05. Februar 2018

NASCA. PERU - Auf Spurensuche in der Wüste

Von Martina Vogt, Guerlio Peralta, Themen Archäologie | Kultur | Malerei | Newsletter - 2018 - 02 Februar | Musik

Bis zum 15. April 2018 im Museum Rietberg in Zürich

NASCA. PERU - Auf Spurensuche in der Wüste

Seit dem 15. November 2017 findet im Museum Rietberg in Zürich / Schweiz die Ausstellung "Nasca. Peru - Auf Spurensuche in der Wüste" statt.

Diese Ausstellung ist noch bis 15. April dieses Jahres zu sehen. Peru-Vision war am Sonntag, den 05. Februar vor Ort und war von der Ausstellung begeistert.

Neuste archäologische Untersuchungen erzählen von einer faszinierenden, untergegangenen Gesellschaft, der Nasca-Kultur (ca. 200 v. Chr. - 650 n. Chr.) geprägt von Ritualen, Kunst, Musik und dem Leben in einer der extremsten Klimaregionen der Welt. In der Ausstellung sind rätselhafte Gefäßmalereien, Goldmasken, Musikinstrumente und farbenprächtige Textilien zu sehen.

Im Wüstenboden des südlichen Perus hinterließen die Nasca eines der größten Archäologie-Rätsel, das noch immer auf seine Entschlüsselung wartet: Die riesigen Bodenzeichnungen, auch Nasca-Linien genannt. Eines haben die archäologischen Forschungen herausgefunden: Die Bodenzeichnungen waren nicht zum Anschauen gemacht, sondern zum Ablaufen. Begleitet mit Musik und psychoaktiver Substanzen haben die Nascas die Bilder rituell abgeschritten, um den Kontakt zu dem Übernatürlichen zu suchen.

Dank der guten Zusammenarbeit zwischen dem Museo de Arte de Lima /MALI) und dem Museum Rietberg konnten sich die bedeutendsten Nasca-Archäologinnen und -Archäologen weltweit beteiligen und dem Publikum Exponate aus öffentlichen sowie privaten peruanischen Sammlungen, die bisher dem Publikum unzugänglich waren, zeigen, sogar einige Ausstellungsstücke direkt aus archäologischen Ausgrabungen. Frau Sylvia Seibold, Kunstvermittlerin des Museum Rietberg, führte die Besuchergruppe durch die Ausstellung und vermittelte die in den letzten zwanzig Jahren neu gewonnenen Erkenntnisse spannend und anschaulich.

Dabei stellte sie mit fundiertem Wissen die reichhaltige Bildsprache auf Textilien, Keramiken, Grabbeigaben und- im Wüstenboden vor. Die Nasca hinterließen keine Schrift. Umso komplexer war ihre Kultur mit uns fremdartig escheinenden Ritualen und ihren farbenprächtigen Kunstgegenständen. Selbst Besucher, die in Peru geboren sind, waren von der Ausstellung beeindruckt, wie das Interview am Ende des folgenden Videos zeigt.



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Über den Autor

Martina Vogt

Martina Vogt

Sie ist Grund- und Hauptschullehrerin und ist Mitglied im Redaktionsteam von PeruVision. Martina Vogt hat bereits eineinhalb Jahre in Mittelamerika gelebt und mehrere Länder des lateinamerikanischen Kontinents bereist. Sie ist in Oberndorf am Neckar geboren, eine Schwäbin also und fühlt sich mit Peru, speziell mit Arequipa seelenverwandt. Das mag durch ihren Ehemann Guerlio Peralta herrühren, mit dem sie seit 2009 verheiratet ist.

Guerlio Peralta

Guerlio Peralta

Guerlio Peralta verfügt über langjährige Erfahrung im Management von IT-Projekten im CRM- und Support-Bereich. Seit 2007 hat er sich auf die Konzeption, Erstellung, Administration und Pflege von Internet-Portalen spezialisiert.
Bei Peru-Vision ist er redaktionell zuständig für die Bereiche Tourismus und Gastronomie. Außerdem ist er zuständig für Technik, Kultur und Multimedia sowie für den Vertrieb.

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