05. April 2015

Gaslieferant baut Leitungsnetz im Großraum Lima rasant aus

Themen Wärmeenergie, Bergbau, Investition geplant, Wirtschaft

Der Erdgasanbieter Cálidda hat im vergangenen Jahr sein unterirdisches Leitungsnetz zur Belieferung von privaten und gewerblichen Kunden in Lima und Callao von 3.400 auf 4.700 Kilometer Gesamtlänge erweitert. Investiert wurden dafür 83 Millionen US-Dollar, wie aus dem kürzlich präsentierten Geschäftsbericht hervorgeht. Seit dem Jahr 2009, als das Unternehmen die staatliche Lizenz für die Versorgung der peruanischen Hauptstadtregion bekam, hat sich das Netz fast verfünffacht.

Die Zahl der angeschlossenen Haushalte, für die zumeist Rohre aus Polyethylen verwendet werden, wuchs im selben Zeitraum von 19.000 auf über 250.000, allein 90.000 kamen im zurückliegenden Jahr hinzu. Bei Industrieanlagen (Stahlrohre) nahmen die Anschlüsse von 321 auf 489 zu, im letzten Jahr waren es 23. Daneben beliefert Cálidda 16 Wärmekraftwerke mit Erdas, zuletzt wurden Fenix Power und Termochilca angebunden. Mit inzwischen 220 Gastankstellen werden knapp 200.000 umgerüstete Autos  in Perus Hauptstadt versorgt.

Das Wachstumstempo soll aufrecht erhalten bleiben. Geschäftsführer Adolfo Heeren sagte der amtlichen Nachrichtenagentur Andina, in zwei Jahren wolle man 500.000 Haushalte angeschlossen haben und 2020 die Millionen-Marke erreichen. Die Zahl der Erdgas beziehenden Firmen in Lima bezifferte er auf über 4.000, auch hier wird eine Steigerung um mehr als das Doppelte angepeilt.

Zudem will sich Calidda geographisch ausbreiten: Im Ort Imperial bei der südlich von Lima gelegenen Stadt Cañete habe man bereits damit begonnen, Leitungen zu verlegen. Diese Arbeiten sollen in den Gewerbegebieten von Chilca und Canete fortgesetzt werden. Außerdem prüfe man eine Expansion nördlich Limas, etwa für die Orte Ancón, Chancay, Huaral und Huacho, wo neue Gewerbeparks entstehen und die Fischindustrie den Umstieg auf Erdgas erwägt.

Cálidda, die zum größten Teil der kolumbianischen Grupo Energía de Bogotá gehört, steigerte 2014 den Nettogewinn von 17 auf 35 Millionen US-Dollar, bei einem Umsatz von 512 Millionen US-Dollar. Das Gas stammt aus den Camisea-Feldern im Osten des Landes. Es gelangt per Pipeline zur Hafenstadt Pisco und wird von dort per Tanker nach Lima verfrachtet. Geplant ist, die Pipeline nach Lima zu verlängern (wir berichteten). (Quellen: Jahrespräsententation Calidda, Andina).

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