Tarapoto

Klima

Die großen Höhenunterschiede bedingen vielfältige Klimazonen: gemässigtes, feuchtes Klima an der flachen Küste in Lima, trockenes Klima im bergländischen Cusco (3326m), warm gemäßigtes bis subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit am Ostabfall der Anden bis hin zum tropischen Klima im östlichen Tiefland (Pucallpa). Die interaktive Klimakarte gibt Auskunft über verschiedene Orte im Land.

In unregelmäßigen Abständen taucht eine warme Meeresströmung, an der pazifischen Küste auf, was zu extremen klimatischen Veränderungen in den betroffenen Regionen führt. Man spricht vom "El Niño"-Phänomen. Das stärkste bisher beobachtete El Niño-Ereignis der Jahre 82/83 löste in den Wüstengegenden Perus nach tagelangen, anhaltenden Niederschlägen Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Das Meteorologische Institut Perus SENAMHI und CIIFEN berichten regelmässig über dieses Phänomen.

Zur Jahreswende 2016/17 tauchte das als "El Niño costero" bezeichnete Wetterphänomen an der peruanisch-ecuadorianischen Küste unerwartet auf. Im Gegensatz zum bisherigen "El Niño", zeichnet sich dieses durch sein lokales Auftreten, eine ungewöhnlich starke Erwärmung der Meerwassertemperatur (bis zu 10° C. über dem Normalwert) und das Fehlen von kalten Winden aus der Antarktis aus. Dies hatte heftige Dauerregen, Schlammlawinen und Überschwemmungen zur Folge. Die Bilanz der stärksten Niederschlägen seit 18 Jahren in Lima und den nördlichen Regionen des Landes waren: 90 Tote, 20 Vermisste, insgesamt 742.101 direkt von den Überschwemmungen und den Erdrutschen betroffene Menschen. 

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