15. Mai 2017

Wiederaufbau in Peru: Una sola fuerza - Mit vereinter Kraft

Von Guerlio Peralta, Gerardo Basurco, Themen Binnenwirtschaft, Umwelt, Newsletter - 2017 - 05 Mai

Wiederaufbau in Peru: Una sola fuerza - Mit vereinter Kraft

"Mit vereinter Kraft" ist das Motto für den Wiederaufbau des Landes nach den verheerenden Folgen der Umweltkatastrophe im 1. Quartal des Jahres.

Pablo De La Flor ist als Manager des Wiederaufbaus ernannt worden. Seine als "Reconstrucción con cambios" getaufte Strategie - Wiederaufbau mit Veränderungen - weist auf die Tatsache hin, dass einige betroffene Siedlungen von der Überschwemmungskatastrophe "El Niño Costero" nicht dort wieder aufgebaut werden können (wir berichteten), wo sie vor der Katastrophe standen. An dieser Stelle ist anzumerken, dass keine der vorkolumbianischen Siedlungen im Katastrophengebiet betroffen wurden. Unsere Urahnen wussten wohl, wo und wie man bauen sollte. Der Name der Strategie zielt auch auf die Regierungspartei "Peruanos por el Kambio" (Peruaner für den Wandel PPK) ab und möchte hierdurch langfristig Kapital schlagen.

15. Januar 2017

Grünes Licht für geplante Klärwerke am Titicacasee

Von Richard Meier, Themen Wasserversorgung, Umwelt, Bau/Infrastruktur, Newsletter - 2017 - 01 Januar, Wirtschaft

Peru will den Bau von zehn Klärwerken für Abwasser in Anrainergemeinden am Titicacasee nun auf den Weg bringen. Präsident Pedro Pablo Kuczynski verkündete bei einem Besuch in Puno offiziell die Machbarkeit der vor einigen Jahren eingeleiteten Planungen und betonte, dass man damit die Verschmutzung des größten Sees Südamerikas sprübar verringern werde.

23. Juni 2016

Finanzier für Bioplastik-Innovation in Peru gesucht

Themen Umwelt, Entwicklung, Wirtschaft, Finanz, Newsletter - 2016 - 07 Juli

In Peru ist ein neues Verfahren zur Herstellung von Kunststoff auf pflanzlicher Basis entwickelt worden. Hinter dem Projekt steht das Forschungszentrum Centro de Desarrollo de Competencias para la Adaptabilidad al Cambio Climático in Chiclayo in Zusammenarbeit mit der lokalen Universität Señor de Sipan und der Firma Agrobiocix. Ausgangstoff ist das Agavengewächs Fique (Furcraea gigantea), das unter anderem in den Regionen Lambayeque und Cajamarca angebaut wird.

18. Februar 2016

Zoologische Gesellschaft Frankfurt betreut weiteres Urwaldgebiet in Peru

Von Richard Meier, Themen Umwelt, Internationale Kooperation

Zoologische Gesellschaft Frankfurt betreut weiteres Urwaldgebiet in Peru

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) wird ein weiteres Schutzgebiet im peruanischen Regenwald unterstützen. Das ​​fast 870.000 Hektar große Reservat Yaguas befindet sich im Nordosten (Region Loreto) und wird von Nebenarmen des Amazonas durchquert. Es birgt schätzungsweise zwei Drittel aller Süßwasser-Fischarten und ein Drittel aller Säugertierspezies, die in Peru vorkommen, darunter Riesenotter, Seekühe und Flussdelphine. Die Flora und Fauna dürfte viele wissenschaftlich noch nicht bekannte Arten enthalten.

27. Januar 2016

Kampf gegen Müll in Lima: Gallinazo avisa - Tú actuas

Von Guerlio Peralta, Themen Umwelt

Der Geier meldet - Du handelst

Kampf gegen Müll in Lima: Gallinazo avisa - Tú actuas

"Gallinazo Avisa" (Der Geier meldet) ist eine Initiative, mit deren Hilfe wilde Müllkippen in Lima ausfindig gemacht und somit beseitigt werden können. Sie schließt an die Kampagne "Pon tu parte" (Tue Deinen Teil) an, die im Sommer 2014 ins Leben gerufen wurde, um die Bürgerschaft zum Engagement für den Schutz von Umwelt und Klima zu bewegen.

Ziel der Initiative

Als Hauptziel der Initiative sollen die Bürger Limas lernen, die von jedem produzierte Abfallmenge zu reduzieren und sich des ernsten Müllproblems im Land bewusst werden. Um dies zu verwirklichen, greift man auf wahre Experten für das Aufspüren von Unrat zurück: Geier, genauer gesagt die in Amerika verbreiteten Truthahngeier.

