22. Dezember 2012

Perus Landwirtschaft mit großem Exportpotential

Themen Außenpolitik, Landwirtschaft

Die peruanische Wirtschaft wird nach neuesten Daten der Zentralbank des Landes in diesem Jahr um 6,3% wachsen. Das Wachstum beruht vor allem auf dem Bergbau bzw. dessen Produkte Silber, Kupfer, Zink, Zinn, Blei und Gold. Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) bemüht sich die peruanische Regierung allerdings darum, die starke Abhängigkeit des Landes vom Rohstoffexport zu verringern und andere Branchen zu stärken.

Der Zeitung zufolge kommt hierbei der Landwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Auf diesen Wirtschaftssektor entfallen bereits zehn Prozent der peruanischen Ausfuhren. Neben den traditionellen Agrargütern Perus wie Kartoffeln, Kaffee und Rohrzucker gewinnen Spargel, Mangos und Weintrauben an Bedeutung.

Wegen seiner enormen Artenvielfalt hat das Land überdies ein großes Potential an weiteren landwirtschaftlichen Erzeugnissen, so die NZZ weiter. Als Beispiel für nichtalltägliche Pflanzen, die sich kommerziell nutzen lassen, nennt das Blatt den peruanischen Tarastrauch. Aus dessen Samen gewinnt die Firma Somerex Taranmehl, das als natürliches Verdickungsmittel für Lebensmittel dient. Ein weiteres Beispiel ist die im tropischen Regenwald heimische Pflanze Sacha Inchi, deren Nüsse die Wirkstoffe Omega 3 und 6 enthalten. Die Firma Agroindustrias Osho stellt hieraus Öl her, das einerseits als Speiseöl verkauft wird, anderseits für Sonnencrèmes verwendet wird.

Allerdings stelle sich die Frage, inwiefern sich solche Produkte im großen Stil auf dem Weltmarkt verkaufen lassen, räumt die Zeitung ein. Der Bekanntheitsgrad sei oft noch zu gering, zudem müssten diverse administrative Hürden im Zusammenhang mit der Zulassung überwunden werden. Ein weiteres Problem ist die Trockenheit in Teilen des Landes. Diese spricht eigentlich dagegen, den Anbau von Pflanzen wie Spargel, die viel Wasser benötigen, zu forcieren.

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