14. Julio 2014

Deutschland und Peru schließen Rohstoffpartnerschaft

Von Richard Meier, Themen Erze | Außenpolitik | Bergbau | Umwelt | Politik | Wirtschaft

Die Regierungen von Deutschland und Peru haben heute Vormittag das im vergangenen Jahr ausgehandelte Abkommen zur Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet. Vorgesehen ist ein regelmäßiger politischer Dialog über diese Themen, wozu eine deutsch-peruanische Regierungsgruppe eingesetzt wird, und die Unterstützung privater Unternehmen, die Verträge in den Bereichen abschließen wollen. Außerdem werden die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das peruanische Institut für Geologie, Bergbau und Metallurgie verstärkt zusammenarbeiten.

30. Junio 2014

Peru erteilt Milliarden-Auftrag für Gaspipeline

Von Richard Meier, Themen Gas/Öl | Bergbau | Wirtschaft | Energie

Der brasilianische Konzern Odebrecht und die spanische Enagás haben den Auftrag für den Bau einer gut tausend Kilometer langen Gasleitung in den Süden Perus bekommen. Das Konsortium, an dem Odebrecht mit 75 Prozent die Mehrheit hält, war neben einer Bietergemeinschaft der Firmen GDF Suez, Sempra, Techint und TGI im Wettbewerb übriggeblieben. Die Baukosten für den "Gasoducto Sur" wurden bislang mit 3,6 Milliarden US-Dollar angegeben. Für die Realisierung haben die Unternehmen nun viereinhalb Jahre Zeit. Einschließlich des späteren Betriebs über 30 Jahre werden sie 7,33 Milliarden US-Dollar investieren, sagte der peruanische Energieminister Eleodoro Mayorga im Interview mit der staatlichen Zeitung El Peruano.

13. Junio 2014

Im Porträt: Ferrostaal entwickelt Industrieanlagen und verkauft Maschinen in Peru

Von Richard Meier, Themen Bau/Infrastruktur | Wirtschaft | Maschinen/Anlagen

Seit über 90 Jahren ist Ferrostaal in Peru präsent. Die ehemalige MAN-Tochter mit Hauptsitz in Essen hat in dem Andenland seither für diverse Industrien Projekte umgesetzt, wie Stahlwerke, Werften, Kraftwerke, Transportsysteme und Infrastrukturprojekte. Aktuell steht die Entwicklung von Industrieanlagen in den Bereichen Petrochemie und Erneuerbare Energien im Vordergrund. Das zweite Standbein des Industriedienstleisters, der in Lima rund 30 Mitarbeiter beschäftigt, ist der Handel mit und der Service für Maschinen. „Unser Umsatztreiber ist heute das Druckmaschinengeschäft“, sagt Tom Koopmann, Geschäftsführer von Ferrostaal Perú.

25. Mayo 2014

Vertrag für Raffinerie-Modernisierung in Nordperu steht

Von Richard Meier, Themen Gas/Öl | Maschinen/Anlagen

Die Modernisierung und Erweiterung der Ölraffinerie Talara in der nordperuanischen Region Piura kann beginnen. Wie das staatliche Erdölunternehmen Petroperú laut der amtlichen Nachrichtenagentur Andina mitteilte, ist der Vertrag mit dem Auftragnehmer, der spanischen Ingenieurgesellschaft Técnicas Reunidas, unterschriftsreif.

Wie berichtet, sollen in die Raffinerie rund 3,5 Milliarden US-Dollar investiert werden, um deren Kapazität von 60.000 auf 96.000 Barrel am Tag zu steigen. Unter anderem soll eine zweite Einheit errichtet werden, die Vorrichtungen zur Entschwefelung und eine sogenannte Flexicoking-Anlage enthält. Die Qualität der erzeugten Treibstoffe Diesel, Benzin und Flüssiggas soll dadurch verbessert werden. Die bisherige Ausrüstung der Raffinerie stammt aus den 50er Jahren. Mit dem Baumaßnahmen will Técnicas Reunidas noch in diesem Jahr beginnen und diese innerhalb von fünf Jahren abschließen.

