23. Junio 2022

La pobreza disminuyó en Peru en el 2021

Von Gerardo Basurco - Redactor, Themen Desarrollo social | Boletín - 2022 - 24 junio | Noticias sobre negocios

In Peru droht jedoch eine Hungerkatastrophe

La pobreza disminuyó en Peru en el 2021

Der jüngste technische Bericht "Entwicklung der monetären Armut 2010-2021", der vom Nationalen Institut für Statistik und Informatik (INEI) veröffentlicht wurde, zeigt, dass im Jahr 2021 25,9 % der peruanischen Bevölkerung in Armut lebten (2020: 30,1%, 2019: 20,2%), was einer Reduktion von 4,2 im Vergleich zu den Zahlen von 2020 bedeutet aber immer noch einen Anstieg von 5,7 % gegenüber 2019. Weiterhin wird mit 34,6% der Anteil von Armut bedrohter Menschen angegeben, die bei Auftreten veränderter ökonomischen Bedingungen in die Armut rutschen können. Der Grenzkonflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigt bereits erhebliche Auswirkungen auf Peru, nämlich die internationale Steigerung von Lebensmittelpreisen hat zu einer erheblichen Steigerung der Kosten für den Korb mit Grundnahrungsmitteln geführt. Betrug dieser in Lima 429 Soles (peruanische Währungseinheiten, 110,3 Euro) im April 2021, so stieg diese auf 503 Soles (129,3 Euro) im April 2022, eine Steigerung um 17%. (infobae). Ferner der Importausfall von künstlichen Düngemitteln aus Russland gefährdet die im August beginnende Aussaatkampagne im Lande.

Allgemeine Daten und Begriffe von Armut

Im Jahr 2021 belief sich der Anteil der monetären Armut auf 25,9% der Gesamtbevölkerung des Landes. Dies wurde vom INEI gemäß den Ergebnissen der nationalen Haushaltserhebung 2021 (ENAHO) bekannt gegeben. Das INEI legte fest, dass als Bevölkerung in Armut diejenige gilt, deren Pro-Kopf-Ausgaben unter dem Wert der Armutsgrenze (Linea de pobreza) liegen, der dem Wert des Mindestwarenkorbs in Höhe von 378 Soles (ca. 97 Euro) pro Person und Monat entspricht.

In Peru werden zur Messung der monetären Armut die Ausgaben als Indikator des Wohlbefindens - im Vergleich zu Deutschland wo er vom Einkommen abhängt - betrachtet, wobei der Wert des Mindestwarenkorbs (Nahrungsmittel und Nicht-Nahrungsmittel) für 2021 mit 378 Soles pro Monat und Person festgesetzt wurde. Für eine vierköpfige Familie betragen die Kosten des Familienkorbs 1.512 Soles (ca. 389 Euro). Also gelten Personen, deren monatliche Pro-Kopf-Ausgaben unter 378 Soles liegen, als arm.

Der Mindestnahrungsmittelkorb (Extreme Poverty Line) wird zur Messung der extremen Armut verwendet, die für 2021 mit 201 Soles Soles (ca. 49 Euro) pro Monat und Person berechnet wird (eine vierköpfige Familie hat also S/ 804 Soles (ca. 206,7 Euro) im Monat zur Verfügung. Es ist daran zu erinnern, dass die extreme Armut einen Haushalt definiert, dessen Pro-Kopf Ausgaben unter den Kosten für den Korb mit Nahrungsmitteln liegen. Im Jahr 2021 waren 4,1 % der Bevölkerung von extremer monetärer Armut betroffen.

Geographische Aufteilung der Armut 

Nach geografischen Gebieten aufgeschlüsselt, betraf die monetäre Armut 39,7 % der Bevölkerung in ländlichen Gebieten und 22,3 % in städtischen Gebieten; der stärkste Rückgang wurde in ländlichen Gebieten mit 6,0 Prozentpunkten im Vergleich zu 2020 verzeichnet, in städtischen Gebieten betrug der Rückgang 3,7 Prozentpunkte. Im Vergleich zu 2019 stieg die Armutsquote in städtischen Gebieten um 7,7 Prozentpunkte.

