Cinco Esquinas

Liebe Peru-Interessierte,

Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen Machthabers, oder Pedro Pablo Kuczynski wird die politische Führung in Peru übernehmen. Beide Kandidaten haben im ersten Durchlauf der Präsidentschaftswahl am Sonntag die meisten Stimmen erhalten. Die Endrunde findet am 5. Juni statt. In unserer Analyse lesen Sie, welche Politik in dem einen oder anderen Fall versprochen wird.

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Mit herzlichen Grüßen

Gerardo Basurco
Richard Meier
Guerlio Peralta

11. April 2016

Wahl in Peru: Präsidententochter Fujimori und Ökonom Kuczynski in der Endrunde

Von Gerardo Basurco, Themen Innenpolitik, Politik, Newsletter - 2016 - 04 April

Wahl in Peru: Präsidententochter Fujimori und Ökonom Kuczynski in der Endrunde

Die Vorentscheidung ist gefallen: In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Peru haben Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen peruanischen Machthabers, und der Ex-Minister Pedro Pablo Kuczynski gewonnen. Fujimori erhielt – nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen – 39,87 Prozent. Für Kuczynksi stimmten 21,01 Prozent und damit mehr als die Kandidatin der linken "Breiten Front" , Verónika Mendoza (18,78 Prozent), welche in den Umfragen zuletzt fast gleichauf mit Kuczynski gelegen hatte.

Bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen Perus am 10. April setzte sich wie erwartet die Kandidatin der Partei Volks-Kraft, Keiko Fujimori, durch. Der 40-jährige Tochter des zu 25 Jahren wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, gelang es aber nicht, die 50 Prozent der gültigen Stimmen auf sich zu vereinigen, um im 1. Wahlgang gewählt zu werden. Nun werden die Geschicke des Landes bei der Stichwahl am 5. Juni entschieden. Der Gegenkandidat ist der 77-jährige Ökonom deutsch-polnischer Abstammung Pedro Pablo Kuczynski – bekannt als PPK - und Favorit der Rechten.

11. April 2016

FIESTA PERÚ 2016 am 23. Juli

Von Guerlio Peralta, Themen Feste, Newsletter - 2016 - 04 April

Gastland 2016 ist ARGENTINIEN

FIESTA PERÚ 2016 am 23. Juli

Am 23. Juli steigt die 3. FIESTA PERÚ im Oberndorfer Klosterhof. Dieses Jahr ist Argentinien das Gastland, das sich sowohl im Kulturbereich mit der Ausstellung der Künstlerin Verónica Munín-Glück und mit Live-Musik und -Tanz präsentieren wird als auch kulinarisch mit einem authentischen "Asado" des argentinischen Grillmeisters Enrique Becker.

In diesem Jahr wird weiterhin Peru aus seinem unglaublichen Fundus an Musik und Tanz schöpfen mit einem Programm, das die kulturelle Verbindung mit Argentinien entlang der Inka-Straße "Qhapaq Ñan" aufzeigen wird.

03. April 2016

Internationaler Flughafen in Pisco kann starten

Von Richard Meier, Themen Flughäfen, Bau/Infrastruktur, Tourismus, Newsletter - 2016 - 04 April, Wirtschaft

Internationaler Flughafen in Pisco kann starten

Das neue Passagier- und Frachtterminal und die erweiterten Landebahnen am Flughafen der peruanischen Küstenstadt Pisco sind eingeweiht worden. Eigentlich sollte der „Aeropuerto Internacional de Pisco“ schon Mitte letzten Jahres in Betrieb genommen werden, aber unter anderem Probleme mit dem Kontrollturm verzögerten die Freigabe.

Offizielle Stellen rechnen mit 400.000 Passagieren im Jahr. Touristen könnten zur Besichtigung der Nazca-Linien und der Ballestas-Inseln per Flugzeug anreisen und weiter nach Cusco fliegen. Daneben setzt man auf Frachtflüge für den Im- und Export landwirtschaftlicher Güter.

