16. Oktober 2013

Lima braucht Milliarden-Investitionen als Gastgeber der Panamerikanischen Spiele

Themen Bau/Infrastruktur, Tourismus

Man erwartet 75.000 Besucher, wenn im Jahr 2019 die Panamerikanischen Spiele in Lima stattfinden werden. Die peruanische Hauptstadt wurde vor wenigen Tagen als Austragungsort für das sportliche Großereignis, an dem 12.000 Athleten aus 40 Ländern teilnehmen dürften, ausgewählt.

Um die vielen Gäste unterbringen zu können, werden in Lima Hotelneubauten für 1,4 Milliarden US-Dollar und Hotelerweiterungen für 600 Millionen US-Dollar benötigt, schätzt der Vorsitzende der peruanischen Touristikkammer Canatur, Carlos Canales, laut einem Bericht der Zeitung Gestion. Der Schwerpunkt werde dabei auf Drei-Sterne-Unterkünften liegen. Hinzu kämen 500 Millionen US-Dollar für die Schaffung von Gastronomie- und Unterhaltungsangeboten sowie 100 Millionen US-Dollar für den Bau eines Olympischen Dorfes. Dieses könnte auf der Landzunge La Punta in Callao entstehen. Weiterhin sind neue Sportanlagen erforderlich: Für rund 300 Millionen US-Dollar müssten ein Stadion für Hockey, Eiskunstlauf und Rugby und eine Austragungsstätte für Ruderwettkämpfe entstehen.

Schließlich muss die Verkehrsinfrastruktur dem Massenansturm gewachsen sein. Canales hofft, dass die Errichtung eines zweiten Terminals am Flughafen von Lima vorgezogen und schon 2019 vollendet sein wird. Straßenprojekte wie die 230 Millionen US-Dollar teure Vía Expessa Sur, die die bestehende Schnellstraße vom Stadtzentrum zum Stadtteil Barranco bis zur Panamericana verlängert, und die Vía Parque Rimac (700 Mio. USD) sollen bis dahin ohnehin fertig sein. Der auf 900 Millionen US-Dollar veranschlagte Straßentunnel zwischen La Molina und San Miguel ("Eje vial Javier Prado – La Marina – Faucett”) wird allerdings noch im Bau sein, wenn die Panamerikanischen Spiele beginnen.

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