10. Januar 2016

Peru und die Folgen des Klimagipfels in Paris

Von Miguel Meyer, Themen Umwelt, Politik, Newsletter - 2016 - 01 Januar

Präsident der COP21 Laurent Fabius kündigt die Unterzeichnung des Vertrags an.

War der Pariser Weltklimagipfel ein Ereignis, das man sich im Kalender notieren kann, oder nur (wieder) eine enttäuschende Konferenz? Die Lobeshymnen waren nicht zu überhören. Da ist die Rede von „Meilenstein der Menschheit“, „wegweisender Vertrag“ oder „historischer Wendepunkt beim Klimaschutz“. Was hat die Konferenz aber faktisch gebracht?

01. Dezember 2015

Veolia entsalzt Meerwasser in Peru

Themen Wasserversorgung, Umwelt, Bergbau, Wirtschaft

Der Wasser- und Entsorgungstechnikkonzern Veolia ist in Peru von der Minengesellschaft Milpo mit dem Betrieb einer Meerwasser-Entsalzungsanlage beauftragt worden. Diese versorgt das Bergwerk Cerro Lindo, welches sich in der Region Ica etwa 40 Kilometer landeinwärts befindet. Auf die Weise kommt die Mine seit 2007 ohne den Verbrauch von Flusswasser aus dem nahegelegenen Topará aus. Mittels Umkehrosmose entsalzt die Anlage von kommenden Jahr an 60 Liter pro Sekunde, 20 Prozent mehr als bisher. (Quelle: Veolia)

29. November 2015

Peru und die Weltklimakonferenz COP 21 in Paris

Von Miguel Meyer, Themen Umwelt, Politik, Newsletter - 2015 - 12 Dezember

Peru und die Weltklimakonferenz COP 21 in Paris

Vergleicht man Bilder der „Cordillera Blanca“, der sogenannten Peruanischen Schweiz, wie sie vor 40 Jahren aussah und wie dieser Teil der Anden heute aussieht, ist der Unterschied kaum zu übersehen: Viele Gletscher, früher üppig schneebedeckt, erscheinen heute eher kahl, weil der Schnee abgeschmolzen ist. Der Grund dafür ist der Weltklimawandel.

Treibhausgase, die seit 2000 zweistellig gewachsen sind, die Rodung des Regenwaldes, und der exzessive Verbrauch von Brennstoffen sind die Hauptursachen, die zu diesem besorgniserregenden Klimawandel in Peru beigetragen haben.

23. November 2015

Klärwerke zum Schutz des Titicacasees

Von Richard Meier, Themen Wasserversorgung, Umwelt, Investition geplant, Entwicklung

Damit die Verschmutzung des Titicacasees in Peru und Bolivien zurückgeht, sollen in den umliegenden Provinzen auf peruanischer Seite zehn Klärwerke errichtet werden. Das Ministerium für Bau- und Sanierungsprojekte schätzt die Investitionssumme auf mehrere hundert Millionen US-Dollar. Das Projekt mit dem Namen "Sistema de Tratamiento de Aguas Residuales de la Cuenca del Lago Titicaca" soll nach dem Modell der öffentlich-privaten Partnerschaft realisiert werden, die Initiative geht dabei von dem peruanischen Baukonzern Graña y Montero aus.

13. Juli 2015

Neue Abfallentsorgung in den Anden mit Geld aus Schuldenerlass

Von Richard Meier, Themen Umwelt, Entwicklung

In dem Andenstädtchen Ambo ist Ende Juni ein Abfallentsorgungsystem, das vom Deutsch-Peruanischen Gegenwertfonds mitfinanziert wurde, eingeweiht worden. Der 5.000-Einwohner-Ort, in welchem der Hausabfall bisher, wie in den meisten Gemeinden Perus, auf eine nicht genehmigte, ungesicherte Müllkippe verbracht wurde, verfügt nun über eine Anlage zur Mülltrennung und Rückgewinnung recyclebaren Materials sowie zur Kompostproduktion, teilt die deutsche Botschaft in Lima mit.

05. März 2015

Peruanischer Kakao im Kommen

Von Richard Meier, Themen Umwelt, Wirtschaft, Import: Peruanische Produkte in D-A-CH, Nahrungsmittel

Die Einfuhr von Kakaoprodukten aus Peru nach Deutschland hat sich im vergangenen Jahr um 43 Prozent auf 21 Millionen US-Dollar erhöht. Dies teilt das peruanische Außenhandelsministerium Mincetur anlässlich des "Kakao Kulturfestes" in Ingelheim mit, auf dem Mitte Februar unter anderem peruanische Waren der Fair-Trade-Organisationen Gepa und Ethiquable, der Kooperative Pumacahua (Region Cusco) und der Firmen Amaz Foods und Shatell präsentiert wurden.

