16. August 2013

Europas erste Inka-Ausstellung eröffnet in Stuttgart

Themen Kultur, Archäologie

Es ist die erste Schau zur Kultur der Inka in Europa: Von diesem Wochenende an bis Mitte März ist im Stuttgarter Linden-Museum die Ausstellung "Inka – Könige der Anden" zu sehen. Den Besucher erwarten 260 Relikte von den Anfängen der größten indigenen Kultur Amerikas im 11. Jahrhundert bis zu ihrem Untergang infolge der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der imperialen Phase, in der sich das Inka-Reich mit Cusco in Peru als Mittelpunkt innerhalb von nur 80 Jahren über 5.000 Kilometer vom heutigen Kolumbien bis nach Chile ausdehnte. Weite Teile des Andengebiets erorberte Pachacutec, dem Namen nach der, "der die Welt verändert". Er gilt als der bedeutendste Inka-Herrscher und als visionärer Stadtplaner. Nach langer Regierungszeit übergab er die militärische Führung an seinen Sohn, um sich der Architektur und dem Ausbau Cuscos zu widmen. Die Hauptstadt sollte die Ideologie der Inka verkörpern: Ordnung in die Welt bringen, in die menschliche Gesellschaft und in die Natur. Außerhalb Cuscos ließ er Sacsayhuaman errichten, ein großes religiös-militärisches Bauwerk. Im Umland entstanden mehrere Landsitze, darunter das berühmte Machu Picchu. Der Bau ausgedehnter Terrassenanlagen zum Anbau von Mais und Kartoffeln ist auf ihn zurückzuführen. Auch werden ihm die Ausgestaltung der imperialen Religion, des Rechtsystems und der funktionierenden Beamtenschaft zugeschrieben.

Neben der Rekonstruktion archäologischer Stätten vermitteln farbkräftige Textilien aus der Inka- und Kolonialzeit, Opferschalen aus Stein, Goldschmuck und Knotenschnüre dem Ausstellungsbesucher einen vielfältigen Eindruck. Sie erklären die Herkunft, Religion, Architektur, Wirtschaft und die Machtverhältnisse des Inka-Reiches.

Video: Vorbereitung der Inka-Schau im Stuttgarter Linden-Museum

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