16. April 2015

Genehmigung für 1,2 Mrd. Dollar teures Kupfer-Projekt in Peru

Themen Erze, Bergbau, Investition geplant, Wirtschaft

Die Minengesellschaft Southern Copper meldet, vom peruanischen Bergbauministerium die Genehmigung für den Ausbau seiner Kupferförderung bei Tacna in Südperu erhalten zu haben. Die dort geplante Anlage zur Konzentration von Kupfererz soll die Fördermenge von täglich 60.000 Tonnen im Bergwerk Toquepala verdoppeln. Veranschlagt wird die neue Investition mit 1,2 Milliarden US-Dollar. Der Bau soll binnen 22 Monaten entstehen.

Bei seinem nächsten Großprojekt in Peru muss sich das Unternehmen indes gedulden: Für 1,4 Milliarden US-Dollar will es den Kupfer-Tagebau Tia Maria in der Provinz Islay, Region Arequipa, entwickeln. Die Zentralregierung gab dafür im vergangenen Jahr grundsätzlich Grünes Licht, jedoch gibt es Widerstand von Regionalpolitikern und in der Bevölkerung vor Ort, die vor allem eine weitere Verknappung des Trinkwassers und die Vergiftung der Umwelt durch die Mine fürchtet. Ende März schien die Lage so eskaliert zu sein, dass ein Sprecher der peruanischen Tochtergesellschaft das Vorhaben für gescheitert erklärte. Wenige Stunden später kam ein Dementi von der Konzernspitze und Rückendeckung von Regierungsstellen. Seither bemühen sich das Bergbau- und Umweltministerium mit "runden Tischen" und anderen Diskussionsveranstaltungen, das Vertrauen der Bürger für das Projekt zu gewinnen. Unter anderem wird darauf verwiesen, dass für den Rohstoffabbau ausschließlich Meerwasser und kein Süßwasser verwendet wird.

Southern Copper erwartet, innerhalb eines Monats die endgültige Baugenehmigung zu bekommen, sodass die Mine Mitte 2017 in Betrieb gehen könnte. Die Kapazität soll auch dort bei 120.000 Tonnen täglich liegen. (Quellen: Southern Copper 15.04., Southern Copper 14.04.)

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