25. Juli 2014

Nächste Etappe für die Stadtbahn in Lima

Themen Bau/Infrastruktur, Schienen, Wirtschaft

In Lima ist heute die zwölf Kilometer lange Erweiterung der Metrolinie 1 für den Publikumsverkehr in Betrieb gegangen. Die elektrifizierte Stelzenbahn verbindet das Stadtzentrum mit dem nördlichen Stadtteil San Juan de Lurigancho und schließt an den vor zweieinhalb Jahren eröffneten Abschnitt zwischen dem südlichen Stadtviertel Villa El Salvador und der Innenstadt an.

Nun existiert eine 34 Kilometer lange und mit 26 Haltestellen versehene Zugverbindung, die das Stadtgebiet in 54 Minuten und damit einem Drittel der Zeit, die man bisher mit öffentlichen Verkehrsmitteln benötigte, durchquert. Errichtet wurde die Bahnlinie von den Konzernen Odebrecht und Graña y Montero. Die alle sechs Minuten verkehrenden Züge können jeweils rund 1.000 Personen befördern. Das Verkehrsministerium rechnet mit bis zu 230.000 Passagieren pro Tag. Der Fahrpreis beträgt 1,50 Sol (0,40 Euro).

Insgesamt sind in der peruanischen Hauptstadt sechs Metrolinien geplant. Der Auftrag für die fast sechs Milliarden Dollar teure Linie 2 wurde im März an ein spanisch-italienisch-peruanisches Konsortium erteilt (wir berichteten). Erste Bohrungen sollen in Kürze aufgenommen werden, Mitte 2015 wird man dann mit dem Tunnelvortrieb beginnen.

Für den Bau der dritten Linie, die von Miraflores nach Comas führt, soll Anfang 2016 der Auftragnehmer feststehen. Im Juni lobte die staatliche Investitionsagentur Proinversión den Wettbewerb für eine entsprechende Machbarkeitsstudie aus, Ende August soll dieser entschieden werden. Kurz darauf soll die Vorplanung für die vierte Linie ausgeschrieben werden.

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