Peruanische Außenpolitik

Vereinten Nationen, APEC, Alianza del Pacífico, Andengruppe, bilaterale Beziehungen.

tokapus

26. November 2016

Deutschland stellt 190 Mio. Euro für Entwicklung in Peru zur Verfügung

Javier Paulinich, Verhandlungsführer der peruanischen Delegation und Christoph Rauh, Leiter Südamerika BMZ © (CC BY-SA 2.0)

Am Sitz des Außenministeriums Perus in Lima fanden am 23. und 24. November 2016 die Sitzungen zu den "Regierungsverhandlungen über die Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Republik Peru und der Bundesrepublik Deutschland" statt. In den Sitzungen wurden die laufenden Projekte und Programme der bilateralen Zusammenarbeit evaluiert und die Richtlinien der künftigen Arbeit unter Berücksichtigung der Strategien und Ziele der neuen Regierung von Pedro Pablo Kuczynski und den internationalen Verpflichtungen der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Abkommen über den Klimawandel zugrunde gelegt.

17. Januar 2016

Javier Paulinich Velarde - Perus Verhandlungsführer in der Außenwirtschaftspolitik

Javier Paulinich Velarde - Perus Verhandlungsführer in der Außenwirtschaftspolitik

Als Generaldirektor für Wirtschaftsfragen im Außenministerium Perus ist Javier Paulinich Velarde für die bilateralen Verhandlungen unter Staaten und mit multilateralen Organisationen zuständig. In dieser Funktion leitete er die Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und Peru im November 2015 in Lima; diese wird er im März 2016 in Berlin fortsetzen. Von Bedeutung ist auch sein Beitrag in den Verhandlungen zur Aufnahme Perus in die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).

13. November 2015

Wirtschaft in Peru mit leichter Aufwärtstendenz

Das Bruttoinlandsprodukt in Peru ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 2,6 Prozent und damit etwas stärker als im ersten Halbjahr (+2,4 %) gestiegen. Insbesondere der Rohstoffsektor als zweitwichtigster Wirtschaftszweig trug hierzu bei (+6,6 %), wobei hier die Förderung von Kupfer, Molybdän und Zink am stärksten zulegte, während Erdgas und Rohöl zurückgingen. Auch der Groß- und Einzelhandel (+3,9 %) und die Landwirtschaft (+2,3 %) haben sich behauptet, während das verarbeitende Gewerbe (-2,5 %) und die Bauwirtschaft (-7,7 %) weiterhin schwächeln.

11. Oktober 2015

Peru gehört zur größten geplanten Freihandelszone der Welt

Peru ist neben Chile und Mexiko eins der drei lateinamerikanischen Länder, die Anfang Oktober das Freihandelsabkommen zwischen den USA und elf weiteren Pazifikstaaten, die sogenannte Trans-Pacific-Partnership (TPP), unterschrieben haben. Die anderen Mitglieder sind Japan, Kanada, Australien, Malaysia, Singapur, Neuseeland, Vietnam und Brunei. Im Prinzip handelt es sich um eine Erweiterung des Wirtschaftsverbunds Nafta zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, welcher Mexiko unter anderem für europäische Firmen als Produktionsstandort, von dem aus den US-Markt beliefert wird, attraktiver machte.

TPP - Trans-Pacific-Partnership

11. Juni 2015

Visumfreies Reisen für Peruaner in Europa bald möglich

Auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel, der heute nach zwei Tagen in Brüssel zu Ende ging, ist die geplante Aufhebung der Visumpflicht für Peruaner und Kolumbianer bei dreimonatigen Aufenthalten im Schengenraum von Seiten der EU-Kommission und der beiden lateinamerikanischen Länder per Unterschrift bestätigt worden. In den Monaten zuvor waren technische Details ausgehandelt worden, nachdem bereits im letzten Jahr politisch Grünes Licht für die Reiseerleichterung gegeben worden war. Damit die Regelung in Kraft tritt, müssen der Europäische Rat, also die Regierungschefs der EU-Staaten, und das Europäische Parlament noch einmal ihre Zustimmung geben. Dies dürfte noch einige Monate in Anspruch nehmen.

15. Februar 2015

Deutschland und Peru vertiefen politische Beziehungen

Bundespräsident Joachim Gauck wird im März zu einem Staatsbesuch nach Peru kommen. Das wurde an diesem Wochenende während der Visite von Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Lima bekannt. Steinmeier traf sich mit seinem Amtskollegen Gonzalo Gutiérrez Reinel zu Unterredungen, bei denen es um bilaterale, regionale und weltpolitische Themen ging. Schwerpunkte waren technisch-finanzielle Kooperationen, Umweltschutz, Außenhandel und Investitionsmöglichkeiten deutscher Unternehmen bei Infrastruktur- und Entwicklungsprojekten, wie im öffentlichen Nahverkehr in Lima. Beide Seiten vereinbarten, für künftige politische Konsultationen eine feste Form zu schaffen. Vorgesehen seien regelmäßige Treffen von Vertretern beider Außenministerien.

