13. Abril 2014

Lima: Aus dem Meer soll Trinkwasser für 100.000 Menschen gewonnen werden

Von Richard Meier, Themen Entwicklung | Soziale Entwicklung | Wasserversorgung | Energie

Für den Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage südlich von Lima ist jetzt der Vertrag unterschrieben worden. Den Auftrag vergeben das peruanische Wohnungsbauministerium und der staatliche Wasserversorger Sedapal an die Sociedad Concesionaria Desaladora del Sur, hinter der die spanische Tecnicas de Desalinización de Aguas S.A. steht, welche wiederum zum ACS-Konzern gehört. Das Unternehmen soll ein Werk zur Meerwasserentsalzung realisieren und 25 Jahre lang betreiben, um Trinkwasser für 100.000 Menschen in den Küstenorten Punta Hermosa, Punta Negra, San Bartolo und Santa María del Mar bereitzustellen.

28. Marzo 2014

Konsortium soll U-Bahn in Lima für 5,7 Mrd. Dollar bauen

Von Richard Meier, Themen Bau/Infrastruktur | Schienen | Wirtschaft

Die peruanische Investitionsbehörde Proinversión hat heute den Auftrag für die zweite Metrolinie in Lima erteilt: Er geht an ein Konsortium der Unternehmen Cosapi (Peru), Salini Impregilo (Italien), Iridium Concesiones de Infraestructura (Beteiligung der spanischen ACS), Vialia Sociedad Gestora de Concesiones de Infraestructura (Beteiligung der spanischen FCC) und  Ansaldo (Italien), welches als einziges in dem Investorenwettbewerb übriggeblieben war. Diese Firmen werden laut ihrem Gebot die 35 Kilometer lange unterirdische Strecke samt rollendem Material für 5,66 Milliarden US-Dollar einschließlich Steuern realisieren, wobei der Finanzierungsanteil des peruanischen Staates bei 3,7 Milliarden US-Dollar liegt. Dies bedeute für den Staat eine Einsparung von 170 Millionen US-Dollar gegenüber dem vorgegebenen Rahmen, so Proinversión. Weitere 490 Millionen US-Dollar zahlt die Regierung für benötigte Grundstücke.

22. Febrero 2014

Der neue Industriezweig Perus: die Gastronomie

Von Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft | Gastronomie

Natürlich, breitflächig, arbeitsintensiv, einkommensschaffend und nachhaltig

Der neue Industriezweig Perus: die Gastronomie

Peru ist mit vielen natürlichen Ressourcen gesegnet. Seitdem das Land in Berührung mit dem Abendland kam, sind ihre Ressourcen ausgebeutet worden. Zu Beginn waren es Gold und Silber, danach folgten Zuckerrohr, Baumwolle, Salpeter, Erdöl, Kautschuk, Fischmehl, etc.

Das Entwicklungsmuster wiederholte sich - auf eine wirtschaftliche Phase des Wachstums folgte eine Krise mit einer Destabilisierung des politischen Systems und sozialer Unruhe. Die Lehre daraus war, dass von den Naturressourcen allein keine nachhaltige dauerhafte Entwicklung zu erwarten ist. Der Schlüssel hierzu liegt eher in der Weiterverarbeitung der natürlichen Ressourcen.

06. Febrero 2014

Filmfestival: Berlinale 2014

Von Gerardo Basurco, Themen Film

Peruanische Beiträge

Filmfestival: Berlinale 2014

Die Berlinale ist mit 300 000 verkauften Tickets das grösste Publikumsfilmfestival der Welt. Ab dem 6. Februar treten 409 Filme in 10 Sektionen aus 72 Ländern im Wettbewerb. Um die geschätzten goldenen und silbernen Bären zu gewinnen nehmen 20 Filme in der Königsdisziplin Wettbewerb teil. Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa, die 2009 bereits mit dem Film „Eine Perle Ewigkeit“ den goldenen Bären holte, ist mit der spanischen, kanadischen und französischen Produktion „Aloft“ in dieser Disziplin wieder dabei. Der Film von Claudia Llosa wird sich ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Wes Anderson neuen Film „The Grand Budapest Hotel" und dem Film des produktiven französischen Regisseurs Alain Resnais "Das Leben der Riley" liefern. Weitere interessante Beiträge, die nicht um die Preise ringen, sind „Nymphomaniac“ von Lars von Trier und "The monuments Men" von und mit George Clooney.