21. Dezember 2014

Peru will Bau einer nachhaltigen Stadt in Olmos bald ausschreiben

Themen Umwelt, Wasserkraft, Bau/Infrastruktur, Wirtschaft

Nahe den neugeschaffenen Agrarflächen in Olmos an der nordperuanischen Küste ist eine Stadt für über 50.000 Einwohner geplant. Nach den Worten des peruanischen Wohnungsbauministers Milton von Hesse soll diese auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Das Augenmerk liegt auf umweltschonende Materialen und Verfahren, durch die Wasser und Energie gespart werden. Im kommenden Februar werde man mit dem Vergabeprozess für die grundlegenden Arbeiten beginnen, so der Minister. Die lateinamerikanische Entwicklungsbank CAF hat ihre Unterstützung für das Vorhaben bereits zugesagt.

14. Dezember 2014

Ergebnisse der COP20 in Lima

Von Gerardo Basurco, Themen Umwelt, Entwicklung

Schwacher Vertragsentwurf rettet vor einem Scheitern

Ergebnisse der COP20 in Lima

Die Konferenz COP 20 in Lima, die am Freitag den 12.12.2014 hätte beendet sein sollen, wurde um 2 Tage verlängert, weil sich bis dahin keine Einigung unter den Verhandlungsparteien abzeichnete.
Am Sonntag in der Früh gelangte man unter den 195 vertretenen Staaten zu einem Minimalkonsens in Form eines Entwurfs auf dem Weg zur Unterzeichnung eines Weltklimavertrags im November 2015 auf der COP 21 in Paris.

Der Bericht des Wissenschaftlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen hatte davor gewarnt, dass wenn die Temperatur der Erde in den nächsten 20 Jahren um mehr als 2 Grad steige, hätte dies katastrophale Folgen für die Menschheit.

Um dies zu erreichen, sollte die COP 20 in Lima der Empfehlung der Wissenschaftler folgend, die Länder mit mehr CO2-Ausstoß (China, USA und die Europäische Union) dahin bringen, sich zu verpflichten ihre Emissionen auf die Hälfte der Menge in den nächsten 30 Jahren zu reduzieren, die sie 1990 in die Atmosphäre ausstießen.

14. Dezember 2014

Peru und der Klimawandel – ein Überblick zum Abschluss des UN-Gipfels

Von Richard Meier, Themen Umwelt, Automobil, Bildung/Forschung, Politik, Energie

Der Weltklimagipfel in Lima (COP 20) ist an diesem Wochenende mit der für diese Mammutveranstaltungen üblichen Verlängerung abgeschlossen worden. Für den Gastgeber Peru bedeutete die UN-Konferenz auf jeden Fall einen Aufmerkskeitsgewinn in zweierlei Hinsicht. Über das Land wurde zwei Wochen lang in ausländischen und also auch deutschen Medien so viel berichtet wie selten, und zwar nicht unter Gesichtspunkten wie Busunglücke oder Meerschweinchen. Peruanische Zeitungen und Sender wiederum widmeten dem Klimathema zahlreiche Sonderberichte, sodass in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür gewachsen sein dürfte. Hinzu kamen einige konkrete Vereinbarungen, die das Land betreffen. Wir greifen zentrale Punkte heraus:

12. Dezember 2014

Greenpeace-Coup in Peru erzeugt kein gutes Klima

Von Richard Meier, Themen Umwelt, Kultur, Politik

Während der Weltklimagipfel in der peruanischen Hauptstadt noch tagt, sorgt Greenpeace für Wirbel im Land. Mitglieder der Organisation drangen in das Gebiet der Nasca-Linien – Bilder mit bis zu mehreren hundert Metern Länge, die von Indios vor über 1.500 Jahren in den Stein- und Sandboden einer Hochebene bei Ica gescharrt wurden – ein, um dort einen Slogan anzubringen, der zum Umdenken beim Ressourcenverbrauch auffordert. Die Umweltschutzvereinigung, die früher mit einer Indianer-Weissagung den Raubbau an der Natur anprangerte, zeigte dabei wenig Einfühlung für das indigene Erbe: Bei der Aktion soll das Monument beschädigt worden sein. Kommentatoren in Zeitungen und sozialen Medien in Peru äußern sich entsetzt, und die Regierung droht den Verursachern hohe Strafen an.

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