13. September 2017

Fred Reich - Ein erfolgreicher Unternehmer und Buchautor

Von Gerardo Basurco, Themen Soziale Entwicklung, Kultur, Newsletter - 2017 - 09 September

Fred Reich - Ein erfolgreicher Unternehmer und Buchautor

Fred Reich Böhm wurde am 1. September 1949 in La Paz, Bolivien, geboren, als Sohn von Kurt Reich, ein Überlebender von zwei Konzentrationslager, darunter Auschwitz, und der aus Oberschlesien stammenden deutschen Staatsbürgerin Inge Böhm. Dem Großvater wurde wegen hervorragende Verdienste im Ersten Weltkrieg das Eiserne Kreuz verliehen, wurde vor Beginn des 2. Weltkriegs einige Zeit im KZ Buchenwald gefangen gehalten. Fred Reich besuchte Schulen in Cuzco, die deutsche Schule Max Uhle in Arequipa und Abraham Lincoln American College in Lima. Anschließend absolvierte er ein Studium in Betriebswirtschaft an der Alfred University in New York.

21. März 2017

Peru erlebt einer der schlimmsten Naturkatastrophen seiner Geschichte

Von Gerardo Basurco, Themen Soziale Entwicklung

Peru erlebt einer der schlimmsten Naturkatastrophen seiner Geschichte

"El Niño costero", so wie dieses Naturphänomen getauft wurde, das auf die Pazifikküste Perus und Ecuadors begrenzt sein soll, im Gegensatz zum weltumfassenden El-Niño-Phänomen, welches in regelmäßigen Abständen die Pazifikanrainer aufsucht (zum letzten Mal 1997/98) wütet seit Jahreswende vor der peruanisch-ecuadorianischen Küste mit ungewöhnlicher Stärke.

Ausgelöst wird das Phänomen durch eine starke Meerwassererwärmung.
"Die durchschnittliche Sommertemperatur von 24 oder 25 ° C ist es nun vier oder fünf Grad über dem Normalwert und das ist, was der Regen durch die starke Verdunstung von Wasser verursacht ", so das Meteorologische Institut Senamhi.

In der Folge kommt es zu heftigen Niederschlägen und die Flussläufe führen, auf ihren Weg zum pazifischen Ozean, deutlich mehr Wasser als üblich. Das führt zu Überschwemmungen und Schlammlawinen.

11. Dezember 2016

Jenny De la Torre: Peruanische Ärztin für Obdachlose in Berlin

Von Gerardo Basurco, Themen Entwicklung, Soziale Entwicklung, Newsletter - 2016 - 12 Dezember

Jenny De la Torre: Peruanische Ärztin für Obdachlose in Berlin

Ihre Kommilitonen an der Universität „San Luis Gonzaga de Ica“ schmunzelten, als sie sagte, sie wolle später als Ärztin teilweise ohne Entlohnung tätig werden. Jenny De la Torre Castro hatte in der südperuanischen Stadt unweit ihrer Geburtsorts Puquio in den 70er Jahren das Medizinstudium aufgenommen, um es ¬– mithilfe eines Stipendiums der damaligen DDR – an der Karl-Marx-Universität in Leipzig fortzusetzen und 1990 ihre Facharztausbildung an der Charité in Berlin zur Kinderchirurgin abzuschließen.

25. April 2015

Armut in Peru sinkt langsamer, hat sich aber in sieben Jahren halbiert

Von Richard Meier, Themen Entwicklung, Soziale Entwicklung

Die Zahl der in Armut lebenden Menschen in Peru hat sich im vergangenen Jahr um 290.000 auf etwas unter 7 Millionen verringert. Damit liegt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bei 22,7 Prozent, das sind 1,2 Prozentpunkte weniger als 2013. In den Vorjahren war die Armut noch in größeren Schritten zurückgegangen: Je zwei Prozentpunkte in den Jahren 2013 und 2012, jeweils etwa drei Prozentpunkte 2011 und 2010, und wiederum rund vier bzw. fünf Punkte in den Jahren 2009 und 2008. Ungeachtet der Verlangsamung ist festzustellen, dass sich die Armutsquote – bei wachsender Bevölkerung – in den vergangenen sieben Jahren nahezu halbiert hat. Die Zahlen wurden vom Nationalen Statistikamt INEI in Zusammenarbeit mit der Weltbank und anderen internationalen Einrichtungen erhoben.

02. November 2014

Bauern-Kooperative in Peru mit neuer Kakao-Fabrik

Themen Soziale Entwicklung, Landwirtschaft, Maschinen/Anlagen, Nahrungsmittel

Die Landwirtschafts-Kooperative "Cooperativa Agraria Industrial Naranjillo" im nordostperuanischen Tingo Maria hat jetzt eine neue Kakaoverarbeitungsanlage in Betrieb genommen. In dem Werk können 1.500 Kilo Kakaopulver pro Stunde hergestellt und damit die Produktion verdreifacht werden, berichtet die Nachrichtenagentur Andina. Die Maschinen stammen aus Deutschland und den Niederlanden, unter anderem vom Anlagebauer Duyvis Wiener. Die Investitionen in die neue Fabrik werden mit 14 Millionen US-Dollar beziffert, was jedoch hochgegriffen scheint. Laut früheren Angaben des Branchenmediums Agencia Agraria de Noticias kosteten die neuen Ausrüstungen zum Fermentieren, Rösten und Mahlen zehn Millionen Soles (2,7 Mio. Euro).

