09. Juni 2014

Neuer Inka-Pfad bei Machu Picchu entdeckt

Themen Kultur, Archäologie

In der Nähe von Perus berühmtestem Bauwerk Machu Picchu haben Forscher einen bisher unbekannten Pfad der Inka entdeckt. Es handelt sich um einen etwa eineinhalb Kilometer langen und 1,20 bis 1,40 Meter breiten Gebirgsweg, den bis zu drei  Meter hohe Stützmauern säumen, wie die staatliche "Dirección Desconcentrada de Patrimonio Cultural" in Cusco mitteilt. Von größter Bedeutung ist dabei ein fünf Meter langer Tunnel, der auf 2.700 Meter Höhe eine Felswand durchbricht. Fernando Astete, Leiter des "Parque Arqueológico de Machu Picchu", spricht von einem herausragenden Beweis für die Ingenieurkunst der Inka. Spalten im Tunnelgewölbe versiegelten sie mit behauenen Steinen, um einen Einsturz zu verhindern.

Der Pfad beginnt nahe den archäologischen Fundstätten Wiñay Huayna und Intipata im Gebiet von Wayraqtambo (auf spanisch Tambo de los Vientos). Als Abzweigung der Inka-Straße zwischen Cusco und Machu Picchu, die heutzutage als "Inka-Trail" von Touristen bevölkert wird, diente er vermutlich dazu, einen durch Erdrutsch unterbrochenen Abschnitt dieses Hauptweges zu ersetzen.

Der vollkommen zugewachsene Pfad soll nun freigelegt und restauriert werden. Es dürfte aber einige Jahre dauern, bis er öffentlich zugänglich wird. Er würde dann nicht nur den "Inka-Trail" etwas entlasten, sondern auch den Wanderern eine neue Sicht auf Machu Picchu eröffnen.

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.