16. Juli 2014

Themen der deutsch-peruanischen Regierungsgespräche

Neben der Zusammenarbeit im Rohstoffsektor und damit verbundener Technologien wollen Deutschland und Peru die Kooperation in Forschung und Wissenschaft intensivieren. Dies kündigte Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Treffen mit Perus Präsident Ollanta Humala in Berlin an. Im vergangenen Jahr hatten der Deutsche Akademische Austauschdienst und das peruanische Bildungsministerium das sogenannte Aleprona-Abkommen unterzeichnet.

14. Juli 2014

Deutschland und Peru schließen Rohstoffpartnerschaft

Die Regierungen von Deutschland und Peru haben heute Vormittag das im vergangenen Jahr ausgehandelte Abkommen zur Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet. Vorgesehen ist ein regelmäßiger politischer Dialog über diese Themen, wozu eine deutsch-peruanische Regierungsgruppe eingesetzt wird, und die Unterstützung privater Unternehmen, die Verträge in den Bereichen abschließen wollen. Außerdem werden die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und das peruanische Institut für Geologie, Bergbau und Metallurgie verstärkt zusammenarbeiten.

28. Januar 2014

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat entschieden

Meeresgebiet von ca. 50 000 km2 Peru zugesprochen

Landkarte mit Grenzpunkte nach Urteilsverkündung, Quelle: Grupo Geo Graphos 2007

Peter Tomka als Gerichtspräsident verkündete die Ergebnisse der Abstimmung von 16 Richtern zu der Klage Perus gegen seinen Nachbarn Chile. Das Gericht akzeptierte zwar den von Chile geforderten Ausgangspunkt für die Grenzziehung von dem Grenzpunkt La Concordia auf dem Festland aus. Von dort und dem Parallel 18° 21“ folgend wird eine Grenzlinie von 80 Meilen bis zum Punkt A gezogen, danach folgt eine weitere Linie in südwestliche Richtung bis zum Erreichen der 200 Meilen Meeresgrenze Chiles, Punkt B. Von hier aus wird eine letzte Linie in südlicher Richtung bis zum Erreichen der 200 Meilen Meeresgrenze Perus gezogen, Punkt C (diese Punkte sind auf der Landkarte approximativ dargestellt).

27. Januar 2014

Umstrittene Seegrenze zwischen Peru und Chile

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag entscheidet

LK Maritime GrenzeAm 27. Januar 2014 um 15:00 wird der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag seinen Urteil über eine Klage Perus gegen Chile öffentlich bekanntgeben. Grundlage ist eine Klage der Regierung Perus von Januar 2008, in der ein etwa 38 000 Quadratkilometer großer Meeresabschnitt als peruanisches Hoheitsgewässer beansprucht wird.

Die Regierungen Perus und Chiles erkennen die Souveränität über ein 200 Meilen Seegebiet vor den Küsten ihrer Landesgrenzen an. Da am Grenzpunkt zwischen beiden Ländern Punto Concordia die Grenze einen kurvenhaften Verlauf aufweist, ist die Grenzziehung nicht eindeutig.

06. November 2013

Deutschland ist Beobachter-Mitglied der Pazifikallianz

Deutschland ist zusammen mit Großbritannien, Italien, der Schweiz und den Niederlanden neues Beobachter-Mitglied der lateinamerikanischen Pazifikallianz. Dies teilte das von Mexiko, Chile, Kolumbien und Peru gebildete Staatenbündnis gestern mit. Die Bundesrepublik hatte sich Ende August um eine solche Mitgliedschaft beworben. Mit ihr ist das Recht verbunden, an den Treffen der Präsidenten und Minister der vier Vollmitglieder teilzunehmen und dort Stellungnahmen abzugeben.

27. Mai 2013

Pazifik-Allianz vertieft und erweitert sich

Chile, Peru, Kolumbien und Mexiko wollen in Kürze damit beginnen, ihren Handel untereinander zu liberalisieren. Die vier Länder der Pazifik-Allianz beschlossen auf ihrem Gipfeltreffen am 23. Mai im kolumbianischen Cali, dass am 30. Juni die Zölle für mindestens 50 Prozent der Güter und Dienstleistungen entfallen. Anschließend soll die Quote der zollfrei handelbaren Waren auf 90 Prozent steigen. Auf lange Sicht, nach bis zu zehnjährigen Übergangsfristen, werden auch die verbleibendem zehn Prozent der Zölle abgebaut. Außerdem sollen nichttarifäre Handelshemmnisse, etwa bei Vorschriften zum Gesundheitsschutz, durch Angleichung verringert werden.

22. Dezember 2012

Perus Landwirtschaft mit großem Exportpotential

Die peruanische Wirtschaft wird nach neuesten Daten der Zentralbank des Landes in diesem Jahr um 6,3% wachsen. Das Wachstum beruht vor allem auf dem Bergbau bzw. dessen Produkte Silber, Kupfer, Zink, Zinn, Blei und Gold. Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) bemüht sich die peruanische Regierung allerdings darum, die starke Abhängigkeit des Landes vom Rohstoffexport zu verringern und andere Branchen zu stärken.