03. Juni 2014

"Create Your Voice" in Peru: Mit Musik Grenzen überschreiten

Von Richard Meier, Themen Bildung/Forschung, Soziale Entwicklung, Musik

Die Trinkwasserversorgung in Peru ist nicht nur in den Wüstengegenden an der Küste schwierig, sondern auch mancherorts im Hochland. Dort mangelt es zwar nicht an Niederschlägen, dafür belastet der Bergbau den Wasserhaushalt, weil er einerseits selbst viel Wasser verbraucht und zum anderem Giftstoffe in Lagunen und im Grundwasser hinterlässt. In der Region Cajamarca beschwört dies schon seit längerem Auseinandersetzungen zwischen Landbevölkerung und Regierung bzw. Minengesellschaften herauf. Auch in dem Andenstädtchen Contumazá, in dessen Nähe Grabungen geplant sind, sorgen sich die Menschen um das Wasser, wie vier junge Künstler aus München feststellten, die ein Jahr durch Peru tingelten, um mit Heranwachsenden Musik zu machen.

08. Mai 2014

Im Porträt: Peru-Gruppe Heubach hilft Armenviertel zur Selbsthilfe

Von Richard Meier, Themen Entwicklung, Soziale Entwicklung

“Die Armut wächst die Berge hinauf.” Es klingt einerseits Resignation aus den Worten von Gerhard Ritz, der seine Reise nach Laderas am Stadtrand von Lima wiederholt hat. Mitte der 90er Jahre waren er und weitere Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde aus dem schwäbischen Heubach das erste Mal dorthin gefahren. Damals lebten in dem erst 1989 von 21 Familien gegründeten Ort schon 20.000 Menschen in ärmlichen Behausungen. Heute sind es 70.000. An steinigen Wüstenbergen entstehen unablässig neue Hütten und Holzverschläge, weil nach wie vor viele Familien aus den Provinzen Perus zur Hauptstadt ziehen, um ein Auskommen und Ausbildung für ihre Kinder zu finden.

13. April 2014

Lima: Aus dem Meer soll Trinkwasser für 100.000 Menschen gewonnen werden

Von Richard Meier, Themen Entwicklung, Soziale Entwicklung, Wasserversorgung, Energie

Für den Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage südlich von Lima ist jetzt der Vertrag unterschrieben worden. Den Auftrag vergeben das peruanische Wohnungsbauministerium und der staatliche Wasserversorger Sedapal an die Sociedad Concesionaria Desaladora del Sur, hinter der die spanische Tecnicas de Desalinización de Aguas S.A. steht, welche wiederum zum ACS-Konzern gehört. Das Unternehmen soll ein Werk zur Meerwasserentsalzung realisieren und 25 Jahre lang betreiben, um Trinkwasser für 100.000 Menschen in den Küstenorten Punta Hermosa, Punta Negra, San Bartolo und Santa María del Mar bereitzustellen.

28. Januar 2014

Gründer im Porträt: Pralinen aus Peru importieren und Hoffnung stiften

Von Richard Meier, Themen Soziale Entwicklung, Import: Peruanische Produkte in D-A-CH, Nahrungsmittel

Peru hat viele Reichtümer. Einer davon ist der Kakao, der im Amazonasgebiet gedeiht und nach Europa exportiert wird, wo man ihn zu Schokolade verarbeitet. Als Tobias Vogel im Jahr 2005 seinen Freiwilligendienst in einer Schule in Peru leistete, regte einer der dortigen Väter an, ob man nicht selbst landestypische Schokoladenpralinen herstellen und vermarkten könne, um Projekte vor Ort zu finanzieren. Der Vorschlag erwies sich zwar als nicht realisierbar, weil Fachkenntnisse und technische Voraussetzungen fehlten, dennoch war er der Ausgangspunkt für ein Unternehmen, das inzwischen palettenweise in Peru hergestellte Pralinen nach Deutschland importiert und mit dem Gewinn Bildung und Entwicklung in dem Andenland unterstützt.

15. November 2013

Hilfswerk Misereor: Bergbau in Peru nützt den Menschen kaum

Themen Soziale Entwicklung, Bergbau, Politik

Der für die peruanische Volkswirtschaft bedeutende Bergbau nützt weiten Teilen der Bevölkerung im Land nicht. Obwohl mehr als die Hälfte der peruanischen Exporterlöse auf den Bergbau zurückgeht, findet weniger als ein Prozent der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung in diesem Sektor Beschäftigung, heißt es in einer gestern veröffentlichten Studie des katholischen Hilfswerks Misereor.

01. Mai 2013

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Von Sara Basurco, Gerardo Basurco, Themen Soziale Entwicklung, Binnenwirtschaft, Landwirtschaft

Muhammad Yunus Grameen-Bank in Peru angekommen

Kleinstkredite für Bäuerinnen in Puno

Das Departement Puno ist eines der ärmsten des Landes, insbesondere was die ländliche Armut anbelangt. Puno hat eine Bevölkerung von ca. 1,3 Mio., davon gelten 62,8% als arm (2009). In einigen ländlichen Distrikten erreicht die Armutsquote sogar Werte von über 90%. Die arbeitsfähige Bevölkerung des Departements Puno widmet sich hauptsächlich der Agrarwirtschaft, dem Handwerk und dem Bergbau.

Im Jahre 1998 beschloß Rosanna Ramos nach einer Begegnung mit dem Gründer der Grameen-Bank und Friedensnobelpreisträger, Muhammad Yunus, nach Peru zurückzukehren und sich der Finanzierung von Mikroprojekten für die ärmsten Peruaner zu widmen. Bis dahin hatte die Peruanerin Rossana Ramos wichtige Positionen bei der Citibank in den Vereinigten Staaten inne.