28. März 2016

Verfall im Herzen der Hauptstadt – zum neuesten Roman von Mario Vargas Llosa

Von Richard Meier, Themen Literatur, Kultur, Newsletter - 2016 - 04 April

Verfall im Herzen der Hauptstadt – zum neuesten Roman von Mario Vargas Llosa

Er wollte eine Geschichte über ein Charakteristikum der Fujimori-Diktatur schreiben, sagte Mario Vargas Llosa bei der Vorstellung seines neuesten Romans Anfang März in Madrid, und dieses sei, dass Fujimori und sein Geheimdienstchef Montesinos die Boulevardpresse benutzten, um ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen oder zu bestrafen.

Dem Leser des Buchs begegnet diese Form oder vielmehr Deformation des Journalismus in der Gestalt Rolando Garro, dem Herausgeber eines Skandalblatts, das sich darauf spezialisiert hat, Prominenten aus dem Showgeschäft durch Schmähartikel und entstellende Aufnahmen zu schaden.

Rolandos neuestes Opfer ist aber kein Unterhaltungskünstler, sondern der leitende Ingenieur eines Bergbauunternehmens, Enrique Cárdenas, den er mit kompromittierenden Fotos zu erpressen versucht. Die Geschichte entwickelt sich wie ein Krimi, mit Montesinos im Hintergrund. Erzählerisch spielt Vargas Llosa dabei seine Gaben und Raffinessen (man könnte auch beanstanden: seine Routine) aus, wie eine farbige, Lokalkolorit tragende Sprache oder die kontrast- und beziehungsreiche Verschränkung von Szenen.

25. März 2016

Peruanische Küche auf der ITB 2016

Von Guerlio Peralta, Gerardo Basurco, Themen Gastronomie, Tourismus, Newsletter - 2016 - 04 April

Peruanische Küche auf der ITB 2016

Sabor Latino, ein in Berlin seit zwei Dekaden ansässiges Restaurant mit peruanischen und karibischen Spezialitäten, machte das Catering im peruanischen Pavillon auf der ITB 2016 in Berlin.

Bekanntlich trat Peru auf der Weltleitmesse für Tourismus unter dem Motto Reiseziel für gastronomischen Tourismus auf. Peru gilt seit langem als „Mekka“ einer diversen und exquisiten Küche weltweit. Victor Hugo Vera, Besitzer und Chefkoch des Restaurants Sabor Latino hatte dieses Mal die Aufgabe diesem Ruf gerecht zu werden.

Während der Gesamtdauer der Messe führte Sabor Latino die Zubereitung peruanischer Spezialitäten vor und verköstigte anschließend das anwesende Publikum. Das peruanische Nationalgetränk Pisco Sour wurde ebenfalls gereicht. Beim Schaukochen wurden u.a. eine „Causa Limeña“ (Kartoffelkuchen mit Hühnerfleisch gefüllt) und eine Quinoa-Salat zubereitet. Der Koch wies wiederholt auf die peruanische Herkunft der verwendeten Zutaten hin.

14. März 2016

Peruaner brauchen kein Schengen-Visum mehr

Von Richard Meier, Themen Politik, Tourismus, Newsletter - 2016 - 04 April

Peruaner brauchen kein Schengen-Visum mehr

Die Europäische Union und die peruanische Regierung haben heute den Vertrag zur Aufhebung der Visumpflicht für Peruaner bei bis zu 90-tägigen Aufenthalten im Schengen-Raum unterschrieben. Die visumfreie Einreise in die 30 Schengen-Länder, zu denen Deutschland, aber auch Nicht-EU-Staaten wie die Schweiz und Norwegen gehören, nicht aber Großbritannien und Irland, ist damit für Peruaner vom 15. März 2016 an möglich.

Letzte Hürde für die Visabefreiung war die Ausgabe biometrischer Reisepässe (wir berichteten). Hiermit begann Peru Ende Februar. Für die visumfreie Einreise nach Europa genügen aber auch die bisherigen Reisepässe, wenn sie eine Gültigkeit von mindestens drei Monaten haben. Weitere Erfordernisse sind ein Rückflugticket, der Nachweis einer Unterkunft (Hotelreservierung oder privates Einladungsschreiben), Barmittel (je nach Zielland 40 bis 100 Euro pro Reisetag) und eine Auslandskrankenversicherung. Genaueres hierzu auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Lima.