Técnicas Reunidas entwickelt in Peru außerdem ein Ammoniak-Werk in Paracas für das peruanisch-chilenische Gemeinschaftsunternehmen Nitratos del Perú. Der Auftrag im Volumen von etwa 500 Millionen US-Dollar wurde vor zweieinhalb Jahren erteilt. Ähnliche Projekte realisieren die Spanier in Bolivien.

13. Mayo 2014

Die peruanische Gastronomie erregt erneut die weltweite Aufmerksamkeit

Von Gerardo Basurco, Themen Gastronomie

Zwei peruanische Restaurants unter den ersten 20 besten der Welt

Die peruanische Gastronomie erregt erneut die weltweite Aufmerksamkeit

Die Ministerin füe Aussenhandel und Tourismus Magali Silva überreicht den Chef Virgilio Martínez die Botschafterurkunde (Bildquelle: Marca Peru) für besondere erbrachte Leistungen.

In der Ende April 2014 veröffentlichten Liste der "50 besten Restaurants weltweit" wurden gleich zwei peruanische Restaurants unter den ersten zwanzig aufgeführt. Wer auf „Gaston & Astrid“ als erstplatziertes peruanisches Restaurant getippt hatte, wurde hier eines besseren belehrt. Während das Restaurant des Gastronomiegurus Gastón Acurio und seiner Frau Astrid Gutsche auf Platz 18 landeten (2013 belegten sie noch Platz 14), belegte das „Restaurante Central“ in Lima, das von dem jungen, talentierten Chefkoch Virgilio Martínez geführt wird, den 15. Platz.

26. Abril 2014

Peru erteilt Auftrag für internationalen Anden-Flughafen – zehn weitere Verkehrsprojekte

Von Richard Meier, Themen Flughäfen | Bau/Infrastruktur | Wirtschaft

Kurz nach der Auftragsvergabe für die zweite Metrolinie in Lima hat Peru ein weiteres international beachtetes Verkehrsprojekt auf den Weg gebracht: Der argentinische Flughafenbetreiber Corporación América und die peruanische Andino Investment Holding haben den Zuschlag für die Errichtung und den 40-jährigen Betrieb eines neuen Flughafens nahe der Touristenstadt Cusco in den Anden bekommen. Mit dem Bau soll nach Abschluss von technischen und Umweltstudien in spätestens 18 Monaten begonnen werden. Ende 2018 könnten auf dem "Aeropuerto Internacional de Chinchero-Cusco" die ersten Flugzeuge abheben. In dem 40.000 Quadratmeter großen Terminalgebäude sollen jährlich fünf Millionen Passagiere abgefertigt werden, bei einem Flugbetrieb rund um die Uhr. Nach einem späteren Ausbau soll die Kapazität auf acht Millionen Fluggäste steigen. Vorgesehen sind Direktverbindungen mit Großstädten des Kontinents.

13. Abril 2014

Lima: Aus dem Meer soll Trinkwasser für 100.000 Menschen gewonnen werden

Von Richard Meier, Themen Entwicklung | Soziale Entwicklung | Wasserversorgung | Energie

Für den Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage südlich von Lima ist jetzt der Vertrag unterschrieben worden. Den Auftrag vergeben das peruanische Wohnungsbauministerium und der staatliche Wasserversorger Sedapal an die Sociedad Concesionaria Desaladora del Sur, hinter der die spanische Tecnicas de Desalinización de Aguas S.A. steht, welche wiederum zum ACS-Konzern gehört. Das Unternehmen soll ein Werk zur Meerwasserentsalzung realisieren und 25 Jahre lang betreiben, um Trinkwasser für 100.000 Menschen in den Küstenorten Punta Hermosa, Punta Negra, San Bartolo und Santa María del Mar bereitzustellen.