2021Mapa PobrezaDie höchste Armutsquote wiesen das geographische Gebiet des ländlichen Berglands mit 44,3% und mit 35% von der ländlichen Bevölkerung des Urwalds auf. Danach folgte das städtische Bergland mit 23,3%. der städtische Urwald mit 21,6%, die ländliche Küste mit 21,5% und die städtische Küste 17,9%. Im Großraum Lima betrug die Armutsquote 24,9%.
Die regionale Aufteilung zeigt, dass die Regionen (departamentos) von Ayacucho, Cajamarca, Huancavelica, Huánuco, Loreto, Pasco und Puno mit Werten zwischen 36,7 und 40,9% die höchsten Armutsquoten haben.

Extreme Armut

Im Jahr 2021 waren 4,1 % der Bevölkerung von extremer monetärer Armut betroffen (2020: 5,1%, 2019: 2,9%). In ländlichen Gebieten betrug die extreme Armut 12,1% (2020: 13,7%, 2019: 9,8%, in städtischen Gebieten auf der anderen Seite 2,1% (2020: 2,9%, 2019: 1%).

Pobreza extrema2012 2021

Dimensionen der Armut

Dimensionen Armut2021

Der Anteil der Kinder im Alter von 6 bis 35 Monaten aus armen Haushalten im Jahr 2021, die von Blutarmut betroffen waren, betrug 38,8%. Bei den Kindern unter 5 Jahren war der Anteil der chronisch unterernährten mit 11,5% keinen Zugang hoch (1 auf der Grafik). 
Die Nationale Haushaltserhebung (ENAHO) ergab ferner, dass 28,1% aller Haushalte keinen Zugang zu öffentlichen  Entwässerungsdiensten und 10,7% keinen Zugang zum öffentlichen Dienst der Wasserversorgung hatten. In den armen Haushalten betrugen diese Anteile jeweils 50% und 24,2% (2 auf der Grafik)..
Während 16,5% der Bevölkerung im Alter von 12 bis 16 Jahre die Sekundarstufe nicht besuchte, betrug dieser Anteil 21,8 bei den armen Jugendlichen (3 auf der Grafik).
Im Jahr 2021 war 76,8% der Bevölkerung älter als 14 Jahre im informellen Sektor beschäftigt (4 auf der Grafik). Bei den armen Haushalten betrug dieser Anteil sogar 92,2%, d.h., dass von Ihnen lediglich 8 von 100  Personen eine formelle Beschäftigung (sozialversichert und unter Berücksichtigung des Mindestlohns) nachgehen.
Insgesamt 16,1% der Bevölkerung konnten Ihrer Grundbedürfnisse nicht befriedigen (5 auf der Grafik). Bei den armen Haushalten war dieser Wert mindestens doppelt so hoch.

Zugang zu IKT

Internet Mobile 2021 MapaWas den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) betrifft, so verfügten 2021 91,9% der armen Haushalte über ein Mobiltelefon (2020: 89,3, 2019:  84,4%), und 28% (2020: 18% ,2019: 7,1%) über einen Internetzugang, was  eine signifikante Verbesserung dieser Dienste bedeutet. Die geografische Verteilung dieser Dienste, lässt auf deutliche Unterschiede in der Infrastrukturellen Ausstattung schließen.
Ferner haben 15,8% der armen  Haushalte  Kabelfernsehen und 14,1% einen PC oder ein Laptop. 

Armut und Zugang zu staatlichen Programmen

Im Jahr 2021 hatten von der Gesamtzahl der Haushalte in Armut 56,5% Zugang zu sozialen Nahrungsmittelprogrammen (2019: 60,8%), 38% der armen Haushalte hatten Zugang zu einem anderen Hilfsprogrammen - wie Juntos, FISE und Pension 65, und 84,1% erhielten einen COVID-19 Gutschein.

Quelle: INEI1 (Präsentation), INEI2 (Pressemeldung von Mai 2022), INEI3 (Technischer Bericht) und INEI4 (detaillierte Daten).

Über den Autor

Gerardo Basurco - Redactor

Gerardo Basurco - Redactor

Er betätigt sich als Berater und Projektleiter in der Privatwirtschaft und ist Dozent in Entwicklungspolitik und Landeskunde Lateinamerikas für die AIZ/GIZ. Zudem verfügt er über langjährige Erfahrung in der Kooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika.
Bei Peru-Vision ist er zuständig für den Bereich Wirtschaft und Politik sowie Consulting.

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