20. Juni 2017

Perus Wirtschaft schwach im April, aber mit guten Perspektiven dank Staatsinvestitionen in Infrastruktur

Von Gerardo Basurco, Themen Newsletter - 2017 - 06 Juni, Volkswirtschaft

Finanzminister Alfredo Thorne steht unter Beschuss © Foto El Comercio

Die peruanische Wirtschaft ist in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 1,6 Prozent und in den letzten zwölf Monaten um 3,1 Prozent gewachsen, wobei die Wachstumsrate im Monat April lediglich 0,2 Prozent betrug. Dies ergeben die neusten Zahlen des peruanischen Statistikamts Inei.

Die Verlangsamung des Wachstums liegt am "El Niño Costero" und am Korruptionsskandal beim brasilianischen Unternehmen Odebrecht, das in wichtigen peruanischen Projekten involviert ist, und die nun gestoppt sind.

Das Finanzministerium sieht aufgrund der Nachfrage nach Strom und Baumaterialien im Mai Anzeichen für eine Wiederankurbelung der Wirtschaft. Ferner weist die Fischerei hohe Wachstumsraten auf, die Preise für Rohstoffe haben sich verbessert und die Hindernisse bei Infrastrukturprojekten werden langsam beseitigt (Zeitung Gestión).

16. Februar 2017

Perus Wirtschaft ist 2016 schneller gewachsen

Von Richard Meier, Themen Binnenwirtschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaft

Die peruanische Wirtschaft ist im zurückliegenden Jahr um 3,9 Prozent gewachsen und damit schneller als 2014 und 2015 (2,4 % bzw. 3,3 %). Von der Dynamik früherer Zeiten mit Zuwachsraten von 6 bis 9 Prozent ist sie aber immer noch entfernt. Dies ergeben die gestern veröffentlichten Zahlen des peruanischen Statistikamts Inei.

15. August 2016

Perus Wirtschaft wächst um vier Prozent

Themen Binnenwirtschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaft, Newsletter - 2016 - 09 September

Perus Wirtschaft ist im ersten Halbjahr um 4,1 Prozent gewachsen, wobei im zweiten Quartal die Dynamik gegenüber dem ersten etwas nachließ. Nach wie vor ist der Förderung metallischer Rohstoffe, die um 20 Prozent expandierte, und hier vor allem der Kupferbergbau (+54 %), die größte Konjunkturstütze. Auch der Molibdän- und Silberabbau ist stark gesteigert worden (+22 bzw. +16 %).

16. Mai 2016

Perus Wirtschaft hält Wachstumstempo – Kräftiger Schub durch Kupfer

Themen Binnenwirtschaft, Bergbau, Volkswirtschaft

Die peruanische Wirtschaft behält ihr vergleichsweise hohes Wachstumstempo einstweilen bei. Das Bruttoinlandsprodukt lag im ersten Quartal 2016 um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert und expandierte damit fast genauso schnell wie im starken Schlussquartal von 2015. Die Vergleichswerte betrugen 2014 noch 2,4 Prozent und 2015 3,3 Prozent. WEITERLESEN in unseren Premium-Wirtschaftsnachrichten

16. Februar 2016

Konjunktur 2015: Bergbau zieht Perus Wirtschaft hoch

Von Richard Meier, Themen Binnenwirtschaft, Volkswirtschaft, Newsletter - 2016 - 03 März

Konjunktur 2015: Bergbau zieht Perus Wirtschaft hoch

Die peruanische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr trotz aller Schwierigkeiten, mit denen rohstoffexportierende Schwellenländer derzeit zu kämpfen haben, Quartal für Quartal beschleunigt und insgesamt ein Wachstum von 3,3 Prozent erreicht. Gegenüber der Steigerungsrate des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von einem Prozentpunkt, andererseits ist der Abstand zu den Werten der Jahre 2010 bis 2013 (6 % und mehr) noch deutlich.

13. November 2015

Wirtschaft in Peru mit leichter Aufwärtstendenz

Themen Binnenwirtschaft, Außenpolitik, Volkswirtschaft, Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt in Peru ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 2,6 Prozent und damit etwas stärker als im ersten Halbjahr (+2,4 %) gestiegen. Insbesondere der Rohstoffsektor als zweitwichtigster Wirtschaftszweig trug hierzu bei (+6,6 %), wobei hier die Förderung von Kupfer, Molybdän und Zink am stärksten zulegte, während Erdgas und Rohöl zurückgingen. Auch der Groß- und Einzelhandel (+3,9 %) und die Landwirtschaft (+2,3 %) haben sich behauptet, während das verarbeitende Gewerbe (-2,5 %) und die Bauwirtschaft (-7,7 %) weiterhin schwächeln.

01. November 2015

Jahrestagung von IWF und Weltbank in Lima/Peru

Von Gerardo Basurco, Themen Volkswirtschaft, Wirtschaft, Newsletter - 2015 - 11 November

IWF-Chefin Christine Legarde, Bild: AFP/Ernesto Benavides.