07. Noviembre 2013

El Pisco es peruano

Von Gerardo Basurco, Themen Gastronomie

Streit zwischen Chile und Peru beendet

El Pisco es peruano

Der lange Streit um die Herkunft des Getränks Pisco zwischen Chile und Peru ist beigelegt. Die Europäische Kommission hat entschieden, dass Peru einen besonderen Anspruch auf den Namen "Pisco" als geografische Angabe für den traditionell in Peru durch die Gärung von Weintrauben und anschließende Destillation hergestellter Obstbrand hat.

Die Hafenstadt Pisco ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Department von Ica und liegt ca. 230 Km. südlich von der Hauptstadt Lima entfernt.

21. Agosto 2013

Die PERUMIN 31 - Bergbaukongress in Arequipa/Peru

Von Gerardo Basurco, Themen Bergbau

Vom 16. bis 20. September 2013 zum 31. Mal in Peru

Auf der Bildmitte Rómulo Mucho, Vorsitzender des Instituts für Bergbauingenieure von Peru, auf der Lateinamerika Konferenz in Berlin 2013. Bildquelle: peru-econ.de

Eine der wichtigsten Bergbauveranstaltungen der Welt wird seit 1954 alle zwei Jahre in Peru vom Institut für Bergbauingenieure organisiert. Der Bergbau ist mit ca. 30 Mrd. US $ (2/3 der Gesamtexporte) der größte Devisenerbringer, trägt 4,9% zum BSP bei und beschäftigt direkt 1,3% der peruanischen arbeitsfähigen Bevölkerung. Die Investitionen in diesem Sektor beliefen sich auf 5,4 Mrd. US $ im Jahr 2011 und waren die höchsten in der Gesamtwirtschaft. Der Investitionsbestand im Bergbau für die nächsten Jahre wird auf 54 Mrd. US $ in 48 Projekten geschätzt.

05. Agosto 2013

U-Bahnen, Mautsysteme, nachhaltiger Städtebau – deutsches Know-how in Peru gefragt

Von Richard Meier, Themen Bau/Infrastruktur | Schienen | Politik | Energie

Der zunehmende Verkehr in Lima und anderen Großstädten Perus, deren Straßen ohnehin schon überlastet sind, erfordert den Ausbau von Bahn- und Buslinien und die Einführung von Leitsystemen. An Lösungen deutscher Firmen ist die peruanische Regierung sehr interessiert, wie dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, bei seinem jüngsten Besuch im Land versichert wurde. Zudem soll die deutsch-peruanische Zusammenarbeit im Bereich der Stadtentwicklung vertieft werden.

13. Mayo 2013

Eine halbe Mio. Peruaner verliessen 2012 die Armut

Von Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft

2012 lebten 25.8% der Peruaner unter der Armutsgrenze

Eine halbe Mio. Peruaner verliessen 2012 die Armut

Davon 6% in extremer Armut nach Angaben des Statistischen Nationalen Instituts Perus INEI (Pressemitteilung vom 08.05.2013). Der Leiter des INEI, Alejandro Vilchez, sagte dem Lokalen Sender RPP, dass die Personen mit monatlichen Ausgaben unter 284 S/. (ca. 109 US$) als arm und die mit monatlichen Ausgaben unter 151 S/. als extrem arm in Peru gelten. Die Armutsrate hat seit 2007 um 16.6% abgenommen, wobei sich die Abnahme von 2011 auf 2012 auf 2% belief.

01. Mayo 2013

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Von Sara Basurco | Gerardo Basurco, Themen Soziale Entwicklung | Binnenwirtschaft | Landwirtschaft

Muhammad Yunus Grameen-Bank in Peru angekommen

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Das Departement Puno ist eines der ärmsten des Landes, insbesondere was die ländliche Armut anbelangt. Puno hat eine Bevölkerung von ca. 1,3 Mio., davon gelten 62,8% als arm (2009). In einigen ländlichen Distrikten erreicht die Armutsquote sogar Werte von über 90%. Die arbeitsfähige Bevölkerung des Departements Puno widmet sich hauptsächlich der Agrarwirtschaft, dem Handwerk und dem Bergbau.

Im Jahre 1998 beschloß Rosanna Ramos nach einer Begegnung mit dem Gründer der Grameen-Bank und Friedensnobelpreisträger, Muhammad Yunus, nach Peru zurückzukehren und sich der Finanzierung von Mikroprojekten für die ärmsten Peruaner zu widmen. Bis dahin hatte die Peruanerin Rossana Ramos wichtige Positionen bei der Citibank in den Vereinigten Staaten inne.