28. Marzo 2014

Konsortium soll U-Bahn in Lima für 5,7 Mrd. Dollar bauen

Von Richard Meier, Themen Bau/Infrastruktur | Schienen | Wirtschaft

Die peruanische Investitionsbehörde Proinversión hat heute den Auftrag für die zweite Metrolinie in Lima erteilt: Er geht an ein Konsortium der Unternehmen Cosapi (Peru), Salini Impregilo (Italien), Iridium Concesiones de Infraestructura (Beteiligung der spanischen ACS), Vialia Sociedad Gestora de Concesiones de Infraestructura (Beteiligung der spanischen FCC) und  Ansaldo (Italien), welches als einziges in dem Investorenwettbewerb übriggeblieben war. Diese Firmen werden laut ihrem Gebot die 35 Kilometer lange unterirdische Strecke samt rollendem Material für 5,66 Milliarden US-Dollar einschließlich Steuern realisieren, wobei der Finanzierungsanteil des peruanischen Staates bei 3,7 Milliarden US-Dollar liegt. Dies bedeute für den Staat eine Einsparung von 170 Millionen US-Dollar gegenüber dem vorgegebenen Rahmen, so Proinversión. Weitere 490 Millionen US-Dollar zahlt die Regierung für benötigte Grundstücke.

22. Febrero 2014

Der neue Industriezweig Perus: die Gastronomie

Von Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft | Gastronomie

Natürlich, breitflächig, arbeitsintensiv, einkommensschaffend und nachhaltig

Der neue Industriezweig Perus: die Gastronomie

Peru ist mit vielen natürlichen Ressourcen gesegnet. Seitdem das Land in Berührung mit dem Abendland kam, sind ihre Ressourcen ausgebeutet worden. Zu Beginn waren es Gold und Silber, danach folgten Zuckerrohr, Baumwolle, Salpeter, Erdöl, Kautschuk, Fischmehl, etc.

Das Entwicklungsmuster wiederholte sich - auf eine wirtschaftliche Phase des Wachstums folgte eine Krise mit einer Destabilisierung des politischen Systems und sozialer Unruhe. Die Lehre daraus war, dass von den Naturressourcen allein keine nachhaltige dauerhafte Entwicklung zu erwarten ist. Der Schlüssel hierzu liegt eher in der Weiterverarbeitung der natürlichen Ressourcen.

06. Febrero 2014

Filmfestival: Berlinale 2014

Von Gerardo Basurco, Themen Film

Peruanische Beiträge

Filmfestival: Berlinale 2014

Die Berlinale ist mit 300 000 verkauften Tickets das grösste Publikumsfilmfestival der Welt. Ab dem 6. Februar treten 409 Filme in 10 Sektionen aus 72 Ländern im Wettbewerb. Um die geschätzten goldenen und silbernen Bären zu gewinnen nehmen 20 Filme in der Königsdisziplin Wettbewerb teil. Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa, die 2009 bereits mit dem Film „Eine Perle Ewigkeit“ den goldenen Bären holte, ist mit der spanischen, kanadischen und französischen Produktion „Aloft“ in dieser Disziplin wieder dabei. Der Film von Claudia Llosa wird sich ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Wes Anderson neuen Film „The Grand Budapest Hotel" und dem Film des produktiven französischen Regisseurs Alain Resnais "Das Leben der Riley" liefern. Weitere interessante Beiträge, die nicht um die Preise ringen, sind „Nymphomaniac“ von Lars von Trier und "The monuments Men" von und mit George Clooney.

07. Noviembre 2013

El Pisco es peruano

Von Gerardo Basurco, Themen Gastronomie

Streit zwischen Chile und Peru beendet

El Pisco es peruano

Der lange Streit um die Herkunft des Getränks Pisco zwischen Chile und Peru ist beigelegt. Die Europäische Kommission hat entschieden, dass Peru einen besonderen Anspruch auf den Namen "Pisco" als geografische Angabe für den traditionell in Peru durch die Gärung von Weintrauben und anschließende Destillation hergestellter Obstbrand hat.

Die Hafenstadt Pisco ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Department von Ica und liegt ca. 230 Km. südlich von der Hauptstadt Lima entfernt.

