24. Julio 2018

FIESTA PERÚ 2018: Folklore und Musik aus den Anden

Von Sylvia Fahrland - Schwarzwälder Bote, Themen Feste | Newsletter - 2018 - 08 August

Fiesta Peru | Neues Catering und abwechslungsreiches Bühnenprogramm / Kuba als Gastland

FIESTA PERÚ 2018: Folklore und Musik aus den Anden

Bei der fünften Fiesta Peru im Klosterhof gab es für Auge, Ohr und Gaumen mit neuen Impulsen durch das Gastland Kuba eine gelungene Mischung aus Tänzen, Musik, Cocktails und kulinarischen Spezialitäten.
Von Sylvia Fahrland

Oberndorf. Der Mut des Veranstalters Guerlio Peralta von Peru-Vision, das Fest der Sinne unter freiem Himmel durchzuziehen, wurde belohnt. Am Samstagabend stabilisierte sich die Wetterlage, ein paar vereinzelte Tropfen waren nicht der Rede wert.

Nach und nach fanden sich etwa 250 Gäste ein. Die langen Warteschlangen bei der Essensausgabe waren passé. Diesmal gab es ausschließlich Lob für das hervorragende Catering. Andrés Cerdeña von Rocoto & Sour war eigens mit einem zweiköpfigen Team aus Berlin angereist und setzte mit vielen Kostproben der peruanischen Küche bei Quinoa-Salat, Sandwich, warmen Speisen und süßen Desserts neue Maßstäbe.

Rafael BaroBegrüßt wurden die Gäste zu Programmbeginn von den Eheleuten Guerlio Peralta und Martina Vogt, die von einem Team aus 25 ehrenamtlichen Helfern, bestehend aus Familienmitgliedern, Kollegen und Freunden bei der Bewirtung und dem reibungslosen Ablauf wirkungsvoll unterstützt wurden.

"Fünf Jahre, ich kann es kaum glauben, und manche sind von Anfang an dabei", freute sich Martina Vogt besonders über die Los Criollos aus Freiburg, die ursprünglich aus Peru stammen. Mit mitreißenden Rhythmen und träumerischen Melodien schufen die Musiker gute Stimmung. Im ersten Teil präsentierten sie Folklore aus den Anden mit typischen Instrumenten wie der Zampoña, der peruanischen Panflöte, und Quena, der "Andenflöte". Es folgten peruanische Musik aus der Küstenregion im Norden sowie afro-peruanische Stücke mit rasanter Percussion.

Mit einem Tanz aus dem peruanischen Urwald begeisterte die Tusuy Tanztheater Kompanie aus Zürich, ebenfalls seit fünf Jahren in Oberndorf präsent. Das Tanzpaar Kusi Kay war zum ersten Mal dabei und nahm in farbenprächtiger Kleidung Bezug auf die Stadt Cusco. In farbenprächtigen Kostümen wirbelte Tusuy erneut auf bloßen Sohlen über die Bühne.

Eine "Marinera" aus dem Norden Perus setzte das leidenschaftliche Werben eines Liebespaares in Szene. In den Pausen lohnte sich ein Besuch bei den Markt- und Infoständen mit peruanischem Schmuck, Alpakamode, Kunsthandwerk und Reisetipps.

Ein echter Glücksgriff war Kuba als Gastland nach Kolumbien, Argentinien und Mexiko. Die vielseitigen Los Criollos überzeugten mit kubanischen Rhythmen aus "Buena Vista Social Club". Der temperamentvolle kubanische Tänzer Rafael Baro zog das Publikum durch eine feurige Darbietung mit seiner Partnerin in seinen Bann und musste als Vortänzer mit Elementen aus Salsa, Rumba, Afro, HipHop, Regedon und vielen anderen Tänzen nicht lange zum Mittanzen animieren.

In der Klosterkirche übertrafen sich die DJ’s El Tigre und Bucanero von der Tanzschule Par Bailar in Rottweil gegenseitig. Beim Salsa-Schnupperkurs hatten die künftigen "Salseros" ihren Spaß. Als leuchtendes Vorbild wirbelten leidenschaftliche Tänzer mit südamerikanischen Wurzeln bis spät in die Nacht umher. Wer eine Verschnaufpause einlegte, konnte vom Sitzplatz die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen von Peru auf sich wirken lassen, die Guerlio Peralta für eine Wandprojektion zusammengestellt hatte.

Tusuy Tanztheater Co.


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