Wirtschaftsentwicklung

Peru gehörte in den letzten zehn Jahren mit Wachstumsraten von durchschnittlich sechs Prozent zu den dynamischsten Volkswirtschaften in Lateinamerika. Auch als im Jahr 2009 die Weltwirtschaft infolge der Finanzkrise in die Knie ging, nahm das Bruttoinlandsprodukt immerhin um ein Prozent zu. Im Jahr 2014 zeigte Perus Wirtschaft allerdings Bremsspuren, weil die beiden größten Branchen, das verarbeitende Gewerbe und der Bergbau, um schrumpften. Seither hat die Konjunktur dank des Aufschwungs im Bergbau aber wieder angezogen: Die Wirtschaftsleistung stieg 2015 um 3,3 Prozent und 2016 um 3,9 Prozent.

Die jährlichen Wachtsumsraten des Bruttoinlandsprodukts und Prognosen (Quelle: Peruanische Zentralbank, März 2016).

In absoluter Höhe belief sich Perus Bruttoinlandspodukt zuletzt auf gut 200 Milliarden US-Dollar, was der Wirtschaftsleistung Tschechiens entspricht. In Lateinamerika steht das Land damit an siebter Stelle hinter Brasilien, Mexiko, Argentinien, Venezuela, Kolumbien und Chile.

Die Inflation betrug 4,1 Prozent im Jahr 2015, nach 3,2 Prozent im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote im Großraum Lima bewegt sich seit 2013 zwischen 5,5 und 7 Prozent. Die Staatsverschuldung ist nach mehrjährigen Haushaltsüberschüssen auf 20 % des Bruttoinlandsprodukts gesunken. Seit 2014 gab die Regierung jedoch wieder mehr aus, als sie einnahm: 2016 betrug das Defizit, also die Neuverschuldung, 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Grund waren u.a. Steuerermäßigungen zur Stützung der Konjunktur. Die peruanische Zentralbank verfügt über Devisenreserven von mehr als Mrd. US-Dollar, also fast einem Drittel des Bruttoinlandsprodukts.

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