17. Mai 2014

Deutschland fördert Entwicklung in Peru mit 200 Mio. Euro

Themen Umwelt | Entwicklung | Wasserversorgung

Deutschland unterstützt Peru in diesem und nächstem Jahr mit weiteren 122 Millionen Euro Entwicklungshilfe. Dies wurde auf den deutsch-peruanischen Regierungsverhandlungen vereinbart, zu denen sich die Lateinamerika-Beauftragte im Bundesentwicklungsministerium, Christiane Bögemann-Hagedorn, dieser Tage in Lima aufhielt. "Ange­sichts der eigenen wirt­schaft­lichen Leistungs­fähigkeit Perus handelt es sich dabei vor allem um zins­verbilligte Kredite", teilt das Ministerium mit. Von den Mitteln fließen 14 Millionen Euro in ein Projekt, mit dem die öffentliche Verwaltung in Peru transparenter und bürgernäher gestaltet wird. Insbesondere das Finanz­manage­ment sollen verbessert und die Um­setzung der Sozial­politik und dem Auf­bau der internen Kontroll­mechanis­men unter­stützt werden.

Weitere 73 Millionen Euro sind für Trinkwasser- und Abwasserprojekte in den Städten Lima, Arequipa, Coronel Portillo und Tacna vorgesehen. Die Wieder­nutzung von geklärtem Wasser soll dem Land helfen, sich an die klima­tischen Verän­derungen an­zupassen und Wasseressourcen zu schonen. Zusätzliche 30 Millionen Euro kommen einem Programm zugute, das den Schutz des Regenwaldes und die Lebensbedingungen für die Einwohner in den entsprechenden Gebieten Ostperus verbessern soll. Die übrigen 5 Millionen Euro sind für nachhaltige Forstwirtschaft vorgesehen.

Bereits im vergangenen November hatte das Bundesentwicklungsministerium 78 Millionen Euro für Umweltschutz- und Wasserprojekte in Peru zugesagt, sodass sich nun die Mittel für 2014 und 2015 auf 200 Millionen Euro summieren. Dies ist etwas weniger als in der Vorperiode, in der Deutschland dem Andenland 238 Millionen Euro zur Verfügung stellte und damit so viel wie nie zuvor. Allgemeine Schwerpunkte der Förderung sind die Stär­kung von Demo­kra­tie, Zivilgesellschaft und öffent­licher Ver­wal­tung, die Ver­bes­se­rung der Trink­wasser­ver­sor­gung und der Ab­was­ser­ent­sor­gung sowie die Unter­stützung in den Bereichen länd­liche Ent­wick­lung, ​Umwelt­schutz und Klima­wandel.

Perus Präsident reist nach Deutschland

Bei den jüngsten Regierungsverhandlungen wurde die peruanischen Seite von der Direktorin für Internationale Zusammenarbeit im Außenministerium, María Eugenia Echevarría, und dem Beauftragten für das Fach Peru-Deutschland in der Peruanischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit (APCI), Héctor Silva Egoavil, vertreten. Die Gespräche fanden auch mit Blick auf den Ende des Jahres in Peru geplanten Weltklimagipfel statt. Perus Präsident Ollanta Humala wird auf Einladung der deutschen Bundeskanzlerin Mitte Juli zum "Petersberger Klimadialog", auf dem der Gipfel vorbereitet wird, nach Berlin kommen, kündigte unterdessen der peruanische Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal laut Zeitungsberichten an.

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