Landwirtschaft

13. August 2015

Biohändler Berrifine bestellt 25 Tonnen Kakao aus Peru nach Hamburg

Biohändler Berrifine bestellt 25 Tonnen Kakao aus Peru nach Hamburg

Die peruanische Landwirtschafts-Kooperative Naranjillo hat eine größere Bestellung erhalten. Für 70.000 US-Dollar kauft der dänische Biogroßhändler Berrifine für einen Kunden in Hamburg 25 Tonnen Kakaobohnen. Dieser benötigt den Kakao als Überzug für Trockenfrüchte. Eingefädelt wurde das Geschäft von der regierungsnahen Förderagentur Sierra Exportadora.

06. Mai 2015

Große Landbewässerung in Südperu vor dem Start

Vor wenigen Tagen sind in der südperuanischen Stadt Arequipa die Verträge für ein großes Wasserbau- und Landwirtschaftsprojekt unterschrieben worden. Das Vorhaben mit dem Namen "Majes Siguas II" wird von den Firmen Cobra (Spanien) und Cosapi (Peru) für die Regionalregierung realisiert und bis zum Jahr 2035 lang betrieben.

29. April 2015

Agrarfirma Danper baut Produktpalette und Technik aus

Das peruanische Agrarunternehmen Danper will in diesem Jahr Chia-Samen auf den Markt bringen und unter anderem auch nach Europa exportieren. Dies berichtet die Zeitung Gestion. Die zur Gattung der Salbei gehörenden Körner sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren und anderen Nährstoffen. Danper erntet bisher hauptsächlich Spargel, Paprika, Artischoken, Mango, Weintrauben und andere Obstsorten, hat aber auch Körnerfrüchte wie Quinoa und Gartenfuchschwanz (Kiwicha) auf seinen insgesamt 7.000 Hektar großen Feldern in Peru. Nach Deutschland liefert Danper bisher Spargel, Artischocken und Mango.

08. März 2015

Deutschland importiert wieder mehr aus Peru

Die Importe peruanischer Waren nach Deutschland haben sich 2014 nach einem scharfen Einbruch im Vorjahr erholt. So wurden nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wieder etwas mehr Erze und deutlich mehr Agrarerzeugnisse, Nahrungsmittel, Kleidungsstücke und chemische Erzeugnisse eingeführt. Umgekehrt nahm der Handel von Deutschland nach Peru leicht ab, was vor allem an Rückgängen im Kraftfahrzeugbereich und bei elektrischen Ausrüstungen lag. Die Maschinenexporte legten indessen um vier Prozent weiter zu, ebenso gab es Zuwächse bei Elektrogeräten, Metallerzeugnissen, Pharmaprodukten sowie Gummi- und Kunststoffwaren.

16. Februar 2015

Perus Wirtschaft hat ihr Tempo halbiert

Die peruanische Volkswirtschaft ist 2014 um 2,4 Prozent gewachsen und damit weniger als halb so stark wie im Jahr zuvor. Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistikamtes INEI schwächelten vor allem die beiden größten Wirtschaftssektoren, der Bergbau (-0,8%) und das verarbeitende Gewerbe (-3,3%), sowie der Fischfang (-28%), während sich die Bereiche Finanzen (+12,6%), Leasing für Firmen (+6,6%), Telekommunikation (+6,5%), Energie- und Wasserversorgung (+4,9%), Gastgewerbe (+4,5%) und Handel (+4,4 %) überdurchschnittlich entwickelten. Abgesehen vom Handel, dem drittwichtigsten Wirtschaftszweig in Peru, entfallen auf diese Wachstumsträger aber nur kleine BIP-Anteile von jeweils etwa zwei bis vier Prozent. Mittelgroße Branchen wie Landwirtschaft (+1,4%), Bau (+1,7%) und das Transportwesen (+2,7%) expandierten nur moderat.

31. Januar 2015

Peru auf der Fruit Logistica 2015 in Berlin

Teilnahme an der Fruchthandelsmesse Fruit Logistica seit 2003

Peru auf der Fruit Logistica 2015 in Berlin

Bei der 2014er-Veranstaltung belegte eine Delegation von 90 Unternehmen und Fachverbänden eine Ausstellungsfläche von 510 Quadratmetern, die mit Kunden und potenziellen Einkäufern über ein geschätztes Auftragsvolumen von 96 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr  verhandelten. Zum Vergleich: Bei der ersten Messeteilnahme hatte Peru einen Stand von 25 Quadratmetern mit vier Firmen.

