13. Dezember 2015

Kakao-Fabrik in Piura geplant

Von Richard Meier, Themen Import: Peruanische Produkte in D-A-CH | Wirtschaft | Landwirtschaft | Maschinen/Anlagen | Nahrungsmittel

Die Landwirtschaftskooperative Norandino will im kommenden Jahr eine Kakao-Verarbeitungsanlage im nordperuanischen Piura einrichten. Wie Geschäftsführer Santiago Enrique Paz López der Nachrichtenagentur Agraria.pe sagte, sollen dort zunächst Kakaomasse und -likör hergestellt werden, später auch Schokolade.

Die Investitionskosten bezifferte López mit 2,5 Millionen US-Dollar, die Kapazität sei auf 3.000 Tonnen Kakaomasse pro Jahr ausgelegt. Die Maschinen sollen von einer niederländischen Firma geliefert werden. Wie berichtet, nahm eine andere Kooperative im Nordosten Perus, Naranjillo, vor einem Jahr eine Schokoladenfabrik mit Maschinen der holländischen Marke Duyvis Wiener in Betrieb.

Norandino hatte erst kürzlich ein Zuckerverpackungwerk in Piura eingeweiht (wir berichteten). Die Kleinbauer-Vereinigung besitzt dort außerdem eine Zucker- und Kaffee-Verarbeitungsanlage. Ihr gehören 1.400 Mitglieder an, die auf 2.000 Hektar Land in den Regionen Piura, Tumbes, Amazonas und San Martín Kakao anbauen.

Geschäftsführer López sieht kleine Anbieter wie Norandino im Vorteil, wenn es darum geht, ökologische und faire Standards nachzuweisen und dies für die Vermarktung zu nutzen. Bei den Weltmarktführern im Kakaogeschäft seien die Produktionswege hingegen nicht zweifelsfrei rückverfolgbar. (Quelle: Agraria.pe)

Kakao Herkunft

Deutschland führte aus Peru im Jahr 2014 rund 7.400 Tonnen Rohkakao ein. Afrika spielt als Kakaolieferant aber eine wesentlich größere Rolle (Grafik: Bundesverband der Süßwarenindustrie).

Über den Autor

Richard Meier

Richard Meier

Bei Peru-Vision zuständig für die deutschsprachige Redaktion sowie Industrie- und Infrastrukturthemen.

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.