Vision bedankt sich bei Fernando Tuesta Soldevilla für die Genehmigung den folgenden Artikel (Erstveröffentlichung bei El Comercio) in voller Länge in Peru-Vision.com zu veröffentlichen. Im folgenden Artikel geht Tuesta Soldevilla auf die Kämpfe zwischen Exekutive und Legislative vor dem Hintergrund, dass die Regierung die Vertrauensfrage gestellt und der Kongress eine Amtsenthebung des Präsidenten beantragt hat, ein.

Die Regierung wurde durch ihre Unfähigkeit zu regieren diszipliniert und hat Korruptionshandlungen zugelassen oder sich daran beteiligt, wie in den Medien vielfach berichtet wurde. Der Kongress hat ihn in der Qualität seiner Arbeit nicht übertroffen und steht ihm in seiner miserablen ethischen Leistung in nichts nach. Dies hat ihm eine große öffentliche Ablehnung eingebracht, mehr als die der Regierung, was zu viel sagt.

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