12. Marzo 2013

Vargas Llosa erzählt von Helden hinter dem Wirtschaftsboom

Von Richard Meier, Themen Kultur | Literatur

Der neue Roman des peruanischen Literaturnobelpreisträgers Mario Vargas Llosa ist heute in Lateinamerika und Spanien erschienen. "El héroe discreto" – die deutsche Übersetzung mit dem Titel "Ein diskreter Held" kommt am 16. September in die Buchläden – handelt von zwei Geschäftsleuten, die der Korruption und anderen moralischen Problemen als einer Kehrseite des Wirtschaftsaufschwungs widerstehen. Der einfache Spediteur Felícito Yanaqué in der nordperuanischen Küstenstadt Piúra wird von der Mafia erpresst, dem erfolgreichen Versicherungsunternehmer Ismael Carrera in Lima trachten die eigenen Söhne nach seinem Besitz.

01. Marzo 2013

Freihandelsabkommen der EU mit Peru tritt in Kraft

Themen Außenwirtschaft

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Peru tritt am heutigen 1. März in Kraft. Damit fallen die Zölle für zahlreiche Industrie- und Fischereiprodukte sowie für manche landwirtschaftliche Waren mit sofortiger Wirkung, für den Großteil der übrigen Zölle beginnt ein stufenweiser Abbau. Zunächst gilt dies nur vorläufig, weil noch nicht alle nationalen Parlamente in den EU-Staaten den Vertrag ratifiziert haben. Mit einem endgültigen Inkrafttreten wird aber in den nächsten Monaten gerechnet.

03. Febrero 2013

Die Landwirtschaft - Perus neue Wachstumslokomotive?

Von Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft | Landwirtschaft

Dynamischer Sektor mit Exportpotenzial

Die Landwirtschaft - Perus neue Wachstumslokomotive?

Das Wirtschaftswachstum Perus in den letzten Jahren war beeindruckend (2006:7,7%, 2007:8,9%, 2008:9,8%) und ist trotz der negativen Weltwirtschaftsentwicklung seit 2009 mit 6,9% in 2011 und mit voraussichtlich 6,3% in 2012 immer noch hoch. Zwischen 2000 und 2011 haben sich die Gesamtexporte auf ca. 45 Mrd. US $ vervierfacht, wobei die Bergbauexporte einen Anteil von 2/3 stellen.

Anhand dieser Zahlen könnte der Eindruck entstehen, dass Perú ein Bergbauland sei. Zieht man jedoch andere volkswirtschaftliche Kennzahlen in Betracht, fällt der Bergbausektor im Vergleich zur Landwirtschaft weniger ins Gewicht. So stellt der Bergbausektor nur 4,9% des Bruttosozialproduktes, der landwirtschaftliche Sektor dagegen 7,2%. Zudem arbeiten im landwirtschaftlichen Sektor ca. 25% der gesamten Erwerbsbevölkerung, im Bergbausektor dagegen nur rund 1,3%.

27. Enero 2013

AGROIDEAS - Das erfolgreiche Programm Perus zur Förderung von kleinen und mittleren Agrarbetrieben

Von Ana Lucía Llerena | Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft

Starker Impakt 2012 auf nationaler Ebene

Projekt in MoyobambaDas Programm Agroideas des Agrarministeriums hatte im Jahr 2012 einen stärkeren Impact auf nationaler Ebene im Vergleich zum vorigen Jahr. Die Anzahl der durch das Programm begünstigten Betriebe wurde verdreifacht.Das Agrarministerium hat sich durch das Programm Agroideas als strategischer Partner der organisierten kleinen und mittleren Agrarproduzenten, Viehzüchter und Forstbetriebe etabliert. Das Ministerium stellt nicht-rückzahlbare Geldmittel zur Förderung der Organisation von Produzenten („Asociatividad“), Management und technologischer Entwicklung zur Verfügung mit dem Ziel die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu erhöhen, ihre Beteiligung am nationalen und internationalen Markt zu konsolidieren und ihren Lebensstandard zu verbessern.

