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05. November 2016

Erasmo Cachay: ein Ingenieur und Schriftsteller aus Peru

Von Gerardo Basurco, Themen Literatur | Newsletter - 2016 - 11 November

Erasmo Cachay: ein Ingenieur und Schriftsteller aus Peru

Erasmo Cachay wurde 1977 in Lima geboren und besuchte die amerikanische Schule im wohlhabenden Stadtviertel Miraflores der peruanischen Hauptstadt Lima. Der Vater stammte aus der nordandinen Stadt Cajamarca und die Mutter aus Ica, an der Küste südlich von Lima gelegen. Schon im frühen Alter schrieb er Gedichte und Erzählungen, die allerdings nicht publiziert wurden. Er lebte in Peru zu einer Zeit, in der die Bewegung „Leuchtender Pfad“ das Land terrorisierte und anschließend der Präsident Fujimori einen Selbstputsch vollzog und das Land mit autoritärer Hand regierte. Diese Entwicklungen bewegten Cachay, sein Glück fern von der Heimat zu suchen.

 

Im Alter von 19 Jahren legte er in Karlsruhe das deutsche Abitur ab und im Anschluss daran absolvierte er ein Elektronikstudium an der Universität in Stuttgart. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Unternehmen bei Stuttgart machte er einen Master in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt auf Internationalem Projektmanagement. Er bekleidete verschiedene Positionen im In- und Ausland und ist seit September 2016 Generalkoordinator im Bereich Ausbildung für Produktionssysteme eines weltweit tätigen Stuttgarter Unternehmen.

Seine Leidenschaft für die Literatur und den Film hat jedoch nicht nachgelassen: Neben seiner beruflichen Tätigkeit hat er Gedichte, Artikel und ein Drehbuch geschrieben. Sein literarischer Durchbruch ist das Erscheinen seines ersten Romans «La casa Dreyfuss» als Buch und E-Book. Seitdem ist er ein Mitarbeiter von Kulturzeitschriften in Spanien und Argentinien und unterhält einen Blog. Dessen Themen sind vielseitig, wobei eine Frage Cachay besonders am Herzen liegt: die Integration. Er ist der Ansicht, dass eine aktive Integration der Schlüssel zum Erfolg im Ausland ist.

Über den Roman «La casa Dreyfuss»

casa dreyfuss

Eduardo Sanchez, ein junger Peruaner, der im Ausland sein Studium absolviert hat, kehrt nach Hause zurück. Er arbeitet für eines der größten Unternehmen im Land und sollte sich deswegen glücklich fühlen. Das ist er jedoch nicht. Er hat den Sinn und den Kompass seines Lebens verloren. Er sucht Hilfe in seiner Familie, aber er kann sie nicht finden.

Eines Nachts wird auf einem Familientreffen eine alte phantastische Geschichte erzählt, die nicht aufhören wird, ihn zu beschäftigen und seine Neugier, die Vergangenheit seiner Familie zu erforschen, weckt. An einem Abend schlendert er durch die Straßen von Miraflores, und plötzlich entdeckt er ein geheimnisvolles Mädchen, das seine Aufmerksamkeit ruft und Ausgang einer einzigartigen Geschichte werden wird. Eine Aura von Geheimnis umgibt nicht nur die Familie, sondern auf die eigentümliche Art und Weise, in der die Erben der Gesellschaft präsentiert werden. Er wird einen Taxifahrer begegnen, der ihn zu einem Platz zu führen verspricht, wo all die Geschichten des alten Lima bekannt sind (bzw. enthüllt werden). Dort, unter dem Licht einer Glühlampe und inmitten der ranzigen Musik einer Kneipe im Zentrum Limas, wird er die wahre Geschichte der Familie Dreyfuss erfahren.

Über den Autor

Gerardo Basurco

Gerardo Basurco

Er betätigt sich als Berater und Projektleiter in der Privatwirtschaft und ist Dozent in Entwicklungspolitik und Landeskunde Lateinamerikas für die AIZ/GIZ. Zudem verfügt er über langjährige Erfahrung in der Kooperation zwischen Deutschland und Lateinamerika.
Bei Peru-Vision ist er zuständig für den Bereich Wirtschaft und Politik sowie Consulting.

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