Vom 8. bis 11. Oktober fand die Jahrestagung von IWF und Weltbank in Lima statt. Lima ist die erste Stadt in Lateinamerika, die in den letzten 60 Jahren Austragungsort dieser Jahrestagung war. Nicht von ungefähr wählten die Bretton-Woods-Institutionen Peru aus: Die Andenrepublik gilt als Vorzeigeland, das seit mehr als einer Dekade eine neoliberale Wirtschaftspolitik mit sozialem Einschluss („inclusión social“) verfolgt. Parallel hierzu fand eine alternative Veranstaltung mit dem Namen “Desmintiendo el milagro peruano” (Leugnung des peruanischen Wunders). Ein Zusammenschluss mehrerer Nichtregierungsorganisationen stellte das alternative Treffen auf die Beine, zu der namhafte in- und ausländischen Fachleute eingeladen wurden, unter denen der Wirtschaftsnobelpreisträger von 2001, Joseph Stiglitz, herausragte.

Eine Delegation der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) war ebenfalls auf der IWF-Tagung anwesend.

22. August 2015

Perus Währung unter Druck

Von Richard Meier, Themen Volkswirtschaft, Wirtschaft

Wie andere Schwellenländer auch erlebt Peru einen rasanten Wertverlust seiner Währung gegenüber dem US-Dollar. Ende dieser Woche kostete ein Dollar 3,26 Peruanische Sol, so viel wie seit sechs Jahren nicht mehr. Ein Grund ist die im September erwartete Zinswende in den Vereinigten Staaten: Die Notenbank dürfte erstmals seit langem den Leitzins anheben und dadurch Dollar-Anlagen rentierlicher machen. Hinzu kommen die Probleme Chinas als wichtigem Handelspartner Perus.

16. August 2015

Perus Wirtschaft zieht an

Themen Binnenwirtschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt in Peru übertraf im zweiten Quartal den Vergleichswert des Vorjahres um 3 Prozent. Der Zuwachs war damit stärker als im ersten Quartal (1,7 Prozent) und in den letzten drei Monaten des Vorjahres (1,0 Prozent). Für das erste Halbjahr ergibt sich nach den Zahlen des peruanischen Statistikamtes Inei somit ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent, was der Steigerungsrate von 2014 entspricht. In den Jahren davor waren die Zuwächse allerdings noch mehr als doppelt so hoch gewesen.

15. Mai 2015

Perus Wirtschaft mit etwas mehr Schwung

Themen Binnenwirtschaft, Außenwirtschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaft

Das peruanische Bruttoinlandsprodukt lag im ersten Quartal um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im März übertraf es den Vergleichswert um 2,7 Prozent, der höchste Zuwachs seit elf Monaten, berichtet das nationale Statistikamt Inei. Im Schlussquartal 2014 hatte die Steigerungsrate nur 1,0 Prozent betragen. Damit hat Perus Wirtschaft etwas an Schwung gewonnen, gegen den überwiegenden Trend in Lateinamerika. Dennoch erreicht die Dynamik weder die Werte der Vorjahre von fünf und mehr Prozent noch die für das Gesamtjahr aufgestellten Prognosen von 3,5 bis 4 Prozent.

16. Februar 2015

Perus Wirtschaft hat ihr Tempo halbiert

Themen Binnenwirtschaft, Bau/Infrastruktur, Bergbau, Volkswirtschaft, Einzelhandel, Wirtschaft, Landwirtschaft

Die peruanische Volkswirtschaft ist 2014 um 2,4 Prozent gewachsen und damit weniger als halb so stark wie im Jahr zuvor. Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistikamtes INEI schwächelten vor allem die beiden größten Wirtschaftssektoren, der Bergbau (-0,8%) und das verarbeitende Gewerbe (-3,3%), sowie der Fischfang (-28%), während sich die Bereiche Finanzen (+12,6%), Leasing für Firmen (+6,6%), Telekommunikation (+6,5%), Energie- und Wasserversorgung (+4,9%), Gastgewerbe (+4,5%) und Handel (+4,4 %) überdurchschnittlich entwickelten. Abgesehen vom Handel, dem drittwichtigsten Wirtschaftszweig in Peru, entfallen auf diese Wachstumsträger aber nur kleine BIP-Anteile von jeweils etwa zwei bis vier Prozent. Mittelgroße Branchen wie Landwirtschaft (+1,4%), Bau (+1,7%) und das Transportwesen (+2,7%) expandierten nur moderat.

11. Februar 2015

Peru hat wenig Schulden im globalen Vergleich

Themen Volkswirtschaft

Unter den aufstrebenden Volkswirtschaften der Welt gehört Peru zu denen mit der geringsten Verschuldung. Dies betrifft nicht nur die Kreditaufnahme der öffentlichen Hand, sondern auch der Unternehmen, Privathaushalte und des Finanzsektors. Laut einer vor einigen Tagen veröffentlichten Studie des McKinsey Global Institute betragen die Verbindlichkeiten aller vier Bereiche zusammengezählt 62 Prozent des peruanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Unter den 47 untersuchten Ländern, hierunter 22 Industriestaaten und 25 Schwellenländer, nimmt Peru damit den viertbesten Platz ein.