28. Juli 2012

Gastronomie-Nachrichten

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Eine Revolution mit dem Kochlöffel

Noch vor nicht langer Zeit wussten nur Insider, dass man in Peru sehr gut essen kann.

Mittlerweile aber ist Peru als bestes gastronomisches Tourismusziel weltweit 3 Jahre lang erklärt worden, zwei der besten Restaurants der Welt sind in Lima und Virgilio Martínez, der Chef von "Central", ist 2017 von der Fachwelt als bester Koch der Welt erklärt worden.

Und in Deutschland haben wir mittlerweile über 40 peruanische Restaurants - Tendenz rapide steigend.

Gastón AcurioGastón Acurio - Die Küche als soziale Waffe

Die zündende Kraft für diese Entwicklung lieferte Gastón Acurio, Chefkoch und Mitinhaber des Restaurants "Astrid & Gastón" zusammen mit seiner deutschen Frau Astrid Gutsche, einer der besten Adressen in der peruanischen Hauptstadt.

Bei der Kochausbildung am Pariser "Le Cordón Bleu" lernten sie sich kennen und nach der Rückkehr von Gastón nach Lima gründeten sie dort ihr Restaurant, das im Laufe der Jahre Ableger u.a. in Buenos Aires, Madrid und Mexico City fand.

Für Gastón Acurio und Virgilio Martínez ist die Gastronomie mehr als Kochen, sie ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens und ein Identifikationsmittel jedes Peruaners. Sie hat ihre Ursprünge in der vorinkaischen Küche, bezieht ihre Zutaten aus der vielseitigen Agrarproduktion des Landes und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

CevicheDie peruanische Ceviche erobert die Sushi-Welt

Das peruanische Nationalgericht gilt als das Sushi der Anden und ist ein leichtes Gericht mit hohem Proteinanteil, mit viel Eiweiß, wenig Kalorien und kaum Kohlenhydrate.

Für die klassische Ceviche wird frischer Fisch mit Limettensaft mariniert und mit Chili, Zwiebeln, Koriander, Ingwer oder Knoblauch abgeschmeckt.

Durch das marinieren wird der Fisch kalt gegart, im Kern bleibt er dabei roh. Umrundet wird das Ganze mit Süßkartoffel und geröstetem Mais.

Sacha InchiSuper Foods Peru

Super Foods liefern von einem oder mehreren Nährstoffen eine deutlich größere Menge als die üblichen Nahrungsmittel. So enthält beispielsweise die peruanische Zitrusfrucht Camu-Camu bis zu 2.000 mg natürliches Vitamin C pro 100 g und damit vierzig Mal mehr als eine herkömmliche Zitrone. Das aus der Amazonas-Nuss „Sacha Inchi“ gewonnene Öl hat mit 48% den höchsten Anteil an Omega-3- Fettsäuren und dazu die perfekte Zusammensetzung von Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren.

Das Land ist als unerschöpflicher Speicher an Früchten, Gemüsesorten und Körnern zu betrachten, unübertrefflich, was Geschmack und wohltuende Wirkung für den Körper anbelangt. Peru - Super Foods Gebiet mit einzigartigen Köstlichkeiten!

Diese Nahrungsmittel haben eine lange Geschichte. Der peruanische Archäologe, Elmo León, schreibt in dem 2015 veröffentlichten Buch ‘’14 000 Jahre Ernährung in Peru’’, dass zum einen die Superfoods Süßkartoffel, Mais, Quinoa, Guave bereits zwischen 5 000 und 10 000 Jahren v.C. im Andenraum konsumiert wurden und dass die Zubereitung der Lebensmittel in Form der Pachamanca (Garen von Fleisch und Gemüse mit heißen Steinen in der Erde) bereits vor 8 000 Jahren erfolgte. Ferner war die Inka-Kultur hochentwickelt und betrieb Agrarforschung auf hohem Niveau wie die Terrassen von Moray bei Cusco nachweislich belegen.


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