Peru verdreifacht Geschäfte auf Ernährungsmesse Anuga
Zur Ernährungsmesse Anuga vom 10. bis 15. Oktober in Köln kamen über 20 Anbieter aus Peru. Nach Angaben des peruanischen Außenhandelsministeriums schlossen sie Geschäfte im Volumen von 138 Millionen US-Dollar ab und verdreifachten damit das erzielte Ergebnis von zwei Jahren davor. Über seine Handelsbüros (Ocex) ist das Ministerium dabei, den Export von Obst, Gemüse und Körnern nach Europa, vor allem Deutschland, Holland, Portugal, Frankreich, Spanien und Italien zu verstärken (Quelle: Mincetur).
Im Jahre 2000 betrugen die Agrarexporte des Landes 500 Mio. US Dollar und diese haben sich 2014 auf über 4000 Mio. US Dollar vervielfacht.
Nach den USA ist Europa (an der Spitze die Niederlande und Spanien) der zweite Zielmarkt der peruanischen Agroexporteure.
Beinahe 400 000 Besucher auf der Gastronomiemesse Mistura in Lima
Vom 4. bis 13. September verwandelte sich die „grüne Küste“ auf der Höhe von Barranco in Lima in ein andines Dorf, um die größte gastronomische Messe des Kontinents, die Mistura, zu beherbergen. Diesmal lautete das Motto „Wir alle sind Mistura“, womit der nationale Charakter dieses Mega-Events betont wurde. Die Küche war in Peru immer kulturverbindend, eine Art der Kommunikation, und sie ist heute ein wichtiger Identifikationsfaktor. Auch die Politik misst dem Branchentreff hohe Bedeutung bei und erklärte Mistura als Veranstaltung von nationalem Interesse. Perus Präsident Humala und seine Frau Nadine waren bei der Eröffnung anwesend und viele Ministerien beteiligten sich an Aktivitäten und Projekten der Messe.
Expoalimentaria - Die größte Lebensmittelmesse Lateinamerikas
Die 7. Ausgabe der bedeutendsten Lebensmittelmesse Lateinamerikas fand vom 26. bis 28. August im Ausstellungszentrum des Jockey Club Plaza in Lima statt. Das diesmal generierte Auftragsvolumen summierte sich laut Exportverband Adex auf 830 Millionen US-Dollar (2014: 730 Millionen, 2013: 620 Millionen).
Biohändler Berrifine bestellt 25 Tonnen Kakao aus Peru nach Hamburg
Die peruanische Landwirtschafts-Kooperative Naranjillo hat eine größere Bestellung erhalten. Für 70.000 US-Dollar kauft der dänische Biogroßhändler Berrifine für einen Kunden in Hamburg 25 Tonnen Kakaobohnen. Dieser benötigt den Kakao als Überzug für Trockenfrüchte. Eingefädelt wurde das Geschäft von der regierungsnahen Förderagentur Sierra Exportadora.
GIZ-Programm bringt peruanische und deutsche Mittelständler zusammen
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat jetzt in Peru ihr Firmen-Austauschprogramm "Globus" gestartet. Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) aus den Bereichen Lebensmittelindustrie, Erneuerbare Energien, Maschinenbau/Elektrotechnik oder Textil sollen für Geschäftsvorhaben auf dem deutschen Markt geschult und mit deutschen Partnerunternehmen in Kontakt gebracht werden.
Auf der zurückliegenden Möbelmesse Interzum in Köln wurden noch wenig bekannte Holzarten aus Peru vorgestellt (wir berichteten), nun plant die deutsche Importfördergesellschaft Import Promotion Desk (IPD) eine Einkäuferreise zu entsprechenden Anbietern in Peru. Besucht werden Ende September/Anfang Oktober zehn Exporteure von Terrassendielen, Parkett und Schnittholz in den Regionen Lima, Madre de Dios und Loreto (weitere Infos hier). Die Forste dieser Betriebe haben das Zertifkat des Forest Stewardship Council (FSC), welches für eine nachhaltige Bewirtschaftung steht und sicherstellen soll, dass die Produkte aus legaler Abholzung stammen.