27. Noviembre 2012

Das grüne Gold

Von Gerardo Basurco, Themen Außenwirtschaft | Landwirtschaft

Eine Erfolgsgeschichte: von Koka- zu Kaffeeexporteur

Das grüne Gold
Die Provinz von Lamas liegt im Departement von San Martin im nordöstlichen Abhang der Andenkordillere. Sie wird mehrheitlich von Quechua-Indianer bevölkert, die nach der Ankunft der Spanier im XVI Jh. von den Anden in den Urwald flüchteten. Diese Provinz gehört zu einer der ärmsten Provinzen Perus: über die Hälfte der Bevölkerung wohnen im ländlichen Bereich, wo nur 36,5% der Haushalte über Strom verfügen, 1/3 mit Trinkwasser versorgt ist und lediglich 7,2% einen häuslichen Abwasser haben.

02. Octubre 2012

Der Kaffee-Anbau - Eine Alternative zum Kokablatt?

Von Gerardo Basurco, Themen Außenwirtschaft


Kaffee TunkiDen 1. Preis im nationalen Wettbewerb von Kaffee-Gourmet im Jahr 2012 im Rahmen der EXPO CAFÉ PERÚ gewann erneut ein Vertreter der Kooperative CECOVASA aus der Provinz Sandia im Departement von Puno. Unter den ersten 10 Platzierten tauchen 3 weitere Produzenten von CECOVASA auf. In den Jahren 2007 und 2009 gewann bereits ein Mitglied von CECOVASA, Wilson Sucaticona, den 1. Preis. Er wurde zugleich im Jahr 2010 von der Amerikanischen Vereinigung der speziellen Kaffees in Kalifornien als Produzent des besten speziellen Kaffees der Welt ausgezeichnet.


 

Wilson Sucaticona und seine Frau Delia

CECOVASA wurde 1970 als Zusammenschluß von Kleinbauernkooperativen aus dem Departement von Puno gegründet. Damals schloß sich eine Gruppe von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammen, die ihren Kaffee gemeinsam zu einem gerechten Preis verkaufen wollten. Zurzeit sind in CECOVASA 9 Kleinbauernkooperativen mit 4,864 Kaffee-Produzenten Mitglied. Seit 1993 verfügt die Kooperative über die Fair Trade-Zertifizierung. Heute wird der Kaffee von CECOVASA direkt in die USA und nach Europa exportiert. Fast 50 Prozent dieses Kaffees stammen, dank eines Förderungsprogramms für biologischen Kaffeeanbau, welches die Kooperative 1997 gestartet hat, aus ökologischem Anbau. Die meisten Mitglieder der Kooperative gehören den indigenen Völkern der Quechua und der Aymará an.

Die Provinz von Sandia liegt im Norden des Departements von Puno im östlichen Ostabhang der Anden. Dieses Departement ist einer der ärmsten des Landes, insbesondere was die ländliche Armut anbelangt. In der Nähe von Sandia wird Gold –in informeller Weise- abgebaut (2011 wurden 11 Tonnen in Minenzentrum von La Rinconada produziert [1/4 der nationalen Goldproduktion]) und Koka angebaut. Die Tatsache, daß die Nachfrage Brasiliens nach Kokain stark im Wachsen begriffen ist, macht Sandia zu einem attraktiven Koka-Anbaugebiet und zum Korridor für andere Koka-Anbaugebiete zum brasilianischen Markt.

Es ist in dieser Konstellation, daß sich die Kaffeeproduktion als eine Alternative für die dortige Bevölkerung präsentiert. Zumal der Preis für den Gourmet Kaffee aus Sandia einen höheren Preis –als herkömmliche Kaffeesorten- erzielen kann. Hinderlich stellt sich die schlechte infrastrukturelle Anbindung dieser Gebiete an größere Städte. Der Transportweg nach der nächst gelegenen großen Stadt Juliaca beträgt momentan zwischen 14 und 20 Stunden. An dieser Stelle ist die Politik gefragt.

Wilson Sucaticona stellte seinen Kaffee auf der gastronomischen Messe MISTURA in Lima vor und teilte mit, daß er demnächst in der Hauptstadt Lima ein Geschäft zum Verkauf des Gourmet Kaffees eröffnen wird, somit kämen auch die Peruaner in den Genuß dieses köstlichen Kaffees. Bis anhin wurde dieser Kaffee fast ausschließlich exportiert.

Kaffee Tunki auf der Expocafé 2011

 

Wilson Sucaticona und der Kaffee Tunki auf der Messe MISTURA 2011

 

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