25. Januar 2015

Quinoa: Peru fährt eine Rekordernte ein

Auch Perus Quinoa-Exporte haben im letzten Jahr einen Satz nach vorn gemacht: Sie stiegen von 18.200 auf 33.100 Tonnen; bei einem Durchschnittspreis von zuletzt 5,64 US-Dollar je Kilo wuchs der Verkaufswert von 77 Millionen auf 187 Millionen US-Dollar. Hauptanbaugebiete sind die südlichen Regionen Puno, Arequipa, Junín und Ayacucho. Künftig soll auch im Norden, im Landbewässerungsgebiet bei Olmos, in großem Stil Quinoa gepflanzt werden.

11. Dezember 2014

Nachhaltige Entwicklung im ländlichen Bereich Perus

Eine schleichende Revolution in den Anden

Nachhaltige Entwicklung im ländlichen Bereich Perus

Peru hat in den letzten zehn Jahren eine der höchsten Wachstumsraten in Lateinamerika verbucht und viele Wirtschaftsindikatoren zeigen eine positive Entwicklung. Die Armutsraten haben zwar in diesem Zeitraum abgenommen, sind aber immer noch hoch. Bislang hatte sich die staatliche Armutsbekämpfung auf soziale Programme beschränkt. Nun setzt die Regierung auf die Förderung produktiver Tätigkeiten.

Haku Wiñay (Quechua für: "Wir wachsen zusammen")

Ein von der Regierung Humala im Jahre 2012 initiiertes Programm zur Reduktion der Armut, Haku Wiñay, erfasst heute mehr als 60 Tausend Haushalte in den peruanischen Anden. Im Kern geht es darum, die Wohn- und Wirtschaftssituation der bedürftigen Familien zu fördern. Zielgruppe sind Haushalte, die bereits in der Vergangenheit vom sozialen Programm "Juntos" profitiert haben.

16. November 2014

Peru stellt 40.000 Hektar große Landbewässerung fertig

Im Wüstenstreifen längs der peruanischen Küste ist ein großes Gebiet für die Landwirtschaft gewonnen worden. Durch künstliche Bewässerungseinrichtungen wurden in Olmos in der Region Lambayeque 38.000 Hektar Land erschlossen und für weitere 5.500 Hektar Anbaufläche die Bewässerung modernisiert. Am 18. November wird die Regierung das Projekt einweihen. Das Landwirtschaftsministerium (Minagri) rechnet mit 40.000 neuen Arbeitsplätzen auf den Feldern. In den Siedlungen drumherum könnten sogar 200.000 Stellen entstehen und Investitionen von über einer halben Milliarde US-Dollar ausgelöst werden. Auf den neuen Flächen sollen Trauben, Avocados, Zitrusfrüchte, Quinoa (Hirse) und Zuckerrohr vor allem für den Export angebaut werden. Landwirtschaftsminister Juan Manuel Benites hat hierbei die asiatischen Märkte im Blick und will Anfang nächsten Jahres entsprechende Abkommen mit China, Japan, Südkorea und Thailand schließen.

02. November 2014

Bauern-Kooperative in Peru mit neuer Kakao-Fabrik

Die Landwirtschafts-Kooperative "Cooperativa Agraria Industrial Naranjillo" im nordostperuanischen Tingo Maria hat jetzt eine neue Kakaoverarbeitungsanlage in Betrieb genommen. In dem Werk können 1.500 Kilo Kakaopulver pro Stunde hergestellt und damit die Produktion verdreifacht werden, berichtet die Nachrichtenagentur Andina. Die Maschinen stammen aus Deutschland und den Niederlanden, unter anderem vom Anlagebauer Duyvis Wiener. Die Investitionen in die neue Fabrik werden mit 14 Millionen US-Dollar beziffert, was jedoch hochgegriffen scheint. Laut früheren Angaben des Branchenmediums Agencia Agraria de Noticias kosteten die neuen Ausrüstungen zum Fermentieren, Rösten und Mahlen zehn Millionen Soles (2,7 Mio. Euro).

19. Dezember 2013

Peru vergibt Auftrag für Bewässerung von über 100.000 Hektar Land

Der brasilianische Konzern Odebrecht und das peruanische Bauunternehmen Graña y Montero werden den dritten Abschnitt des Landbewässerungsvorhabens Chavimochic im Norden Perus realisieren. Ihr Konsortium Río Santa setzte sich gegen sieben weitere Bieter durch. Bei dem Großprojekt geht es darum, 63.000 Hektar Wüstenland urbar zu machen und für weitere 48.000 Hektar die Bewässerung zu verbessern sowie zur Wasservorgung der nahegelegenen Stadt Trujillo beizutragen.

02. Mai 2013

Im Porträt: DEG finanziert Investitionen in Schwellenländern

Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern, ist das erklärte Ziel der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft.

Die in Köln ansässige Tochter der KfW-Bankengruppe unterstützt sowohl einheimische Firmen in solchen Ländern als auch deutsche Unternehmen, die dort investieren, indem sie ihnen langfristige Finanzierungen in Form von Beteiligungen, Mezzanin-Kapital, Darlehen oder Garantien, aber auch Beratung über die Marktgegebenheiten vor Ort bietet.