Peruanische Edelhölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Peru hat im vergangenen Jahr seine Ausfuhr an Schnittholz um 17 Prozent auf 67 Millionen US-Dollar gesteigert und damit den Rückgang im Vorjahr ausgeglichen. Nach den Zahlen des peruanischen Exporteurverbandes Adex ging über ein Drittel (24 Mio. USD) nach China, nächstgrößte Absatzmärkte sind Mexiko (17 Mio. USD) und die Vereinigten Staaten (9 Mio. USD), allerdings mit abnehmender Tendenz. Europäische Länder spielen im Vergleich dazu eine kleine Rolle, doch will das Wirtschafts- und Handelsbüro Peru (Ocex) in Hamburg, eine Einrichtung des peruanischen Außenwirtschaftsministeriums, die Vermarktung peruanischer Hölzer aus Forstbetrieben mit dem Nachhaltigkeitsiegel FSC intensivieren.
Wegen rückläufiger Absätze in ihren beiden wichtigsten Zielmärkten weichen die Exporteure von in Peru gefertigten T-Shirts und Polohemden nach Brasilien, Kanada und Deutschland aus. Dies berichtet der Außenhandelsverband Adex. Demnach sind die Ausfuhren nach Deutschland im Januar und Februar um 45 Prozent auf 1,5 Millionen US-Dollar gestiegen, während die Lieferungen in die USA um 23 Prozent auf 38 Millionen US-Dollar und nach Venezuela um 83 Prozent auf 1,5 Millionen US-Dollar schrumpften.
Peruanische Präsenz auf der Messe Fair Handeln in Stuttgart
Peru-Vision interviewte Aussteller und Veranstalter
Peru-Vision besuchte die älteste und bedeutendste Leitmesse zu fairem und global verantwortungsvollem Handel Deutschlands und interviewte Aussteller und Veranstalter.
Deutsche Aussteller mit peruanischen Produkten
Herr Winkler von DWP sagte: „Wir sind mit allen unseren Partnern direkt im Kontakt, d.h. wir haben keine Zwischenhändler… Wir importieren direkt und machen die Verträge mit unseren Partnern, meistens mit Genossenschaften, die demokratische Strukturen haben und in der sich kleinbäuerliche Betriebe zusammengefasst haben."
Auf der weltgrößten Fischwirtschaftsmesse Seafood Expo Global, die vergangene Woche in Brüssel stattfand, haben peruanische Firmenvertreter Geschäfte über 90 Millionen US-Dollar für die kommenden zwölf Monate abgeschlossen. Dies meldet das Außenhandelsministerium Mincetur. Das Volumen der letztjährigen Messeteilnahme wurde damit um 35 Prozent übertroffen.
Messe "Fair Handeln" in Stuttgart – Ein Schaufenster auch für Peru
Am Donnerstag, den 8. April 2015, öffnet zum 7. Mal die Internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln "Fair Handeln" in Stuttgart ihre Tore. Die von der Messe Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) veranstaltete Schau wird von Peter Friedrich, baden-württembergischer Landesminister für internationale Angelegenheiten, im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung, entwicklungspolitischen Bundeseinrichtungen, Kirchen, Kommunen und Wirtschaft eröffnet.
Die Importe peruanischer Waren nach Deutschland haben sich 2014 nach einem scharfen Einbruch im Vorjahr erholt. So wurden nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wieder etwas mehr Erze und deutlich mehr Agrarerzeugnisse, Nahrungsmittel, Kleidungsstücke und chemische Erzeugnisse eingeführt. Umgekehrt nahm der Handel von Deutschland nach Peru leicht ab, was vor allem an Rückgängen im Kraftfahrzeugbereich und bei elektrischen Ausrüstungen lag. Die Maschinenexporte legten indessen um vier Prozent weiter zu, ebenso gab es Zuwächse bei Elektrogeräten, Metallerzeugnissen, Pharmaprodukten sowie Gummi- und Kunststoffwaren.