21. Agosto 2013

Die PERUMIN 31 - Bergbaukongress in Arequipa/Peru

Von Gerardo Basurco, Themen Bergbau

Vom 16. bis 20. September 2013 zum 31. Mal in Peru

Auf der Bildmitte Rómulo Mucho, Vorsitzender des Instituts für Bergbauingenieure von Peru, auf der Lateinamerika Konferenz in Berlin 2013. Bildquelle: peru-econ.de

Eine der wichtigsten Bergbauveranstaltungen der Welt wird seit 1954 alle zwei Jahre in Peru vom Institut für Bergbauingenieure organisiert. Der Bergbau ist mit ca. 30 Mrd. US $ (2/3 der Gesamtexporte) der größte Devisenerbringer, trägt 4,9% zum BSP bei und beschäftigt direkt 1,3% der peruanischen arbeitsfähigen Bevölkerung. Die Investitionen in diesem Sektor beliefen sich auf 5,4 Mrd. US $ im Jahr 2011 und waren die höchsten in der Gesamtwirtschaft. Der Investitionsbestand im Bergbau für die nächsten Jahre wird auf 54 Mrd. US $ in 48 Projekten geschätzt.

05. Agosto 2013

U-Bahnen, Mautsysteme, nachhaltiger Städtebau – deutsches Know-how in Peru gefragt

Von Richard Meier, Themen Bau/Infrastruktur | Schienen | Politik | Energie

Der zunehmende Verkehr in Lima und anderen Großstädten Perus, deren Straßen ohnehin schon überlastet sind, erfordert den Ausbau von Bahn- und Buslinien und die Einführung von Leitsystemen. An Lösungen deutscher Firmen ist die peruanische Regierung sehr interessiert, wie dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, bei seinem jüngsten Besuch im Land versichert wurde. Zudem soll die deutsch-peruanische Zusammenarbeit im Bereich der Stadtentwicklung vertieft werden.

13. Mayo 2013

Eine halbe Mio. Peruaner verliessen 2012 die Armut

Von Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft

2012 lebten 25.8% der Peruaner unter der Armutsgrenze

Eine halbe Mio. Peruaner verliessen 2012 die Armut

Davon 6% in extremer Armut nach Angaben des Statistischen Nationalen Instituts Perus INEI (Pressemitteilung vom 08.05.2013). Der Leiter des INEI, Alejandro Vilchez, sagte dem Lokalen Sender RPP, dass die Personen mit monatlichen Ausgaben unter 284 S/. (ca. 109 US$) als arm und die mit monatlichen Ausgaben unter 151 S/. als extrem arm in Peru gelten. Die Armutsrate hat seit 2007 um 16.6% abgenommen, wobei sich die Abnahme von 2011 auf 2012 auf 2% belief.

01. Mayo 2013

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Von Sara Basurco | Gerardo Basurco, Themen Soziale Entwicklung | Binnenwirtschaft | Landwirtschaft

Muhammad Yunus Grameen-Bank in Peru angekommen

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Das Departement Puno ist eines der ärmsten des Landes, insbesondere was die ländliche Armut anbelangt. Puno hat eine Bevölkerung von ca. 1,3 Mio., davon gelten 62,8% als arm (2009). In einigen ländlichen Distrikten erreicht die Armutsquote sogar Werte von über 90%. Die arbeitsfähige Bevölkerung des Departements Puno widmet sich hauptsächlich der Agrarwirtschaft, dem Handwerk und dem Bergbau.

Im Jahre 1998 beschloß Rosanna Ramos nach einer Begegnung mit dem Gründer der Grameen-Bank und Friedensnobelpreisträger, Muhammad Yunus, nach Peru zurückzukehren und sich der Finanzierung von Mikroprojekten für die ärmsten Peruaner zu widmen. Bis dahin hatte die Peruanerin Rossana Ramos wichtige Positionen bei der Citibank in den Vereinigten Staaten inne.

<<  17 18 19 20 21 [2223  >>