26. Agosto 2018

Die transkontinentale Eisenbahn (proyecto Bioceánico) macht Fortschritte

Von Gerardo Basurco, Themen Bau/Infrastruktur

Rainer Bomba in La Paz, ABI, Foto © R. Martínez Candia

Der spanische Präsident Pedro Sánchez erklärte in Madrid bevor er seine Lateinamerika-Reise antritt, dass Spanien die transkontinentale Eisenbahn unterstützen wird, die durch Brasilien, Bolivien und Peru führen wird (Wir berichteten). Letzte Woche weilte auch eine deutsche Delegation unter der Leitung des Ex-Staatssekretärs Rainer Bomba in La Paz, die deutsche Bauwerkkunst im Tunnelbau präsentierte. Rainer Bomba kündigte in La Paz an, dass im nächsten September eine hochrangige bolivianische Delegation mit einem Deutsch-Schweizerischen Konsortium in Berlin zusammenkommen wird, um dessen Beteiligung zu konkretisieren.

Lateinamerika -Reise des spanischen Präsidenten Pedro Sánchez

Spanischer Präsident Pedro SánchezPedro Sánchez wird am Dienstag, den 28. August in Santa Cruz de la Sierra auf seiner Lateinamerika-Reise haltmachen, die ihn auch nach Chile, Kolumbien und Costa Rica bringen wird. Dort wird Sánchez den bolivianischen Präsidenten Evo Morales treffen und eine Absichtserklärung über die Beteiligung Spaniens an der transkontinentalen Eisenbahn unterzeichnen. Während die spanische Regierung versicherte (Spanische Zeitung ABC) , dass es spanische Unternehmen gibt, die an dem Projekt in Bolivien interessiert sind, äusserte Morales vor der bolivianischen Presse, dass Spanien sich an der Finanzierung des ehrzeigen Vorhabens beteiligen würde.

In Bolivien möchte Spanien - nach Angaben der Regierung- eine Botschaft der vollen Unterstützung für die spanische Zusammenarbeit in Lateinamerika aussenden und wird in diesem Zusammenhang auch ein Abkommen zur Förderung dieser Hilfe in den nächsten vier Jahren unterzeichnen.

Deutsch-Schweizerisches Konsortium

Der Ex-Staatssekretär vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Integration BMVI Rainer Bomba traf am 23. August in La Paz ein, um über Vereinbarungen mit bolivianischen Behörden zu beraten, die von Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz auf einer Veranstaltung im nächsten Monat in Berlin ratifiziert werden sollen.

Bekanntlich hat Deutschland die Finanzierung des Mega-Projekts mit Bolivien im März 2017 und die Schweiz im Dezember desselben Jahres unterzeichnet. Bomba, der im März dieses Jahres aus dem Amt ausgeschieden ist, verfolgte das Verfahren zwischen den drei Regierungen aufmerksam.

Treffen Bomba und MoralesNach dem Treffen sagte Bomba «Wir haben uns darauf geeinigt, dass sich die Deutschen und Schweizer zusammen mit Spezialisten (im Schienenverkehr) im September in Deutschland treffen werden, um Vereinbarungen und Entscheidungen zu treffen". Weiter sagte er "Wir haben dem Präsidenten gezeigt, was mit modernster Technik im Tunnelbau nicht nur für die transkontinentale Eisenbahn, sondern auch für Wasserkraft- und Wasserressourcenprojekte erreicht werden kann. Ich habe den weltweit führenden Spezialisten für Tunnelbohrmaschinen aus Deutschland, Herrenknecht, mitgebracht» (La Razón).
Auf dem Treffen mit den bolivianischen Behörden, wurde auch über deutsche Investitionen im Lithium-Bereich gesprochen. Im April dieses Jahres wählte Bolivien das deutsche Unternehmen ACI Systems GmbH als Partner für die Industrialisierung des bolivianischen Lithiums. Das Vorhaben beinhaltet die Installation einer Anlage zur Herstellung von Batterien aus diesem Alkalimetall, deren Produkte hauptsächlich dem Automobilsektor in Europa zugutekommen soll.

Über den Autor

Gerardo Basurco

Gerardo Basurco

Er betätigt sich als Berater und Projektleiter in der Privatwirtschaft und ist Dozent in Entwicklungspolitik und Landeskunde Lateinamerikas für die AIZ/GIZ. Zudem verfügt er über langjährige Erfahrung in der Kooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika.
Bei Peru-Vision ist er zuständig für den Bereich Wirtschaft und Politik sowie Consulting.

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