Die Einfuhr von Kakaoprodukten aus Peru nach Deutschland hat sich im vergangenen Jahr um 43 Prozent auf 21 Millionen US-Dollar erhöht. Dies teilt das peruanische Außenhandelsministerium Mincetur anlässlich des "Kakao Kulturfestes" in Ingelheim mit, auf dem Mitte Februar unter anderem peruanische Waren der Fair-Trade-Organisationen Gepa und Ethiquable, der Kooperative Pumacahua (Region Cusco) und der Firmen Amaz Foods und Shatell präsentiert wurden.
Auch Perus Quinoa-Exporte haben im letzten Jahr einen Satz nach vorn gemacht: Sie stiegen von 18.200 auf 33.100 Tonnen; bei einem Durchschnittspreis von zuletzt 5,64 US-Dollar je Kilo wuchs der Verkaufswert von 77 Millionen auf 187 Millionen US-Dollar. Hauptanbaugebiete sind die südlichen Regionen Puno, Arequipa, Junín und Ayacucho. Künftig soll auch im Norden, im Landbewässerungsgebiet bei Olmos, in großem Stil Quinoa gepflanzt werden.
Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis), ausgewertet vom Wirtschaftsnachrichtenportal Peru-econ, geben Auskunft: In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden peruanische Güter im Wert von 433 Millionen Euro eingeführt. Das entspricht dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, ist aber weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.
IPD ebnet kleinen Firmen aus Peru Wege nach Deutschland
Kleinen und mittelständischen Firmen aus Peru soll der Marktzutritt nach Deutschland erleichtert werden. Hierzu schloss der vom Bundesentwicklungsministerium finanzierte Import Promotion Desk (IPD) und der peruanische Exportverband Adex dieser Tage eine Kooperation ab. Sie sieht vor, dass Hersteller der Produktgruppen Nahrungsmittel, natürliche Zutaten, Kosmetik und technisches Holz vom IPD Schulungen über Vermarktungsmöglichkeiten erhalten und mit deutschen Importeuren in Kontakt gebracht werden.
Für die globale Industrie des "Fresh Produce" ist die weltweit wichtigste Plattform zur Vermarktung ihrer Produkte die internationale Fachmesse des Frischfruchthandels, die Fruit Logistica in Berlin, an der über 2.500 Aussteller und rund 58.000 Fachbesucher aus 130 Ländern teilnehmen.
Seit dem Jahr 2003 nimmt Peru mit einer kontinuierlich wachsenden Gemeinschaftsbeteiligung an der Fruit Logistica teil. An der 2013-Veranstaltung belegte eine Delegation von 90 Unternehmen und Fachverbänden eine Ausstellungsfläche von 510 m2, die mit ihren Kunden und potenziellen Einkäufern über ein geschätztes Auftragsumsatzvolumen von 80 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr 2013 verhandelten.
Gründer im Porträt: Pralinen aus Peru importieren und Hoffnung stiften
Peru hat viele Reichtümer. Einer davon ist der Kakao, der im Amazonasgebiet gedeiht und nach Europa exportiert wird, wo man ihn zu Schokolade verarbeitet. Als Tobias Vogel im Jahr 2005 seinen Freiwilligendienst in einer Schule in Peru leistete, regte einer der dortigen Väter an, ob man nicht selbst landestypische Schokoladenpralinen herstellen und vermarkten könne, um Projekte vor Ort zu finanzieren. Der Vorschlag erwies sich zwar als nicht realisierbar, weil Fachkenntnisse und technische Voraussetzungen fehlten, dennoch war er der Ausgangspunkt für ein Unternehmen, das inzwischen palettenweise in Peru hergestellte Pralinen nach Deutschland importiert und mit dem Gewinn Bildung und Entwicklung in dem Andenland unterstützt.
Bayern eröffnet Wirtschaftsvertretung in Chile und Peru
Bayern verfügt seit neuestem über eine Südamerikarepräsentanz für Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru. Den Hauptsitz in Santiago de Chile und die Zweigstelle in Lima eröffnete Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel in der vergangenen Woche.