Für die DEG kommen Projekte in allen Wirtschaftszweigen – Agrarwirtschaft, Dienstleistungen, Infrastruktur, Verarbeitende Industrie – in Betracht, sofern diese rentabel und "nachhaltig entwicklungswirksam" sind. Letzteres trifft auf Maßnahmen zu, die Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern oder das Steueraufkommen des Investitionslandes und dessen Devisenbilanz verbessern.

01. Mai 2013

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Muhammad Yunus Grameen-Bank in Peru angekommen

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Das Departement Puno ist eines der ärmsten des Landes, insbesondere was die ländliche Armut anbelangt. Puno hat eine Bevölkerung von ca. 1,3 Mio., davon gelten 62,8% als arm (2009). In einigen ländlichen Distrikten erreicht die Armutsquote sogar Werte von über 90%. Die arbeitsfähige Bevölkerung des Departements Puno widmet sich hauptsächlich der Agrarwirtschaft, dem Handwerk und dem Bergbau.

Im Jahre 1998 beschloß Rosanna Ramos nach einer Begegnung mit dem Gründer der Grameen-Bank und Friedensnobelpreisträger, Muhammad Yunus, nach Peru zurückzukehren und sich der Finanzierung von Mikroprojekten für die ärmsten Peruaner zu widmen. Bis dahin hatte die Peruanerin Rossana Ramos wichtige Positionen bei der Citibank in den Vereinigten Staaten inne.

03. Februar 2013

Die Landwirtschaft - Perus neue Wachstumslokomotive?

Dynamischer Sektor mit Exportpotenzial

Die Landwirtschaft - Perus neue Wachstumslokomotive?

Das Wirtschaftswachstum Perus in den letzten Jahren war beeindruckend (2006:7,7%, 2007:8,9%, 2008:9,8%) und ist trotz der negativen Weltwirtschaftsentwicklung seit 2009 mit 6,9% in 2011 und mit voraussichtlich 6,3% in 2012 immer noch hoch. Zwischen 2000 und 2011 haben sich die Gesamtexporte auf ca. 45 Mrd. US $ vervierfacht, wobei die Bergbauexporte einen Anteil von 2/3 stellen.

Anhand dieser Zahlen könnte der Eindruck entstehen, dass Perú ein Bergbauland sei. Zieht man jedoch andere volkswirtschaftliche Kennzahlen in Betracht, fällt der Bergbausektor im Vergleich zur Landwirtschaft weniger ins Gewicht. So stellt der Bergbausektor nur 4,9% des Bruttosozialproduktes, der landwirtschaftliche Sektor dagegen 7,2%. Zudem arbeiten im landwirtschaftlichen Sektor ca. 25% der gesamten Erwerbsbevölkerung, im Bergbausektor dagegen nur rund 1,3%.

22. Dezember 2012

Perus Landwirtschaft mit großem Exportpotential

Die peruanische Wirtschaft wird nach neuesten Daten der Zentralbank des Landes in diesem Jahr um 6,3% wachsen. Das Wachstum beruht vor allem auf dem Bergbau bzw. dessen Produkte Silber, Kupfer, Zink, Zinn, Blei und Gold. Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) bemüht sich die peruanische Regierung allerdings darum, die starke Abhängigkeit des Landes vom Rohstoffexport zu verringern und andere Branchen zu stärken.

27. November 2012

Das grüne Gold

Eine Erfolgsgeschichte: von Koka- zu Kaffeeexporteur

Das grüne Gold

Die Provinz von Lamas liegt im Departement von San Martin im nordöstlichen Abhang der Andenkordillere. Sie wird mehrheitlich von Quechua-Indianer bevölkert, die nach der Ankunft der Spanier im XVI Jh. von den Anden in den Urwald flüchteten. Diese Provinz gehört zu einer der ärmsten Provinzen Perus: über die Hälfte der Bevölkerung wohnen im ländlichen Bereich, wo nur 36,5% der Haushalte über Strom verfügen, 1/3 mit Trinkwasser versorgt ist und lediglich 7,2% einen häuslichen Abwasser haben.

28. November 2011

Sierra Productiva (produktives Bergland)

Siemens Stiftung unterstützt Projekt

Gemeinsam mit dem „Instituto para una Alternativa Agraria - IAA“ engagiert sich die Siemens Stiftung im Projekt Sierra Productiva für eine nachhaltige Entwicklung der indigenen Landbevölkerung der Regionen Canas/Cusco im Hochland und Ica/Pisco in der Küstenregion Perus. Insgesamt nehmen knapp 370 Familien aus 11 Gemeinden und 3 Distrikten an dem Kooperationsprojekt teil.

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