22. Juni 2022

LA CANTERA - Premiere des Films von Miguel Barreda am 30. Juni in Berlin

Von Guerlio Peralta - Redakteur, Themen Newsletter - 24. Juni 2022 | Kultur, Gesellschaft und Bildung

LA CANTERA - Premiere des Films von Miguel Barreda am 30. Juni in Berlin

30. Juni 2022, 20:00 Uhr, Lichthaus Babylon Berlin
LA CANTERA (Der Steinbruch) - 92 min, Spanisch mit Deutschen Untertiteln
Der Regisseur Miguel Barreda wird danach für Fragen des Publikums zur Verfügung stehen.
Tickets für 8€ erhalten Sie unter: https://bit.ly/3u2QhxZ.


Arequipa gilt als "Wiege von Revolutionen" in Peru. Dies ist auf die verschiedenen Aufstände und Proteste zurückzuführen, die ihre Bevölkerung im Laufe ihrer Geschichte dank eines ausgeprägten Bürgersinns angeführt hat.

Bei seinem Aufbruch in den Krieg sinniert der Unabhängigkeitskämpfer Mariano Melgar:

Weiße Stadt
des ewigen blauen Himmels,
reiner Sonnenschein.
Berge meiner Heimat
wo ich geboren bin
und zu lieben erzogen wurde.
Hier lasse ich meine Träume,
hier bleibt meine Liebe ...

Arequipa stellt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus dar. Erbaut zwischen imposanten Vulkanen aus schneeweißem Sillar-Stein vulkanischen Ursprungs - ist sie heute eine moderne Stadt, die ihr koloniales Erbe bewahrt hat.

Dieser Sillar-Stein wird in Steinbrüchen nördlich der Stadt Arequipa abgebaut und der Film LA CANTERA erzählt von einer schrecklichen Begebenheit, die sich in einem dieser Steinbrüche zugetragen hat:

Juan, der junge Sohn eines Steinmetzes ist schockiert, als er seinen Vater tot vorfindet. Er vermutet, dass Carlos - der Bruder seines Vaters - für dessen Tod verantwortlich ist.

Beweise hat er dafür nicht. Als er herausfindet, dass seine Mutter Gabriela ein Verhältnis mit Carlos hat, schwinden auch die letzten Zweifel, aber niemand schenkt ihm Glauben.

So beschließt er selbst für Gerechtigkeit zu sorgen, auch wenn er sich dafür gegen die Menschen, die er liebt stellen und sein eigenes Leben aufs Spiel setzen muss.

Der Film ist inspiriert von Shakespeares "Hamlet", dessen unvergängliche Konflikte sich in der zeitgenössischen peruanischen Gesellschaft widerspiegeln.



Das Projekt LA CANTERA entstand 2006, als Miguel Barreda einen Dokumentarfilm über die Gewinnung von Sillar in den Steinbrüchen von "Añashuaico" und "Cruz de Mayo" drehte und dabei einige Steinmetze traf, deren Persönlichkeiten er faszinierend fand.

Der Ort erscheint ihm sehr speziell, inspirierend, ein Ort, der die Fantasie anregt. Barreda verbindet die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der Steinmetze mit dem oben beschriebenen Drama, in dem der Zusammenbruch des Vertrauens der Schlüssel zur Handlung ist.

Die Steinbrüche erscheinen Barreda von Natur aus spektakulär, als eine natürliche Umgebung, die durch das Eingreifen des Menschen eine sehr ungewöhnliche und bizarre Form annimmt. Und die Emotionen, die er dabei empfindet, motivierten ihn, das Drama des Films in diesem Umfeld anzusiedeln.


En la picantería
En el cementerio


Miguel BarredaMiguel Barreda Delgado

Der Film- und Videoregisseur Miguel Barreda Delgado wurde 1967 geboren. Er studierte Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), wo er Meisterkurse für Drehbuchschreiben bei Jesús Díaz besuchte und Schüler des ungarischen Regisseurs Béla Tarr war. Seit 1992 arbeitet er als Redakteur, Drehbuchautor und Regisseur für Film und Fernsehen.

Nachdem er 20 Jahre lang in Deutschland gelebt und als Redakteur und Autor für die Deutsche Welle gearbeitet hatte, kehrte er 2004 nach Peru zurück, wo er die Produktionsfirma VÍA EXPRESA CINE Y VIDEO gründete.

Im Jahr 2015 veröffentlichte er den Film ENCADENADOS, der im Rahmen des vom peruanischen Kulturministerium organisierten Spielfilmwettbewerbs Exklusiv für die Regionen des Landes ausgezeichnet wurde. Der Film erhielt den Preis für den besten peruanischen Film auf dem 2. internationalen Filmfestival von Ayacucho.

Im Jahr 2016 produzierte und bearbeitete er einen Dokumentarfilm über ländliche Bildung in Peru,
LA SEÑAL, Regie: Leandro Pinto Le Roux. Der Film erhielt im selben Jahr den Publikumspreis auf dem Filmfestival von Lima und den Preis für den besten Dokumentarfilm auf dem 9.

Im Jahr 2019 präsentierte er auf dem 23. Filmfestival von Lima den Spielfilm LA CANTERA, dessen Handlung von William Shakespeares Hamlet inspiriert ist. Der Film wurde vom Kulturministerium mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet und kam im Oktober 2021 in die kommerziellen Kinos und wurde von der NETFLIX-Plattform für Lateinamerika erworben.

Derzeit stellt er den Spielfilm REDENCIÓN fertig, dessen Fertigstellung für das vierte Quartal 2022 geplant ist, und entwickelt das animierte Spielfilmprojekt NADA QUE DE DECLARAR, das auf dem gleichnamigen Roman der bekannten Schriftstellerin Teresa Ruiz Rosas basiert. Beide Projekte wurden vom peruanischen Ministerium für Kultur ausgezeichnet.

Er führte Regie bei den Stücken SEPULCRUM (2007), einer Adaption des Stücks SABANDIJAS Y SANGUIJUELAS von Eduardo Bonafede, PARADERO FINAL (2008), einer Adaption von UN TRANVÍA LLAMADO DESEO von Tennessee Williams, LA RATONERA (2009) von Agatha Christie und TROYANAS (2019) von Euripides, in der Fassung von Alberto Conejero, alle mit dem Kulturverein Artescénica, Arequipa. Darüber hinaus inszenierte er 2017 den Monolog FEBRO, EL POETA von Marcelo Martínez Málaga mit Reynaldo Delgado in der Hauptrolle, ein Stück, das er 2020 erneut inszenierte, diesmal mit Renato Ramírez in der Hauptrolle, und das für das Festival de Artes Escénicas de Lima ausgewählt wurde.

Außerdem unterrichtet und berät er in verschiedenen Workshops in Peru, Deutschland und anderen Ländern zum Thema Filmemachen. Er unterrichtete Regie am Ausbildungszentrum der Cinemateca Nacional de Nicaragua und ist Professor für Schauspielerei am Conservatorio de Artes Escénicas der Universidad La Salle in Arequipa.

Über den Autor

Guerlio Peralta - Redakteur

Guerlio Peralta - Redakteur

Guerlio Peralta verfügt über langjährige Erfahrung im Management von IT-Projekten im CRM- und Support-Bereich. Seit 2007 hat er sich auf die Konzeption, Erstellung, Administration und Pflege von Internet-Portalen spezialisiert. Bei Peru-Vision ist er redaktionell zuständig für die Bereiche Tourismus und Gastronomie. Außerdem ist er zuständig für Technik, Kultur und Multimedia sowie für den Vertrieb.

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